KW 46: KfW verdoppelt Kreditvolumen, Wirtschaftsweise stellen Bundesregierung positives Zwischenzeugnis aus, Regierung treibt Umwandlungsverbot von Mietwohnungen voran

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

KfW verdoppelt Kreditvolumen – Rekordniveau durch Corona-Krise: Aufgrund der starken Nachfrage nach Corona-Hilfen hat die staatliche Förderbank KfW ihre Fördermittel ausgeweitet. In den ersten neun Monaten 2020 habe sich das Fördervolumen auf 109,1 Milliarden Euro verdoppelt, teilte das Institut am Mittwoch mit. Das Zusagevolumen habe sich wegen starker Nachfrage nach Corona-Hilfen sogar nahezu verdreifacht auf 89,8 Milliarden Euro. Bis Ende September haben 90.000 Unternehmen die Corona-Kredite der KfW beantragt. 99 Prozent wurden von kleinen und mittelgroßen Firmen gestellt.650 junge wachstumsorientierte Start-Ups wurden mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert.
wiwo.de

Wirtschaftsweise stellen Bundesregierung positives Zwischenzeugnis aus: Am Mittwoch haben die sogenannten fünf Wirtschaftsweisen ihr Jahresgutachten 2020 offiziell an Kanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier übergeben. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass der Sachverständigenrat für dieses Jahr lediglich mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um 5,1 Prozent rechnet. Die Prognose der Wirtschaftsweisen fällt damit um einiges optimistischer aus als die der Regierung. Letztere erwartet derzeit ein Minus von 5,5 Prozent. Im Bericht stellen die fünf Mitglieder des Sachverständigenrates der Regierung ein in Anbetracht der Umstände gutes Zeugnis aus. Die Politik habe in der Krise rasch und entschlossen gehandelt und sorge allein durch ihr Konjunkturpaket die Wirtschaftsleitung in diesem und im folgenden Jahr zusammen um 1,1 bis zwei Prozent. Letztlich bleibe die Prognose aber abhängig von einer Erholung der Märkte in der EU, Amerika und China.
faz.net

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Regierung treibt Umwandlungsverbot von Mietwohnungen voran: In vielen deutschen Großstädten werden nicht nur die Mieten immer teurer, es besteht zudem ein hohes Risiko, aus dem Mietverhältnis mittels Eigenbedarf gekündigt zu werden. Dies will die Regierung nun doch ändern und Mieter künftig besser schützen. Mit einem Gesetzentwurf soll die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert werden: In Stadtteilen oder Gebieten mit hohen Mieten und wenig Wohnraum müssen solche Umwandlungen künftig von örtlichen Behörden genehmigt werden. Von der Regelung kann abgewichen werden, wenn Eigentümer Wohnungen an Familienmitglieder zur eigenen Nutzung verkaufen. Das hat das Kabinett am Mittwoch beschlossen. Nun muss der Bundestag noch abstimmen. Der Deutsche Mieterbund befürwortete die Pläne, kritisierte gleichzeitig aber die noch bestehenden Gesetzeslücken. Der Eigentümerverband Haus und Grund warf der Regierung ein wohnungspolitisches Täuschungsmanöver vor.
spiegel.de, <a

Zweite Corona-Welle drückt Stimmung im deutschen Mittelstand: Die erneut steigenden Corona-Infektionszahlen und der für November beschlossene Teil-Lockdown in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern haben die Stimmung in mittelständischen Unternehmen getrübt. Das KfW/Ifo-Barometer sank im Oktober leicht, ausweislich der KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib liege dies ausschließlich an den schlechteren Erwartungen für den Monat November. Bei großen und mittelständischen Industriebetrieben hellte sich die Stimmungslage hingegen auf – Grund dafür sind die steigenden Exporte in die wichtigen Abnehmerländer USA und China. n-tv.de

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Weitere Insolvenzwelle im Einzelhandel droht: Der Kreditversicherer Euler Hermes warnte angesichts der weiter steigenden Zahlen der Corona-Infektionen und der damit einhergehenden ökonomischen Maßnahmen vor einem steilen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Für bis zu 40.000 Unternehmen prognostizierte der Leiter für Insolvenz- und Branchenprognosen von Euler Hermes, Maxime Lemmerle gegenüber Merkur.de bis Ende 2021 die Zahlungsunfähigkeit. Der Deutschland-Chef des Kreditversicherers, Ron van het Hof, warnte, die für den Einzelhandel traditionell umsatzschwache Zeit zwischen Januar und März könnte für einige Firmen eine Zerreißprobe darstellen. Die jetzigen Maßnahmen treffen eine Branche, die ohnehin mit großen strukturellen Herausforderungen kämpft und bereits im Frühjahr hart getroffen wurde. Von Januar bis September zählte Euler Hermes acht Großinsolvenzen im Modehandel – darunter namenhafte Unternehmen wie Galeria Karstadt Kaufhof.
href=“https://www.merkur.de/wirtschaft/coronavirus-pandemie-pleitewelle-euler-hermes-wirtschaft-folgen-deutschland-krise-auswirkungen-existenz-zr-90090927.html“>merkur.de

