KW 34: Viele Mittelständler bleiben bei Corona-Hilfen außen vor, Erhebung von Kundenkontaktdaten während Corona-Pandemie zulässig, IHK-Netzwerkbüro Afrika gestartet

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Viele Mittelständler bleiben bei Corona-Hilfen außen vor:
Eine neue Analyse des Beratungshauses Barkow Consulting und der Finanzierungsplattform Fincompare zeigt, dass von den Hilfsprogrammen, die die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestartet hat, nur wenig beim Mittelstand ankommt. Die Kreditprogramme sollten schnell und unbürokratische Hilfe für krisengeplagte Unternehmen darstellen. Eine Analyse der wochentäglich veröffentlichten Daten der KfW Bankengruppe und Statistiken des statistischen Bundesamtes macht nun klar: Nur ein Prozent der Unternehmen hat einen solchen Corona-Kredit beantragt. Auch Schnellkredite, die die Liquidität sicherstellen sollten, kommen für fast 90 Prozent der Mittelständler gar nicht in Betracht. Zu groß die bürokratischen Hürden, zu starr die Förderungsbedingungen: Schätzungsweise 6,6 der insgesamt 7,5 Millionen Unternehmern in Deutschland haben weniger als zehn Mitarbeiter, wodurch ein Großteil des Mittelstands schon von vornherein ausgeschlossen. Um auch ihnen Förderungen zugute kommen zu lassen, müsse die Bundesregierung bei den Förderungsbedingungen schnell nachjustieren, so die Autoren der Studie.
springerprofessional.de

Nicht aktualisierte Software ist Hauptgrund für Sicherheitslücken: Laut einer neuen Studie könnten an 42 Prozent aller Datenlecks nicht durchgeführte Sicherheits-Updates schuld sein. Die Studie des Marktforschungsunternehmen Ponemon im Auftrag von IBM ergab, dass durchschnittliche Unternehmen rund 28 Prozent der notwendigen Updates nicht durchführen – jedes Halbjahr.
Als Grund hierfür gab fast die Hälfte der befragten Unternehmen Personalmangel und ausreichendes IT-Monitoring an. Infolgedessen würden Sicherheitsupdates priorisiert, je nach der Größte der Gefahr, die eine Sicherheitslücke für das Unternehmen darstellen würde. Doch schon frühere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass diese Priorisierung mitunter gefährlich werden kann. Hacker nutzen deutlich häufiger als niedrig eigestufte Lücken für Angriffe.
t3n.de

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Erhebung von Kundenkontaktdaten während Corona-Pandemie zulässig: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW in Münster hat entschieden, dass die Vorschrift der nordrhein-westfälischen Coronaschutzverordnung, nach welcher Gastronomie, Friseure und andere Geschäfte die Daten ihrer Kunden erfassen und auf Verlangen an die jeweilige Behörde weitergeben müssen, rechtmäßig ist. Die papiergebundene Erfassung von Kundenkontaktdaten sei zulässig, um mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen. Nach Ablauf von vier Wochen müssen die erfassten Daten vernichtet werden. Ein Rechtsanwalt hatte gegen die Verordnung aufgrund einer möglichen Verletzung seines Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung und Verstöße gegen datenschutzrechtliche Vorgaben geklagt. Das Oberverwaltungsgericht entschied, dass die Vorgabe rechtens ist. Die Einschränkung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung sowie der allgemeinen Handlungsfreiheit müsse gegenüber dem mit der Verordnung bezweckten Schutz von Leben und Gesundheit zurücktreten. Die vorsorgliche Erhebung von Kontaktdaten sei ein mildes, aber sicheres Mittel um im Falle eines nachgewiesenen Corona-Falles Kontaktpersonen leichter zu identifizieren und kontaktieren. Zudem gab das Gericht zu bedenken, dass Restaurant- oder Friseurbesuche und Ähnliches keine elementaren Grundbedürfnisse seien für die Alternativen zur Verfügung stünden.
handwerksblatt.de

IHK-Netzwerkbüro Afrika gestartet: Das neue IHK-Netzwerkbüro Afrika (INA) berät ab sofort kleine und mittlere Unternehmen, die auf dem afrikanischen Markt Fuß fassen wollen. Das Netzwerkbüro gehört zum Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und ist Teil des Wirtschaftsnetzwerks Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ziel ist die Verbesserung und Stärkung der deutschen Außenwirtschaftsförderung zu Afrika. Bei der Beratung kann INA auf das Netzwerk des DIHK sowie der Industrie- und Handelskammern (IHKs) und der Auslandshandelskammern (AHKs) zurückgreifen und so gezielt Kontakte zu Afrika-Experten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung herstellen.
she-works.de

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Herausforderungen für mittelständische Unternehmen: Nach der jüngsten Experten-Befragung des Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn bleibt die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, dicht gefolgt von der Digitalisierung und der Fachkräftesicherung, weiterhin die größte Herausforderung für die mittelständischen Unternehmen. Erst an vierter Stelle folgt die Bewältigung der Corona-Krise. Die Pandemie hinterlässt zwar auch im Mittelstand deutliche Spuren, doch solange Infektionszahlen nicht wieder anstiegen und es nicht noch einmal zu einer Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Situation kommt, hätten sich laut Meinung der Expertinnen und Experten, die für das „Zukunftspanel Mittelstand“ befragt wurden, die meisten Mittelständler auf die „Neue Normalität“ eingestellt.
Bereits zum dritten Mal wurden für das „Zukunftspanel Mittelstand“ Experten aus Wirtschaftspolitik, Wissenschaft und Wirtschaft für das Zukunftspanel Mittelstand zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die mittelständischen Unternehmen befragt.
nachrichten.idw-online.de

