KW 36: Deutschland besser auf zweite Corona-Welle vorbereitet, Arbeitslosenzahlen im August leicht gestiegen, Kurzarbeitergeld

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Deutschland besser auf zweite Corona-Welle vorbereitet: Während eines Klinikbesuchs am Dienstag in Bochum erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn warum erneute Schließungen im Falle einer zweiten Corona-Wellt unwahrscheinlich seien. Mittlerweile bestünden nicht nur bessere Voraussetzungen für gezielte Gegenmaßnahmen bei steigenden Corona-Infektionszahlen als noch im Frühjahr, sondern hätte mit dem Wissen von heute der Lockdown nicht so drastisch ausfallen müssen: so müssten Friseure und auch Einzelhandel nicht mehr schließen. Ebenfalls gäbe es keine Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen.
tagesspiegel.de

Arbeitslosenzahlen im August leicht gestiegen: Obwohl die Arbeitslosenzahlen für diesen Monat leicht gestiegen sind, sind sie nicht coronabedingt, sondern stellen einen sainsonüblichen Anstieg dar.  Millionen Menschen waren im August ohne Job, 45.000 mehr als im Juli und 636.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergeben. Zurückzuführen ist dies auf die Beschäftigungs- und Ausbildungsverhältnisse, die meist vor den Sommerferien enden. Dennoch seien die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt weiterhin sehr deutlich sichtbar, betont Detlef Scheele, Vorstandschef der Bundesagentur. Auch wäre der Anstieg ohne den massiven Einsatz der Kurzarbeit noch deutlicher ausgefallen.
schwarzwaelder-bote.de

ANZEIGE

Erreichen Sie Ihre Zielgruppe mit modernen Videoformaten ohne großen Aufwand: Nutzen Sie unser Studio im Herzen von Berlin-Mitte. Wir bieten ein technisches Rundum-Paket, erfahrene Produzenten und ein hochwertiges Regie-Equipment. Ob Diskussionsrunde, Social-Media-Posts oder Livestreams – wir stellen Ihnen unser Studio, unsere Expertise und unser Team von der ersten Idee bis zur Postproduktion zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. novalis.studio

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert Verbesserung bei Berufsausbildung: Gerade seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich die Probleme für Azubis verschärft. Viele fühlen sich vernachlässigt und allein gelassen. So wurden viele wegen Corona während der Ausbildung nachhause geschickt und Minusstunden aufgeschrieben. Der DGB tobt. Der aktuelle DGB-Ausbildungsreport  zeigt auch, dass Azubis im Hotel- und Gaststättengewerbe Ausbildungsfremde Tätigkeiten wie Toiletten putzen, Gläser spülen und tagelange Renovierungsarbeiten im Betrieb mehr als zwölf Prozent „immer“ oder „häufig“ erledigen mussten. Auch die Chance nach der Ausbildung vermittelt zu werden, sei verglichen zum Vorjahr auf 18 % gesunken, so die Bundesagentur für Arbeit. Das Bundesinstituts für Berufsbildung prognostiziert für dieses Jahr weniger als 500.000 neu abgeschlossene Verträge. Dies stellt den niedrigsten Stand seit Gründung der Bundesrepublik. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack fordert daher die Unternehmen auf, stärker in die Ausbildung zu investieren. Schließlich habe die Bundesregierung umfassende Hilfen für die Betriebe bereitgestellt.
tagesspiegel.de

Beschlüsse der GroKo zur Kurzarbeit: Bis zum 31.12.2021 können Unternehmen Arbeitsplätze während der Pandemie weiterhin absichern. Arbeitnehmer, deren Arbeitszeit um mehr als die Hälfte verringert wurde, erhalten vom vierten Kurzarbeits-Monat an (gerechnet ab März 2020) 70 Prozent (77 Prozent) des ausfallenden Lohns, ab dem siebten Monat 80 Prozent (87 Prozent). Dies gilt für alle Beschäftigten, die bis März 2021 in Kurzarbeit gehen. Wenn ein Zehntel der Beschäftigten wegen Arbeitsausfalls weniger verdient, kann der Betrieb Kurzarbeit beantragen, einschließlich Leiharbeitsfirmen. Die Kurzarbeit betrifft Millionen Beschäftigte, Zehntausende Betriebe und viele Milliarden Euro. Die Bundesagentur für Arbeit hat seit Jahresbeginn zwölf Milliarden Euro für das Kurzarbeitergeld und die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ausgegeben. Sie rechnet  mit Mehrausgaben von rund 30 Milliarden Euro.
tagesschau.de

