März: EU-Initiative will Startup-Gründungen erleichtern, Wacken-Gründer investiert in Senioren-Start-up „besser zuhause“

Lieber Brückenbauerinnen und Brückenbauer,

was wäre wenn Startups ihre Innovationen schnell und passgenau Unternehmen der etablierten Wirtschaft und auch der Verwaltung erfolgreich anbieten? Was wäre, wenn sich Startups neben Investitionsrunden mit Venture Capital zusätzlich oder vielleicht sogar ausschließlich aus Umsätzen finanzieren könnten? Was wäre, wenn wir Startupwissen und -technologie schnell auf den Mittelstand übertragen können? In diesem Fall schreitet die Digitalisierung in einem viel höheren Tempo voran, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit auch unserer Wirtschaft steigt, unsere Startups können mehr Projekte und Kunden gewinnen, daraus lernen, haben eine bessere Unternehmensbewertung bei Finanzierungsrunden mit Venture Capital und wachsen unter Umständen nachhaltiger. Viele Gründe, um das Thema Kundenbeziehungen zwischen Startups und Mittelstand sowie Verwaltung voranzutreiben. Sie können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Machen Sie, lernen Sie und profitieren Sie.

Ihr Mirco Dragowski

AKTUELL

EU-Initiative will Startup-Gründungen erleichtern: Mitte März hat die Europäische Kommission den sogenannten „Digital Day 2021“ veranstaltet. Im Rahmen dessen unterzeichneten 24 EU-Mitgliedstaaten und Island eine Erklärung, die die Gründung eines Startup revolutionieren soll: Künftig soll die Eintragung eines Unternehmens online, binnen 24 Stunden und für unter 100 Euro möglich sein. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte die Bundesregierung Vorbehalte bezüglich des Erklärung geäußert, bis zum Treffen am 19. März war unklar, ob Deutschland die Erklärung unterzeichnen würde. Bei Wirtschaft- und Justizministerium herrscht Uneinigkeit darüber, ob die Eintragung binnen eines Tages mit deutschem Recht vereinbar sei. Aus diesem Grund schlug das Justizministerium eine Unterzeichnung der Erklärung unter Vorbehalt vor, was von Experten wie dem Beauftragten der Bundesregierung für die digitale Wirtschaft und Start-Ups, Thomas Jarzombek oder dem Präsidenten des Bundesverbands Deutsche Startups, Christian Miele, , laut FAZ als „oberpeinlich“ (FAZ, Jarzombek) bzw. „völlig irre“ (HANDELSBLATT, Miele) kritisiert wurde.
Letzten Endes hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Erklärung vorbehaltlos unterzeichnet, doch sie ist nicht rechtlich bindend. Thomas Jarzombek forderte nach der Unterzeichnung das Justizministerium auf, „jetzt auch zu liefern“ und rasch ein entsprechendes Gesetz für die Umsetzung der Erklärung vorzulegen.
Frauen in der Startup-Szene: Sie investieren in die Zukunft
handelsblatt.com, faz.net

Wagniskapital ist die Folge von Innovation – nicht die Bedingung für Innovation: Technologie-Reporterin Larissa Holzki kritisiert im Handelsblatt-Kommentar, dass in Deutschland noch immer ein falsches Verständnis von Wagniskapital bestehe. In den USA werden Startups auf eine Weise behandelt, die sie zu Konzernen anwachsen lassen soll. Es werden aktiv Aufträge vergeben, während sich in Deutschland noch immer Beschwerden über geringes Wagniskapital hartnäckig halten. Allerdings, erklärt Holzki, ist Wagniskapital die Folge davon, dass der Glaube an die Innovationskraft eines Unternehmens gewachsen ist. Investoren kommen, wenn es bereits interessante Aktivitäten innerhalb eines Startups gibt – und nicht davor.
handelsblatt.com