Kurzmeldungen
Beteiligung von Großunternehmen an Mittelstandskartellen nur ausnahmsweise zulässig haufe.de
Seltener zum Friseur: Salons melden Umsatzeinbußen handwerksblatt.de
KMU: Digitalisierung verlangt Qualifizierung checkpoint-elearning.de
Amex übernimmt von SoftBank unterstützten KMU-Kreditgeber Kabbage it-times.de
Mittelstand fordert Soforthilfe für Veranstaltungsbranche fuldainfo.de

RAT UND TAT

Bundesregierung veröffentlicht Gleichstellungs-Checkliste: Themen wie Gleichstellung und Feminismus haben in den vergangenen Jahren vermehrt Einzug in den gesellschaftlichen Diskurs und den wirtschaftlichen Alltag gehalten. Um die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt voranzutreiben hat nun das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter Mitwirkung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) eine Checkliste für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt. Dabei wird zunächst der Status Quo über Fragen zu Personalrekrutierung, Arbeitsbedingungen, Arbeitsentgelt und Kommunikation erhoben. Später erhalten Unternehmen entsprechende Handlungsmaßnahmen. Bei der Auswertung der Checkliste und den daraufhin folgenden Maßnahmen sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen werden: Welche Wünsche gibt es hinsichtlich der Gleichberechtigung, wo bietet sich Raum für Verbesserungen?
bvmw.de

Refernzmarketing für den Mittelstand: Kundenbeziehungen für Werbezwecke nutzen. Das steht hinter dem Begriff „Referenzmarketing“. Richtig eingesetzt kann die Zusammenarbeit mit Kunden Unternehmen ein Plus an Glaubwürdigkeit und Authentizität verschaffen, das herkömmliches Marketing nicht bietet. Dies kann gerade bei der Akquise von Neukunden vorteilhaft sein, so der Berater Harry Weiland, für den Referenzmarketing die logische Fortführung der klassischen „Mundpropaganda“ im digitalen Raum darstellt.
marktundmittelstand.de

Sachwerte als Anlagen: Als alternative Geldanlagen haben Sachwerte wie Edelmetalle oder Immobilien haben bedingt durch die niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre einen erheblichen Aufschwung erfahren.
Die weiterhin niedrigen Zinsen und sich ergebende jährliche Renditen machen Immobilienkäufe auch für Mittelständler lukrativ, auch wenn das Wachstum im Immobiliensektor durch die Pandemie gerade etwas beschränkt ist.
Doch egal ob Gold, Immobilien oder andere Sachwerte wie Autos oder Uhren: Alternative Geldanlagen stellen immer auch eine Anlagendiversifikation dar, der Anleger im Zweifelsfall vor Schwankungen oder Einbrüchen am Markt bewahrt. Bei Sachwerten fallen diese zudem niedriger aus, was das Risiko auf ausbleibende Renditen minimiert.
mittelstand-nachrichten.de

Hochschule Aalen startet Digitalisierungs-Weiterbildungsprogramm für KMU: Die Zukunft des Mittelstands ist auch von seiner Fähigkeit, mit zunehmender Digitalisierung und Automatisierung umzugehen, abhängig. Kompetenzen in den Bereichen autonome Systeme, künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen werden künftig unerlässlich sein. Mitarbeiter im Mittelstand können sie ab Oktober am Graduate Campus der Hochschule Aalen erlernen. Mit der „Qualifizierungsoffensive Automatisierung im Mittelstand – von der Automatisierung zu autonomen Systemen“, die vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert wird, sollen Fachkräfte im Bereich Industrie 4.0 erfolgreich weitergebildet werden.
industry-of-things.de

AUS GESPROCHEN

Ob die Konjunktur tatsächlich dadurch angekurbelt wird, muss sich noch zeigen. Es kann sein, dass der Aufwand und die Kosten für die Umstellung in einer Gesamtschau für die Unternehmen größer sind als das Ertragswachstum durch die Steuersenkung.
Stefan Böhler, Rechtsanwalt und Steuerberater bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, zu den Effekten der Mehrwertsteuersenkung.
marktundmittelstand.de

AUS DER REIHE

Teurer Urlaub: Normalerweise ist die Frage des Arbeitgebers nach dem Urlaubsziel unzulässig. Anders sieht das aber zu Corona-Zeiten aus. Ist dem Arbeitnehmer bereits vor Antritt der Reise bekannt, dass das Reiseziel vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft wurde, besteht für die Zeit der nach der Rückkehr verpflichtenden Quarantäne kein Vergütungsanspruch nach § 616 BGB. Anders gestaltet sich dies, wenn das Reiseziel erst nach Antritt zum Risikogebiet erklärt wurde.
lto.de