ANZEIGE

Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Kritik zu Altmaiers Hilfsprogramm: Andreas Dressel, Finanzsenator der Hansestadt Hamburg, kritisiert die zu hohen Hürden für die darbenden Unternehmer. So seien die Voraussetzungen des großen Hilfspaket des Bundes falsch bestimmt: Hilfe kann nur über einen Steuerberater oder einen Wirtschaftsprüfer beantragt werden und nur dann, wenn der nachweisbare Verlust seit Beginn der Corona-Infektionen und dem damit verbundenen Lockdown bei mindestens 60 Prozent liegt. Dies sei „keine angemessene Größenordnung“, da die Not in vielen Branchen größer sei.
welt.de

Kurzmeldungen
Reiseveranstalter in der Krise mittelstand-nachrichten.de
Skodas e-Auto kommt handelsblatt.com
Arbeitslosigkeit in Spanien steigt de.reuters.com
Verlängerte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht faz.net

RAT UND TAT

Blockchain forciert den Automobilmarkt: Die Verwendung von Blockchain in der Autoindustrie treibt das Entwicklungstempo immens an. Dazu gehören Künstliche Intelligenz (KI), autonome Systeme, digitales Staumanagement oder automatisiertes Bezahlen. Die zunehmend neuen digitalen Services, erfordern auch neue Partnerschaften. Zum Beispiel könnte man mit Blockchain die komplette Historie eines Fahrzeugs nachverfolgen, verifizieren und Daten mit Dritten teilen. Auch in der Herstellung kann die Technologie die Produktion besser und flexibler zu steuern, die Kosten zu reduzieren sowie den Produktschutz zu optimieren. Blockchain verhindert auch die Produktpiraterie bzw. Graue Märkte. Mit sog. Smart Contracts Smart lassen sich Autos mit unzulässigen oder manipulierte Bauteilen sogar automatisiert aus dem Verkehr ziehen.
blockchain-insider.de

Was sind Lean Production und – Management?: Lean Production steht für den sparsamen und zeiteffizienten Einsatz von verschiedenen Produktionsfaktoren wie zum Beispiel Werkstoffe, Betriebsmittel, Personal sowie die Planung und Organisation im Hinblick auf alle Unternehmensaktivitäten. Im Idealfall bewirkt diese Art von Verwaltung eine Halbierung der Kosten bei gleichzeitiger Verdoppelung der Produktion. Also eine „schlankere“ Verwaltung, die sich an neue Bedürfnisse der Kunden anpasst, stramme Koordination der Zulieferindustrie und Reorganisation des Fertigungsablaufes bewirkt. Lean Management bezeichnet die kontinuierliche Prozessoptimierung. Hierbei geht es um die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Prozesse werden harmonisiert und ein einheitliches Produktionssystem geschaffen ohne jede Verschwendung. Sie führt nicht nur zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserungen im Supply Chain Management, sondern auch zur zielorientierten Stärkung der Mitarbeitermotivation.
mittelstand-nachrichten.de

ANZEIGE

Erreichen Sie Ihre Zielgruppe mit modernen Videoformaten ohne großen Aufwand: Nutzen Sie unser Studio im Herzen von Berlin-Mitte. Wir bieten ein technisches Rundum-Paket, erfahrene Produzenten und ein hochwertiges Regie-Equipment. Ob Diskussionsrunde, Social-Media-Posts oder Livestreams – wir stellen Ihnen unser Studio, unsere Expertise und unser Team von der ersten Idee bis zur Postproduktion zu attraktiven Konditionen zur Verfügung.
novalis.studio