Wacken-Gründer investiert in Senioren-Start-up „besser zuhause“: Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet Holger Hübner gemeinsam mit Thomas Jensen das Heavy-Metal-Openair-Festival „Wacken“. Jetzt sieht er sich wohl nach einem zweiten Standbein um: Jüngst hat Hübner in das Hamburger Start-up „besser zuhause“ investiert. Das 2019 gegründete Unternehmen hat sich auf die Wohnberatung von Seniorinnen und Senioren, die ihr Zuhause altersgerecht umbauen wollen, spezialisiert. Hübner selbst sagt über seine Beweggründe: „Wir müssen uns ja die demografische Struktur einmal ansehen, da brauchen wir Ideen, wie ältere Menschen zukünftig besser am Leben teilhaben können.“ Es ist nicht das erste Investment des Wacken-Urgesteins in diesem Bereich. Laut eigener Aussage hat er auch in das Gaming-Start-up „RetroBrain“, das Videospiele für Demenzkranke entwickelt, investiert.
„besser zuhause“ schloss seine erste Finanzierungsrunde bereits Ende 2020 mit einem sechsstelligen Betrag ab.
n-tv.de, hamburg-startups.net

Vertrieb ist wichtiger Faktor für Startups: Spätestens wenn ihr Produkt oder ihre Dienstleistung Marktreife erlangt, sollten Gründerinnen und Gründer ihren Vertrieb professionalisiert haben. Im Interview mit „Sales Excellence“ verrät der Unternehmer und Gründer des Startup-Portal Salsup, Bernhard Schindler, worauf Startups hierbei achten müssen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Deutschland im Bloomberg Innovation Index 2021 auf Platz vier abgestiegen ist, plädiert er für eine stärkere Vernetzung von Mittelständlern und innovativen, digitalen Startups.
springerprofessional.de

„Deutschland kann digital“-Kampagne unterstreicht digitale Leistungsfähigkeit der Wirtschaft: Mit der neu ins Leben gerufenen Kampagne wollen die Bundesverbände IT-Mittelstand (BITMi) und mittelständische Wirtschaft (BVMW) gemeinsam mit dem eco-Verband der Internetwirtschaft
zeigen, was die deutsche Wirtschaft im Digitalbereich schon alles leistet und was noch zur digitalen Souveränität fehlt. Wichtig sei, die „digitale Handlungsfähigkeit in Deutschland und Europa zu halten“ so BITMi-Präsident Oliver Grün gegenüber heise.de. Dazu gehört auch, bei Hard- und auch Software inländische bzw. europäische Alternativen aufzuzeigen. Die Forderungen an die Politik sind auch klar definiert: den Ausbau der digitalen Infrastruktur und für die digitale Transformation zentraler Schlüsseltechnologien sowie mehr in digitale Bildung zu investieren. Deutschland dürfe nicht zurück ins Mittelalter fallen, betonte BVMW-Geschäftsführer Markus Jerger und stellte klar: „Digital heißt, vital zu sein.“
heise.de

Startup-Verband ruft Venture Week aus, um junge Unternehmen, Wirtschaft und Politik zu vernetzen: Um Akteure aus Politik und Wirtschaft mit Gründerinnen und Gründern zu vernetzen, lädt der Bundesverband Deutsche Start-ups e.V. vom 13. bis zum 15. April zur „Venture Week“. Die dreitägige Online-Veranstaltung soll zum Netzwerken dienen, Start-ups auf anstehende Finanzierungsrunden vorbereiten, einen Überblick über aktuelle Finanzierungstrends und die Gelegenheit zum Austausch geben.
Insgesamt wird es in den drei Tagen mehr als 30 kuratierte Sessions mit namhaften Speakerinnen und Speakern geben. Hier geht es zur Anmeldung.
pt-magazin.de

