KW 37: Strukturhilfen für den Mittelstand, Mittelstand fordert langfristige Steuersenkungen, Politik will StartUps stärken

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Strukturhilfen für den Mittelstand: Die Corona-Pandemie versetzt viele mittelständische Unternehmen unter Druck. Problematisch dabei ist, dass nur für große Anleihen Strukturhilfen vorgesehen sind. So steht das Unternehmen für Befestigungstechnik, J. F. Behrens, kurz vor der Insolvenz. Im ersten Halbjahr war der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 12 Prozent auf 54 Millionen Euro gesunken, und zwar hauptsächlich im April. Zwei Anleihen, von denen die eine ein Volumen von 16 Millionen Euro hat, stehen Behrens noch aus. Eine sei im November fällig. Eine Garantie aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) war nicht möglich, weil diese erst für Anleihevolumina ab 100 Millionen Euro vorgesehen ist. Im Juli hat das Unternehmen dennoch einen Antrag auf Garantieunterlegung gestellt und hofft die zweite Anleihe in einstelliger Millionenhöhe zu erhalten.
faz.net

Mittelstand fordert langfristige Steuersenkungen: Damit Deutschland wieder aus der Krise kommt, fordert der Bundesverband mittelständische Wirtschaft die “Agenda 2025” ein. Mit der Agenda Agenda 2025 sollen Krisenbewältigung und Zukunftsstrukturpolitik verbunden werden, erklärt Verbandspräsident Mario Ohoven. Prinzipiell sei die Krisenbewältigung der Regierung gut gewesen, doch man müsse den Blick nun nach vorne richten. Die Politik müsse die Wachstumskräfte der Wirtschaft stärken und dürfe nicht nur auf staatliche Instrumente setzen. Hier gehe es vor allem darum in die Bildung zu invenstieren. Deutschland habe im Bildungsbereich viel zu lange geschlafen, das räche sich jetzt, erklärt Ohoven. Auch müsse man das Gründertum mit besseren Rahmenbedingungen ausgestattet werden.
rnd.de

 

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Politik will StartUps stärken: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wollen junge Unternehmen, die infolge der Corona Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, beistehen. Im Einzelfall können sie Förderungen von bis zu 25 Millionen Euro erhalten. Damit wurde die Obergrenze von 10 Millionen aufgestockt. Für Ministerpräsident Markus Söder sei es wichtig, Startups zu unterstützen, da man im nationalen und internationalen Kontext in Konkurrenz um die besten Ideen und kreativsten Köpfe in mit vielen anderen Standorten stehe. Daher seien gute Finanzierungsmöglichkeiten fundamental, um mithalten zu können.
br.de

Der Mittelstand verliert an Schwung: Obwohl das Geschäftsklima des deutschen Mittelstands im August den vierten Monat in Folge stark verbesserte, nehme das Tempo der Stimmungsverbesserung deutlich ab, wie die Chefin der staatliche Förderbank KfW Fritzi Köhler-Geib am Montag mitteilte. Besonders für die exportabhängige Industrie stünden schwere Zeiten bevor. Das Geschäftsklima der Großunternehmen habe hingegen wieder das Vorkrisenniveau erreicht.
de.reuters.com

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Weitere Änderungen des Involvenzrechts: Bisher ist die Pflicht zum Insolvenzantrag coronabedingt teilweise ausgesetzt. Nun werde sie bis Ende des Jahres für nicht mehr für zahlungsunfähige Firmen verlängert. Fraglich ist, ob nicht die Änderung nicht dazu führen könnte, dass eine Insolvenzwelle bei eigentlich gesunden Firmen eintritt. Robert Buchalik, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft, erklärt, dass bei den wenigsten Unternehmen die Überschuldung das eigentliche Problem sei. Die meisten Firmen würden wegen Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren einleiten. Ein Gesetzesentwurf liege bereits vor, das unter anderem neue Schutzschirmverfahren beinhalte.
marktundmittelstand.de

Kurzmeldungen
Privatinsolvenzen gehen langsam zurück mittelstand-nachrichten.de
Die Sparkasse in der Krise wiwo.de
Wie der Mittelstand von Frauen profitieren kann welt.de
Ablehnung der Boni-Kürzungenfaz.net
Das neue Investitionszuschussprogramm „Digital Jetzt“ mittelstand-digital.de

RAT UND TAT

Digitale Innovationen für den Mittelstand: Matthias Parlings vom Fraunhofer IML und dem Digital Hub Logistics in Dortmund hilft Mittelständlern dabei, digitale Innovationen voranzubringen. Der studierte Logistiker leitet eines der Mittelstand 4.0-Kom­petenzzentren. Als Innovationscoach entwickelt er digitale Produkte und Geschäftsmodelle. Er begleitet die von klassischen Unternehmen gegründeten digitalen Einheiten, die sog. Start-ins und versucht ihnen agile Methoden näherzubringen. Der Mittelstand sei in den vergangenen Jahren auch offener geworden. So haben KMUs schneller auf das Thema Digitalisierung reagiert als die großen Konzerne, erklärt Parlings. Die Coronakrise habe gezeigt, dass man starre Prozesse auflösen muss, um flexibler auf Veränderungen und Störungen reagieren zu können. Digitale Vernetzung sowie der Einsatz von Plattformen würden hierbei eine große Rolle spielen. Er erklärt, dass die Digitalisierung erst Robustheit bei zugleich Effizienz und niedrigen Kosten ermögliche.
dvz.de

