KW 38: Deutsche wird Chefin der europäischen Wertpapieraufsicht, Maskenpflicht und Homeoffice – Firmen wappnen sich für den Corona-Herbst, Deutsche Bahn – GDL scheitert mit Klage gegen Tarifeinheit

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Deutsche wird Chefin der europäischen Wertpapieraufsicht: Sie galt bereits als Favoritin. Die Deutsche Verena Ross wird neue Chefin der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA. Am Mittwoch einigten sich die Europäischen-Mitgliedsstaaten auf die 53-Jährige. Das EU-Parlament, das sich längst für mehr Frauen an der Spitze von Aufsichtsbehörden einsetzt, muss noch grünes Licht für die Personalie geben. Als Präsidentin der Bonner Finanzaufsichtsbehörde BaFin war Ross zuletzt auch im Gespräch. Zudem arbeitete sie früher für die britische Finanzaufsicht. Bei der ESMA setzte sie sich in einem monatelangem Verfahren gegen Carmine di Noia von der italienischen Wertpapierbehörde Consob durch, der lange als Favorit galt.
wiwo.de, deutschlandfunk.de

Maskenpflicht und Homeoffice – Firmen wappnen sich für den Corona-Herbst: Die noch zu geringe Corona-Impfquote lässt manche Experten sorgenvoll auf den Herbst blicken. Um gut durch die Jahreszeit zu kommen, müssen sich Betriebe dementsprechend darauf vorbereiten. Wie sich das Pandemiegeschehen im Herbst und Winter entwickeln werde, bleibe schwer vorhersehbar, sagt Gunnar Kilian, der Konzernpersonalvorstand von VW. Bei Adidas können die Mitarbeiter seit Anfang Juli auf freiwilliger Basis wieder auf dem Campus in Herzogenaurach arbeiten. Siemens empfiehlt der Belegschaft weiterhin im Homeoffice zu arbeiten, wenn dies möglich ist, und auch Dienstreisen auf das nötige Minimum zu reduzieren. Die Telekom hat ihre Homeoffice-Empfehlung im Juli beendet. Eine Umfrage unter DAX-Konzernen zeigt jedoch, dass die Fünf-Tage-Woche im Büro vorerst nicht wiederkommen wird. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, zeigt zudem, dass immer mehr Unternehmen Stellen mit der Option auf Homeoffice ausschreiben.
tagesschau.de, sueddeutsche.de, faz.net

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Im Bundestagswahlkampf werden sie wieder hitzig debattiert! Kommt die große Steuerreform? Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

Deutsche Bahn – GDL scheitert mit Klage gegen Tarifeinheit: Die Lokführergewerkschaft GDL hatte mit ihrem Vorgehen gegen die Tarifeinheit bei der Deutschen Bahn vor dem Arbeitsgericht Berlin keinen Erfolg. Das Gericht wies die Klage der GDL gegen den Arbeitgeberverband der Bahn zurück. Die Gewerkschaft wollte damit erreichen, dass der Verband auf Unternehmen der Bahn einwirkt, damit diese von der GDL abgeschlossene Tarifverträge weiter auf ihre Mitglieder anwenden. Das Tarifeinheitsgesetz (TEG) sieht zudem vor, dass bei zwei Gewerkschaften in einem Betrieb nur die Tarifregelungen der größeren Arbeitnehmervertretung verwendet werden.
tagesschau.de, spiegel.de, welt.de

Stihl holt wieder einen Ex-Bosch-Manager als Vorstandschef: Der Sägen- und Gartengerätehersteller Stihl hat eine externe Nachfolge gefunden. Michael Traub, tritt am 1. Februar 2022 als Vorstandschef die Nachfolge von Bertram Kandziora an, der wie schon angekündigt kurz vor seinem 66. Geburtstag mit Auslauf seines derzeitigen Vertrags in den Ruhestand geht. Traub hat genau wie Kandziora vor seinem Engagement viele Jahre für den Bosch-Konzern in der Hausgerätesparte gearbeitet. Die beiden Manager kennen sich zudem schon seit Längerem. Man freue sich, einen sehr erfahrenen und kompetenten Vorstandsvorsitzenden für das Familienunternehmen zu gewinnen, sagte Gründerenkel sowie Beirats- und Aufsichtsratschef Nikolas Stihl. Traub habe nicht nur umfassende Erfahrungen im Führen großer Geschäftseinheiten auf diversen Kontinenten, sondern auch in Produkt- und Vertriebsthemen, der IT, bei Smart Solutions und in der Start-up-Welt.
handelsblatt.com

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Ifo-Chef verlangt Reform des Ehegattensplittings: Je größer die Gehaltsunterschiede, desto mehr Vorteile. Das Ehegattensplitting befördert eine traditionelle Rollenverteilung. Jetzt sprach sich Ifo-Präsident Clemens Fuest für eine Erneuerung aus. Aus ökonomischer Sicht setze das Ehegattensplitting für die Zweitverdiener, in der Regel Frauen, starke Anreize, nicht erwerbstätig zu sein oder eine Teilzeitstelle anzunehmen und sich stattdessen auf Haushaltsarbeit und Kindererziehung zu konzentrieren, sagte der Chef des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts. Das sogenannte „Realsplitting“, passe besser zu modernen Lebensmodellen.
spiegel.de, tagesschau.de