LeanIX übernimmt Cleanshelf: Das Bonner Startup LeanIX ist darauf spezialisiert Unternehmen einen Überblick über die eingesetzten Softwarelösungen innerhalb der eigenen Organisation zu bieten. Passend zu dieser Kernkompetenz übernimmt LeanIX das US-Startup Cleanshelf. Dieses hilft Unternehmen dabei, einen Überblick über Software-Abonnements zu behalten. Viele Unternehmen nutzen Software-as-a-Service-Lösungen en masse. Dabei werden Verträge oft automatisch verlängert. Cleanshelf informiert über bestehende Vertrage und Vertragserneuerung. LeanIX-Gründer André Christ ist zufrieden vom Deal: LeanIX kann mit der Expertise von Cleanshelf automatisierte Lösungen für die bestehenden Künden verbessern und erhält Zugang zu einem neuen Kundenstamm.
rp-online.de

Kurzmeldungen

  • Stripe ist die neue Nummer 1 im Silicon Valley nzzas.nzz.ch
  • “Ich bin enttäuscht vom deutschen Mittelstand” deutsche-startups.de
  • Augsburger Start-up: TV-Werbung für Mittelstand zugänglich machen b4bschwaben.de
  • Startup-Finanzierung: Business-Angels, digitalisiert euch! t3n.de
  • Frauen in der Startup-Szene: Sie investieren in die Zukunft handelsblatt.com

CASE DES MONATS

Tandemploy erleichtert Jobsharing: Als Jana Tepe und Anna Kaiser Tandemoloy 2013 gründeten, war ihre Idee revolutionär: Mithilfe ihrer Software helfen sie Unternehmen Jobsharing leicht zu organisieren. Sie wollen die Arbeitswelt flexibler und menschlicher machen. 2015 wurden sie in den Microsoft Accelerator aufgenommen, wenig später stieg die Schörghuber Unternehmensgruppe in das Startup ein. Die Gründerinnen zählen mittlerweile namenhafte Unternehmen wie SAP und Lufthansa zu ihren Kunden. Durch die Corona-Pandemie erfuhren sie zusätzlichen Auftrieb. Ihr Ziel für 2021: Weiter wachsen!
businessinsider.de, handelsblatt.com

ZITAT DES MONATS

Ich sehe in vielen Firmen, dass sie die ersten Schritte wagen. In großen Unternehmen beginnen Führungskräfte über eine andere Art der Zusammenarbeit nachzudenken und werden darin trainiert. Sie schaffen Führungskräfte nicht ab, sie behalten sie bei, aber die agieren anders, etwa mit empowermentorientierter Führung.
Carsten Schermuly, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule SRH Berlin, sieht erste New-Work-Tendenzen in deutschen Unternehmen.
heise.de

ZAHL DES MONATS

Fünf von sechs Start-up-Gründern in Deutschland sind Männer. Um das zu ändern, haben der Bundesverband Deutsche Start-ups und der Digitalverband Bitkom die Initiative „startupdiversity“ gegründet.
handelsblatt.com

NETZWERK DES MONATS

futureSAX verbindet Gründer, Innovatore und Investoren: futureSAX ist die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen und hilft Gründerinnen und Gründern seit 20 Jahren dabei die richtigen Netzwerke zu finden. Das futureSAX-Ökosystem verbindet Investoren und Business Angels mit Partnern aus dem Mittelstand und jungen Startups. Zusätzlich können Gründerinnen und Gründer vom Mentoring-Pool profitieren und erhalten Sichtbarkeit durch den Sächsischen Innovationspreis.
futuresax.de

OLDSCHOOL

Prinz Harry wird Startup-Mitarbeiter: Nachdem Prinz Harry dem britischen Königshaus den Rücken gekehrt hat, hat er einen neuen Job: Er wird Chief Impact Officer (CIO) beim US-Startup Better Up. Prinz Harry soll das Unternehmen bei der Produktstrategie und dem Management von Unternehmensspenden beraten. Better Up fokussiert sich auf Life-Coaching, Mitarbeitermotivation und mentale Gesundheit.
golem.de

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