Ricoh unterstützt KMUs bei der Digitalisierung: Der globale Anbieter von Technologie für die Transformation von Geschäftsprozessen und Informationsmanagement Ricoh hat im Rahmen eines neuen Förderprogramms „Digital jetzt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Initiative für kleine und mittelständische Unternehmen gestartet, mit dem deren Geschäftsprozesse weiter digitalisiert und automatisiert werden. Gleichzeitig wolle man bei der Beantragung und Umsetzungen helfen. Das BMWi-Programm fördert Investitionen in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung der Mitarbeiter zu Digitalthemen. Die maximale Fördersumme pro Unternehmen liegt bei 50.000 Euro, Investitionen in Wertschöpfungsketten oder -netzwerken bei 100.000 Euro. Ingo Wittrock, Director Marketing bei Ricoh Deutschland, erklärt, dass Förderprogramm eine wichtige Initiative für den Mittelstand sei. Denn man müsse sich digital und damit zukunftsfähig aufstellen. Bei der Anpassung an das ‚New Normal‘ werd es maßgeblich darauf ankommen, wie konsequent der Mittelstand auf Digitalisierung setze. Besonders in der derzeitigen Krise sei es entscheidend, strategisch zu denken und zu handeln, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein.
cebra.biz

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novalis.studio

Bessere Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und StartUps: Anstatt sich auf Differenzen zu konzentrieren, sollten KMUs und Gründer das chancenreiche Potenzial beider Ausrichtungen nutzen. Startups sind Zukunftsvisionäre, sie verkörpern digitales Know-how, frisches Image und dynamisches Denken. Das wertvolle Wissen aus jahrelanger Erfahrungen in einem Maßen, wie sie kein Startup ausweisen kann, ist das, womit sich der traditionelle Mittelstand durchsetzt. Auch mit dem umfangreichen Netzwerk und den langjährigen Kundenbeziehungen punktet der Traditionsdenker. Werde die Kompetenzen beider Seiten zusammengebracht, ziehen beide Partner von den Qualifikationen einen Nutzen: Ressourcen können gebündelt, Angebote erweitert, neue Kunden erreicht und das Risiko gestreut werden. Startups hätten erleichterte Zugänge zu Kontakten, die ihr Business unterstützen. Während KMUs durch den frischen Wind junger Gründer nicht nur einen Image-Push erhalten, sondern auch in Sachen Digitalisierung punkten.
gruenderszene.de

Langfristige und enge Partnerschaften für IT-Probleme: Für Dr. Herbert Hadler, Geschäftsführer der PSI Automotive und Industry GmbH, ist klar, dass der deutsche Mittelstand Innovationstreiber ist, der auf das Machbare abzielt und Lösungen braucht, die ihn dabei begleiten. KMUs benötigen Lösungen, die sie nach vorn bringen, und ihre konkreten Anforderungen ansprechen. Typische IT-Investitionsentscheidungen sei ein fokussierter Ressourceneinsatz. Denn nur sich eine Lösung mittelfristig rechnet, wird investiert. Für Trends würden kein Geld ausgegeben. Aufgrund der steigenden Komplexität und Vielfalt wie Cloud und Security, würden die Möglichkeiten, mit gut ausgebildeten Ressourcen dagegenzuhalten, immer übersichtlicher. Was der ittestand braucht, sind starke Partner.
it-zoom.de

AUS GESPROCHEN

„Damit erfolgreiche Startups nicht am Ende gekauft werden oder finanziell so strukturiert werden, dass aus einem bayerischen Startup am Ende ein chinesisches oder amerikanisches wird.“

Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für die Förderungen deutscher StartUps aus.
br.de

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AI-Ticker : Wöchentlich Nachrichten aus Forschung und Wissenschaft, spannende Informationen rund ums Thema Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Big Data und Lernende Systeme.
ai-ticker.net

AUS DER REIHE

Hensoldt geht an die Börse: Der Rüstungskonzern Hensoldt aus Taufkirchen bei München will bis Ende des Jahres einen Teil des Unternehmens an die Börse bringen. Ursprünglich wollte man in den ersten Monaten des Jahres bereits an die Börse gehen. Corona unterbrach diesen Prozess. Das Unternehmen will neue Geldmittel durch die Ausgabe neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung einsammeln, um Wachstum zu finanzieren und die Bilanz zu stärken.
faz.net