Das Zusammenspiel von Disruption und Kontinuität: Künstliche Intelligenz erlaubt es, Datenmengen auf Muster und Strukturen zu überprüfen und miteinander in Verbindung zu setzen. Stefan Hillmann, Software-Architekt bei der Kumavision AG, erklärt wie ERP-Systeme dank KI „smart“ verwendet werden können. Möchte ein Unternehmen die Effizienz durch Automatisierung steigern, die Prozesssicherheit erhöhen, oder mehr Transparenz durch bessere Einblicke und belastbare Prognosen schaffen, dann bietet sich der Einsatz von KI immer an. Es kann neue Geschäftsmodelle entwickeln und etablieren. Seines Erachtens muss der Einsatz von Ki nicht nur unter dem Aspekt der Disruption, sondern auch unter dem Aspekt der Kontinuität betrachtet werden. Denn es geht darum, bereits bestehende intelligente Algorithmen durch Machine Learning weiterzuentwickeln und so die Grundlage für disruptive Geschäftsmodelle und Services zu schaffen.
it-zoom.de

Roboter lernt montieren: Das Forschungsprojekt ‚Rob-akademi‘ der Frauenhofer IPA will die Roboterprogrammierung ist für Montageaufgaben vereinfachen. Zusammen mit dem Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb IFF der Universität Stuttgart werden Technologien entwickelt, die die Roboterprogrammierung für Montageaufgaben vereinfachen und mehr automatisieren sollen. Grundlage hierfür ist ein digitaler Zwilling. Mit dem digitalen Abbild, das mit einem speziellen Programmiergerüst verbunden und in einer physikalischen Simulationsumgebung genutzt wird, lässt den Roboter Fähigkeiten für das flexible Montieren lernen. Roboter bieten Vorteile wie die Übernahme nicht ergonomischer, gefährlicher oder monotoner Tätigkeiten und gleichbleibende Qualität in der Aufgabenausführung. Aufgrund der noch zu komplizierten Programmierung lohne es sich bisher für viele Unternehmen, insbesondere den Mittelstand mit seinen kundenspezifischen Produkten, oft noch nicht, Roboter für die Montage zu nutzen. Dies könnte sich bald ändern.
computer-automation.de

AUS GESPROCHEN

„Ich halte das Argument mancher Unternehmer, wir könnten uns keinen zweiten Lockdown leisten, für falsch. Wir müssen ehrlich und offen über einen zweiten Lockdown reden.“
DIW-Chef Fratzscher hält die deutsche Wirtschaft im Falle eines zweiten Lockdowns für stark genug.
rnd.de

ANZEIGE

European Circle – Europa im Überblick – Erhalten Sie täglich den kompakten Digest zu den wichtigsten europäischen Themen.
european-circle.de

AUS DER REIHE

Ein Porsche auf Abo?: Mit einem Marktanteil von 40 Prozent, könnte die monatliche Flatrate für die Auto-Nutzung bis 2030 kommen. Nach Einschätzungen des Wirtschaftswissenschaftlers Ferdinand Dudenhöffer vom Duisburger CAR-Institut würden solche Modelle den Neuwagenmarkt für Privatleute komplett verändern. Auch Porsche steigt jetzt mit ein und versucht damit auf veränderte Bedürfnisse jüngerer Kunden zu reagieren. Viele wollen kein Auto mehr besitzen, es aber nutzen, erklärte Alexander Pollich, Chef der Porsche Deutschland GmbH. Solch ein Modell hat kürzere Fristen als Leasing, da es ein Abo eine Mindestlaufzeit von einem halben Jahr hat. Die Monatsgebühr bei Porsche beträgt rund 1400 Euro. Laut einer Umfrage des CAR-Instituts gemeinsam mit dem Technologieanbieter IBM konnte sich eine Mehrheit von 53 Prozent vorstellen, das nächste Auto zu abonnieren.
manager-magazin.de