KW 46: KI-Forschungszentrum für den Mittelstand, Schwere Zeiten für den Mittelstand, Chancen für bayerische KMUs in China

In eigener Sache: Der Blick über den Tellerrand: mittelstandsperspektiven.de bietet Nachrichten aus Deutschland und Europa mit Zahlen, Daten und Fakten zur Mittelstandspolitik. Für unsere Leserinnen und Leser in Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren wir ab sofort mit NORDWIRTSCHAFT.DE, einer – wie der Name schon sagt – digitalen Plattform für die Wirtschaft im Norden. Dort liegt Stärke in der Verzahnung der regionalen Wirtschaft. Gemeinsam berichten wir über aktuelle Diskussionen und Entwicklungen in Politik, Institutionen und Verbänden. In der im südlichen Schleswig-Holstein erscheinenden „Holsteiner Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht darüber hinaus unser „Mittelstandsperspektiven“-Chefredakteur Thomas Philipp Reiter zukünftig regelmäßig eine Wirtschaftskolumne. Weitere Kooperationen in anderen Wirtschaftszentren Deutschlands werden folgen, denn Mittelständler wissen: Stillstand ist Rückschritt.

Ihr
Thomas Philipp Reiter


AUS POLITIK UND MITTELSTAND

KI-Forschungszentrum für den Mittelstand: Mit dem KI-Forschungszentrum „Lernende Systeme“ am Cyber Valley in Baden-Württemberg soll die Technologie auch für den Mittelstand zugänglich werden. Die neue Einrichtung, die bis 2022 vom Land Baden-Württemberg sowie vom Fraunhofer Institut finanziert wird, soll am Alltag der Mittelständler ansetzen und einen am Menschen orientierten Einsatz fördern. „KI muss zunächst verstanden werden und sich in die Prozesse der Unternehmen integrieren lassen“, erklärte Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, anlässlich des Beschlusses der Organisation, beim Forschungszentrum einzusteigen. Mittelständische Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten in „Quick Checks“ zu überprüfen, ob und inwiefern Künstliche Intelligenz in ihrem Geschäftsmodell Anwendung finden kann, auch der Austausch zu Experten soll gefördert werden.
faz.net

Schwere Zeiten für den Mittelstand: Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, heißt es oft. Die Frage ist, wie lange das noch gilt. Denn aktuelle Zahlen einer Bertelsmann-Studie geben Anlass zur Sorge. Gerade in Sachen Produktivität hinken die kleineren Unternehmen den großen hinterher. Diese können mit dem gleichen Arbeitseinsatz immer mehr produzieren. Die Politik hat dahingehend bereits reagiert. Zum 1. Januar tritt ein Gesetz in Kraft, das die Innovationsforschung finanziell fördern soll. Das Gesetz ist jedoch umstritten. Kritiker monieren, dass das Gesetz Großunternehmen genauso gefördert werden, wie kleine und mittelständische Unternehmen. In Sachen Wettbewerbsfähigkeit würde das Rückgrat der Wirtschaft somit nicht gestärkt werden.
welt.de

Chancen für bayerische KMUs in China: Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist mit einer Delegation nach China gereist. Dabei wurde er von 50 Unternehmerinnen und Unternehmern begleitet. Ziel der Reise war die Vertiefung der bayerisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen gerade auch für KMUs. „Ein wichtiges Ziel der vertieften Partnerschaft ist es, neben großen nun auch kleinen und mittleren bayerischen Unternehmen den Zugang zu diesem interessanten Markt zu ermöglichen“, bekräftigte Aiwanger.
mittelstandinbayern.de

Milliardenschaden durch Cyber-Kriminalität: Kein Unternehmer kommt mehr um das Thema Cyberkriminalität herum. Der Digitalverband Bitcom hat in einer Studie versucht den Schaden durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage zu beziffern. Das Ergebnis: Jährlich entsteht der deutschen Wirtschaft ein Gesamtschaden von 102,9 Milliarden Euro. Damit hat sich der Schaden im Vergleich zu von vor zwei Jahren verdoppelt. Drei von vier Unternehmen wurden in den letzen zwei Jahren von Opfer von Angriffen. 13 Prozent vermuten dies zumindest.
industrie.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Bundestag: Fachgespräch zu Mittelstand im ländlichen Raum gabot.de
Vernetzung: Cloud-Perspektiven für den Mittelstand it-zoom.de
Rechtliches: Die neuen Erbschaftsteuerrichtlinien 2019 sind da! markt-inter.de


RAT UND TAT

Junge Ingenieure begeistern: Im Kampf um junge Fachkräfte müssen sich Mittelständler nicht vor Großunternehmen verstecken. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Karriereplattform get in Engineering, die junge MINT-Nachwuchskräfte zu ihren Erwartungen an den Berufseinstieg befragt hat. Mit 1.000 Befragten handelt sich dabei um eine der größten Erhebungen in dieser Berufsgruppe. Auf die Frage, was ihnen am wichtigsten in einem Job sei, gaben 55,8 Prozent „Gute Entwicklungsmöglichkeiten“ an, gefolgt von „flexiblen Arbeitszeiten“ und „netten Kollegen“. An KMUs schätzt der Nachwuchs vor allem das familiäre Umfeld.
automationspraxis.de

Lieferanten als Risiko: Unternehmen müssen viel investieren, um sich gegen Cyberangriffe zu schützen. Das größte Risiko stellen dabei Lieferanten und Kunden dar, die firmeneigene Netzwerke nutzen. Das heißt, dass ein Unternehmen leichter als gedacht zu Opfer eines Angriffes werden können. Es heißt aber auch, dass Angriffe über ihre Schwachstellen ausgeführt werden können. Für Kooperationen ist das fatal.
mittelstand-nachrichten.de

Digitalisierung und Mittelstand: Jedes Jahr befragen die Unternehmensberater von EY Führungskräfte in Firmen, wie sie zur Digitalisierung stehen. Dabei hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Noch vor drei Jahren gaben die meisten Unternehmen an, Digitalisierung sei ihnen weitestgehend egal. Das hat sich gewandelt. Zwei Drittel geben nun an, Digitalisierung spiele für ihr Geschäftsmodell eine Rolle. Und zumindest drei Viertel betrachten die Entwicklung sogar als Chance, nicht als Bedrohung.
capital.de

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AUS GESPROCHEN

„Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50 Prozent oder mehr, dass sich die Regierungsverhältnisse irgendwann zwischen November und Februar ändern, dass wir eine neue Koalition, eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen bekommen.”

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer sieht die GroKo trotz Einigung bei der Grundrente auf der Kippe stehen.
spiegel.de


AUS DER REIHE

Plakette für IT-Sicherheit: Auf der Cybersecurity-Konferenz des Handelsblatts haben sich führende Experten für die Einführung einer IT-Sicherheitsplakette eingesetzt. Dadurch könnten Kunden und Unternehmen besser einschätzen, wie es beim Gegenüber um die Sicherheit seiner Infrastruktur bestellt ist. Gleichzeitig könnten auch Produkte mit einem solchen Siegel ausgezeichnet werden. Wer mehr in seine Sicherheit investiert, würde so belohnt werden. Die Siegel könnten beispielsweise in Form von QR-Codes angebracht werden.
handelsblatt.com