Kurzmeldungen

  • Sachsen richtet Beteiligungsfonds für Mittelstand ein lvz.de
  • Familienunternehmen greifen nur selten auf staatliche Soforthilfen zurück manager-magazin.de
  • IT-Mittelstand in Sorge wegen Teil-Lockdown it-daily.net
  • DDW-Mittelstandsranking mit vielen Veränderungen die-deutsche-wirtschaft.de
  • Maschinenbauunternehmen Mauser-Werke geht unter Schutzschirm econo.de

RAT UND TAT

Bundesregierung verlängert Hilfspaket für Mittelstand: In Anbetracht der sich abzeichnenden zweiten Corona-Welle und ihrer ökonomischen Auswirkungen hat die Bundesregierung das Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW für kleine und mittlere Unternehmen verlängert. Wie das Bundeswirtschaftsministerium, das Finanzministerium und die staatliche Kreditbank KfW mitteilten, werde das Programm bis zum 30. Juni des kommenden Jahres fortgesetzt. Beim Sonderprogramm der KfW haftet die Bank zu 80 bis 90 Prozent für die Kredite, während der Bund die Garantie übernimmt. Auch das Schnellkreditprogramm der KfW verlängert sich bis zum 30. Juni.
n-tv.de

Wie smarte Tools bei der Budgetplanung helfen können: Mithilfe digitaler Anwendungen lassen sich alltägliche Betriebsabläufe produktiver gestalten. Insbesondere bei der Budgetplanung können smarte Tools eine wichtige Effizienzsteigerung bedeuten. Bei der Vielzahl der Anbieter auf dem Markt können sie sich aber auch als Kostentreiber entpuppen. Um diese zu umgehen, bietet sich ein Vorgehen in vier Schritten an: Bedarfsüberprüfung, Kostentranzparenz schaffen, Faustregel für den Auswahlprozess beachten und die Tools vor Implementierung in kleinen Teams testen. Unter dieser Maxime können sich digitale Tools als echte „Game Changer“ erweisen.
marktundmittelstand.de

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KI in mittelständischen Unternehmen sinnvoll einsetzen: In einer Umfrage des Fraunhofer IML geben über 60 Prozent der Unternehmen an, dass für sie Maschinelles Lernen in den nächsten drei Jahren sehr relevant wird. Allerdings fürchten rund die Hälfte der Befragten, am fehlenden Know-How zu scheitern. Wenn ein Unternehmen die Vorteile maschinellen Lernens für sich nutzen will gilt es, einen Schwerpunkt auf die Punkte „Einführung“, „Umsetzung“, „personelle Ressourcen“ und „intelligente Daten“ zu legen. Laut Martin Friedrich, Senior Scientist, Fraunhofer IML, nimmt das Thema „Daten“ allerdings die Hauptzeit bei Implementierung KI-basierter Systeme in das eigene Unternehmen ein. Sobald die Datengrundlage geschaffen sei, ließen sich maschinelle Lernprojekte relativ schnell und einfach umsetzen.
produktion.de

Gefahr von psychischen Problemen in der Corona-Krise bei KMU besonders hoch: Besonders Selbstständige sind während der Corona-Pandemie von psychischen Erkrankungen betroffen. Der Psychologe Ulrich Stangier hat am Institut für Psychologie der Universität Frankfurt ein Corona-Krisentelefon geschaltet. Er berichtet von Anrufern mit Zukunftsängsten, Schlafstörungen und Einsamkeit. Unternehmer und Selbstständige würden häufig Hemmungen besitzen, sich psychische Belastungen einzugestehen. Deshalb befürchtet Stangier, dass die große Welle von Selbstständigen mit psychischen Problemen noch kommen werde.
marktundmittelstand.de

AUS GESPROCHEN

„Es lohnt sich nicht, aus dieser Frage einen Kulturkampf zu machen. Ein Rechtsanspruch von 24 Tagen Homeoffice im Jahr würde nicht überfordern. Ich fände es auch in Ordnung, wenn die Sozialpartner das untereinander regelten. Im Detail müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer das in den Betrieben ohnehin tun.“

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, hält ein Gesetz für ein Recht auf Homeoffice nicht für zwingend erforderlich.
rnd.de

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AUS DER REIHE

Arbeitsgericht verwehrt Betriebsräten Recht auf Drehstühle: Sowohl das Arbeitsgericht Ludwigshafen als auch Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz haben unabhängig voneinander entschieden, dass Betriebsratsgremien keine Ausstattung zustehe, die über dem Niveau des Unternehmens liegt. Zuvor hatte die Arbeitnehmervertretung eines Getränkeherstellers in Rheinland-Pfalz auf drehbaren Bürostühlen mit Armlehnen für alle Mitarbeiter bestanden. Schließlich sei bei langen Sitzungen auf derart unflexiblem Gestühl mit gesundheitlichen Schäden zu rechnen. Dem widersprachen die Gerichte nun. Der Betriebsrat habe sich „bei seiner Entscheidung allein von übersteigerten Komforterwägungen leiten lassen“.
spiegel.de