KW 47: Ablehnung des geplanten EU-Verschlüsselungsverbot, Weltweit größtes Freihandelspakt unterzeichnet, Bundesbank rechnet mit einem schwachen vierten Quartal für die deutsche Wirtschaft

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Ablehnung des geplanten EU-Verschlüsselungsverbot: Der Deutsche Mittelstand lehnt das geplante EU-Verschlüsselungsverbot ab. Mit dem Plan, sichere Verschlüsselung abzuschaffen und alle Betriebe zur Hinterlegung von Generalschlüsseln zu zwingen, riskiere Brüssel erhebliche Kollateralschäden, erklärt Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft Markus Jerger. „Dem Missbrauch von Persönlichkeitsrechten und Betriebsgeheimnissen würde Tür und Tor geöffnet.“ Der EU-Ministerrat werde daher dringend aufgefordert, diesen Entwurf zurückzuweisen. Auch Oliver Grün, Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand und Präsident des IT-Mittelstand-Europaverbandes „European Digital SME Alliance“ schließt sich dieser Forderung an. Ein sicheres System würde auf diese Weise nachhaltig geschwächt.
wallstreet-online.de

Weltweit größtes Freihandelspakt unterzeichnet: Auf dem virtuellen Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft „Asean“ hat China gemeinsam mit 14 weiteren Staaten das weltgrößte Freihandelsabkommen bekannt gegeben. Neben Vietnam, Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, Philippinen, Myanmar, Brunei, Laos und Kambodscha sind auch Japan, Australien, Südkorea und Neuseeland Teil des Freihandelsabkommens. Acht Jahre haben die Verhandlungen zum Pakt über die „regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft“ (RCEP) gedauert. Es umfasst 2,2 Milliarden Menschen und rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung: Handel, Dienstleistungen, Investitionen, E-Kommerz, Telekommunikation und Urheberrechte. Die Vertragsstaaten profitieren von verringerten Zölle und gemeinsamen Handelsregeln.
dw.com, handelsblatt.com, tagesspiegel.de

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Bundesbank rechnet mit einem schwachen vierten Quartal für die deutsche Wirtschaft: Aufgrund der erneuten wirtschaftlichen Einschränkungen und temporären Betriebsschließungen im November rechnet die Bundesbank mit einer stagnierenden oder sogar zurückgehenden Wirtschaftsleistung für das letzte Quartal. Nach Einschätzungen der Behörde sei ein Einbruch wie im Frühjahr 2020 nach jetzigem Stand dennoch nicht wahrscheinlich. Die Experten schätzen einen erneuten Anstieg der Kurzarbeit und ein über das gesamte Jahr betrachtet starkes Ansteigen der Staatsverschuldung. Diese würden aber schon in den nächsten beiden Jahren wieder zurückgehen. “Die jüngsten Fortschritte bei der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes geben die Hoffnung, dass dies bald leichter fällt,” wie die Experten schreiben.
de.reuters.com, spiegel.de, rp-online.de

„Neustarthilfe“ für Solo-Selbstständige: Die Bundesregierung plant Solo-Selbstständige mit einem einmaligen Zuschuss von bis zu 5000 Euro zu unterstützen. Betroffene etwa aus dem Kunst- und Kulturbereich sollen von diesem Betrag für Dezember 2020 bis Juni 2021 profitieren. Solo-Selbstständige, die keine Fixkosten geltend machen und ihr Einkommen vorwiegend aus selbstständiger Tätigkeit beziehen, können entsprechend einen Anspruch geltend machen. „Mit der Neustarthilfe erhalten Solo-Selbstständige eine Sonderunterstützung von einmalig bis zu 5000 Euro“, erklärte Finanzminister Olaf Scholz. Zusätzlich zu den 14 Milliarden Euro, die die Bundesregierung für die Novemberhilfen vorsieht, rechnet das Finanzministerium für das Gesamtpaket der Überbrückungshilfen III mit Kosten von mehr als 20 Milliarden Euro.
faz.net

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#IKPK20 – Und es hat auch „zoom“ gemacht: Eine internationale Konferenz in Corona-Zeiten? Challenge Accepted! Attention Media hat die Internationale Konferenz für politische Kommunikation 2020 begleitet und für den reibungslosen Ablauf von Livestreams, hybriden Diskussionen und Talks mit Gästen aus aller Welt gesorgt. Wie geht das? Das erfahren Sie hier: linkedin.com

Israelisches Fintech-Start-up will Banken durch KI ersetzen: Der israelische Unternehmer Amnon Shashua will Banker durch Computer und Künstliche Intelligenz (KI) ersetzen. Das im März gestartete Pilotprojekt „First Digital Bank“, bei dem Künstliche Intelligenz das Kerngeschäft von Bankern übernehmen und beschleunigen sowie effizienter machen soll – prüft Kreditgesuche, überwacht Transaktionen und trifft Anlageentscheidungen. Gründer Shashua sieht sein Start-up nicht als klassische Digitalbank, sondern als Technologieunternehmen mit einer Banklizenz. Bis Ende des nächsten Jahres soll der Betrieb aufgenommen und binnen vier Jahren schwarze Zahlen geschrieben werden.
handelsblatt.com

 