Kurzmeldungen

Reputation in der PR: Große Abweichung zwischen Anspruch und Wirklichkeit tagesspiegel.de
Digitalisierung im Mittelstand: Deshalb brauchen wir eine Kultur des Lernens news.microsoft.com
Klimaziele verfehlt: Deutsche Regierung investiert weitere Milliarden in Gebäudesanierung spiegel.de
Gas- und Strompreise steigen massiv: Energiekrise bedroht Europas Wirtschaft n-tv.de
Vonovia: Kaufofferte auf Deutsche-Wohnen-Tochter GSW erweitert manager-magazin.de

RAT UND TAT

Gebrauchte Luxusmode floriert: Vestiaire Collective, den Namen haben sich internationale Investoren scheinbar gut gemerkt. Im März hatte schon eine Summe von knapp 180 Millionen Euro dafür gesorgt, dass Vestiaire als Anbieter von ausgewählter Secondhand-Mode zum französischen Einhorn wurde, also zu einem Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro. Nun legen erneut zwei sehr namhafte Investoren noch mal knapp 180 Millionen Euro obendrauf. Die Bewertung liege nun bei rund 1,7 Milliarden Euro, teilte Vestiaire mit. Gründerin Fanny Moizant und der mit eigenem Geld eingestiegene deutsche Vorstandschef Maximilian Bittner haben mit Softbank einen der anerkanntesten Tech-Investoren für sich gewonnen. Außerdem zahlt Generation Investment Management Geld, ein auf Nachhaltigkeit fokussierter Investor mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore als Vorsitzendem und Gründungspartner. Die anderen bisherigen Geldgeber haben zudem erneut investiert, wie Vestiaire mitteilte. Seit Frühjahr gehört auch der Luxusgüterhersteller Kering mit fünf Prozent dazu. Bittner habe schon Anfang des Jahres mit Al Gore gesprochen, wie er im Gespräch mit dem Handelsblatt erzählte. Er sieht in den neuen Geldgebern demnach einen „Ritterschlag“ für Vestiaire Collective. Marcelo Claure, CEO der SoftBank Group International, wird künftig in den Verwaltungsrat von Vestiaire eintreten, er sieht das im Jahr 2009 gegründete Unternehmen an der Schnittstelle „mehrerer Branchentrends mit Wachstum im Luxuseinzelhandel, fortlaufender Umstellung auf online und einem aktiven Fokus auf Nachhaltigkeit“. Vestiaire hatte sich zuerst auf Designer-Secondhand-Kleidungsstücke konzentriert und auch den Authentifizierungsservice für die gebraucht noch hochpreisigen Taschen und Modestücke mitgeliefert.
handelsblatt.com

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Egym sammelt trotz Krise der Fitnessstudios weitere 41 Millionen Dollar ein: Viele Fitnessstudios haben es in Zeiten von Corona schwer, denn die Regeln ändern sich ständig, und viele Sportler lassen ihren Vertrag ruhen oder haben gekündigt. Deshalb halten sich auch etliche Betreiber mit Investitionen zurück. Das sind auch keine guten Voraussetzungen für Egym, könnte man meinen. Das Start-up hat unter anderem onlinefähige, vollautomatische Kraftgeräte im Programm. Man habe noch nie so viel Dauer-Adrenalin im Körper gehabt wie in den letzten anderthalb Jahren, sagte Egym-CEO und Mitgründer Philipp Roesch-Schlanderer. Doch das Geschäftsmodell hat sich als ausgesprochen stark erwiesen. Obwohl das Geschäft der Kunden international lange Zeit brachlag, konnte Egym die Erlöse im letzten Jahr stabil halten. Für 2021 verkündete Roesch-Schlanderer, dass das Start-up auf Wachstumskurs zurück sei. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 50 Prozent.
handelsblatt.com

AUS GESPROCHEN

Die ursprünglich für den Sommer erwartete kräftige Erholung nach Corona verschiebt sich weiter

sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
tagesschau.de

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Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

AUS DER REIHE

Kurioser Erbstreit in Sachsen – Mann will Grundstück an Hund vermachen: Bernd Engelmann ist Besitzer eines Flussgrundstückes in Löbau, in Sachsen. Dort befindet sich unter anderem eine Gaststätte. Nach Engelmanns Willen soll der Nachlass irgendwann nicht an seine nächsten Verwandten gehen. Der 71-Jährige möchte, dass sein Hund Anna den Besitz erbt. Der kuriose Plan kommt bei seinen Kindern nicht besonders gut an. Der ehemalige Gastronom führt seine tierischen Zukunfts-Pläne sogar noch weiter. Da sein Hund Anna nicht das ewige Leben habe, habe er sie von einem reinrassigen Hund aus dem tschechischen Pilsen decken lassen. Sein Erbe soll also gleich eine ganze Hundefamilie sorglos leben lassen. Wie und warum Bernd Engelmann auf die Idee kam, sein Erbe seinen tierischen Freunden zu vermachen, ist nicht bekannt.
volksstimme.de