Kurzmeldungen

  • Mehr und mehr Unternehmen setzen KI ein – doch nur die wenigsten machen damit mehr Gewinn gq-magazin.de
  • Sicherheitslücke bei Windows-Systemen t3n.de
  • Studie: Ressourcenmangel größtes Problem beim industriellen IoT-Einsatz heise.de
  • Die größten Anlagen für grünen Wasserstoff entstehen in Norddeutschland faz.net
  • Finanzblasen verhindern: Ein Rettungsplan für die deutsche Wirtschaft btc-echo.de
  • Joe Kaeser senkt zum Abschied erstmals die Siemens-Dividende manager-magazin.de

RAT UND TAT

„SocialNatives“ will den Mittelstand für Generation Z sichtbar und attraktiv machen: Mit ihrem Start-ups „SocialNatives“ wollen die Jungunternehmer Viet Pham Tuan und Norbert Nagy deutsche mittelständische Unternehmen engagierte junge Mitarbeiter zu gewinnen.  Die beiden Gründer stammen aus Unternehmerfamilien und kennen die Herausforderung des Fachkräfte- und Azubimangels vieler Unternehmen. Dabei wollen sie die Art des Recruitings revolutionieren und den Mittelstand sichtbar und attraktiver machen.  Über Social Media Plattformen und Personalmarketing will das Start-up über die Arbeitskultur in mittelständischen Unternehmen informieren und diese gezielt fördern. Damit Unternehmen gezielt die Bewerbungen von Azubis und qualifizierten Fachkräften erhalten, wird die eigene Kultur und Vorteile von mittelständischen Unternehmen an Generation Z über moderne Performance Marketing Strategien an die richtige Zielgruppe kommuniziert. Allerdings müssten mittelständische Unternehmen auch offen für Veränderung sein: Vom Personalmarketings und Recruiting, hin zu optimalen Bewerbungsprozessen und Führung der jungen, digitalen Generation.
wirtschaft-tv.com

Bitkom-Studie: Corona wird als Digitalisierungstreiber der deutschen Wirtschaft angesehen: Die Akzeptanz der mit Digitalisierung verbundenen Maßnahmen durch die aktuelle Corona-Pandemie hat einen Schub erfahren. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Bei grundsätzlichen Fragen der Digitalisierung sehen 97 % der Unternehmen diese als Chance für das eigene Geschäft. Auch sei die Bedeutung der technologischen Transformation im Zuge der Corona-Krise für 84 Prozent gestiegen.  Dennoch stellen Datenschutzfragen für 69 Prozent der befragten Unternehmen die größte Herausforderung dar, ebenso die Anforderungen an technische Sicherheit (58 Prozent) und fehlender Fachkräfte (55 Prozent). Bitkom warnt aber auch vor einer tieferen Spaltung in der deutschen Wirtschaft, da weitestgehend Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern Investitionen digitaler Technologien vornehmen könnten. Nur zehn Prozent der kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern würde solche Investitionen tätigen. faz.net

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KI scannt Emotionen in Beratungsgesprächen: Christian Dimanski, Unternehmer der Firma Mataono, hat eine  Software entwickelt, mit der Kundenberater sich besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Kunden fokussieren können. Die auf künstlicher Intelligenz basierende Software soll Beratern helfen, die Beratung und Dokumentation in Kundengesprächen zu meistern.  Dabei werden über eine Kamera die Emotionen der Kunden gescannt und die Software erkennt objektiv das bevorzugte Produkt des Kunden und kann auf diese Weise für zu einem zufriedenstellenden Gespräch beitragen.
n-tv.de

Bosch-Studie: Deutsche stehen KI mehrheitlich positiv gegenüber: 53 Prozent der Deutschen bewerten den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) als positiv. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Bosch-Studie. Gleichzeitig sind dennoch 36 Prozent der Technologie negativ eingestellt. Unterschiedliche Meinungen spiegeln sich vor allem in den verschiedenen Branchen wider. In der Industrie ist der Einsatz von KI von mehr als 60 Prozent erwünscht, während KI-Technologien in der Krankenpflege oder bei der Anlageberatung von nur 31 Prozent befürwortet werden.  Weiterhin fordern zwei Drittel der Befragten, dass KI nur dem Allgemeinwohl dienen dürfe.
it-production.com

AUS GESPROCHEN

Es werden mit Sicherheit mehr als die zehn Milliarden, die wir bisher diskutiert haben. Es ist wichtig, dass nun Antragstellung und erste Auszahlungen noch im November möglich werden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant höhere November-Hilfen.
de.reuters.com

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AUS DER REIHE

Guinness ruft „Guinness 0.0“ zurück: Der Getränkekonzern Diageo, zu dem die seit 1759 bestehende Guiness-Brauerei in Dublin gehört, musste sein neues alkoholfreies Guinness-Bier zurückrufen, einschließlich bereits ausgelieferter Dosen in Großbritannien. Grund hierfür waren potenziell gefährliche Bakterien. Eine „mikrobiologische Kontaminierung“ könnte sie für Verbraucher unsicher machen, wie die Brauerei mitteilte. Ein ärgerlicher Fehlstart für die vierjährige Entwicklung des „Guinness 0.0“.
faz.net