KW 27: Jahrelanger Rechtsstreit um Aldi-Produkt – Frankreichs Champagner-Hersteller haben sich gegen Aldi Süd durchgesetzt, Aufträge der deutschen Industrie brechen stark ein, Didi-Aktie stürzt nach Eingriff Pekings ab

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Jahrelanger Rechtsstreit um Aldi-Produkt – Frankreichs Champagner-Hersteller haben sich gegen Aldi Süd durchgesetzt: Ein Champagnereis darf nicht „Champagner“ heißen, wenn es nicht danach schmeckt. Nach jahrelangem Rechtsstreit haben sich Frankreichs Champagnerhersteller vor dem Oberlandesgericht München gegen die Supermarktkette durchgesetzt. Im Jahr 2017 hat der EuGH das entscheidende Kriterium festgelegt. Demnach verletze der Name eines Lebensmittels eine geschützte Ursprungsbezeichnung, wenn das Lebensmittel nicht als wesentliche Eigenschaft einen Geschmack aufweise, der hauptsächlich durch das Vorhandensein dieser Zutat in seiner Zusammensetzung hervorgerufen werde.
sueddeutsche.de, spiegel.de

Aufträge der deutschen Industrie brechen stark ein: Die Aufträge der deutschen Industrie sind diesen Mai so stark eingebrochen wie seit dem ersten Lockdown 2020 nicht mehr. Wegen schwacher Auslandsnachfrage sammelten die Betriebe 3,7 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat ein, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Zum ersten Mal in diesem Jahr sank damit das Neugeschäft. Ökonomen hatten jedoch mit einem Anstieg von 1,0 Prozent gerechnet. Der April-Wert wurde kräftig nach oben revidiert, von minus 0,2 Prozent auf plus 1,2 Prozent. Grund für den Rückgang im Mai dürfte auch der Materialmangel sein, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank.
spiegel.de, handelsblatt.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Didi-Aktie stürzt nach Eingriff Pekings ab: Für die Aktien des chinesischen Uber-Rivalen Didi geht es nach dem jüngsten Verkaufsverbot der App im vorbörslichen US-Handel deutlich bergab. Die Titel des Börsenneulings verlieren rund 25 Prozent. Der Vorstand von Didi geht zudem davon aus, dass die Deaktivierung der App den Umsatz in China verringern könnte. Erst letzte Woche war Didi an die New Yorker Börse gegangen und hatte dabei 4,4 Milliarden Dollar eingenommen. Didi teilte unterdessen mit, dass es die Registrierung neuer Benutzer bereits zum 3. Juli gestoppt habe und nun daran arbeite, seine App gemäß den Anforderungen zu korrigieren. Nutzer, die die App bereits installiert haben, könnten sie weiter nutzen. Der Uber-Rivale teilte zudem mit, dass man vollumfänglich kooperieren werde.
handelsblatt.com, manager-magazin.de

Streit im Opec-Kartell – Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit 2014: Seit fast sieben Jahren ist der Ölpreis auf den Höchststand gestiegen, weil sich die großen Ölförderländer nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen können. Am Handelsplatz London kostete ein Barrel (159 Liter) Öl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August am Dienstag 76,98 Dollar. Umgerechnet sind das knapp 65 Euro und so viel wie zuletzt im November 2014. Die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Pandemie hat den Ölpreis zuletzt wieder stark in die Höhe getrieben. Jetzt hat die Verteuerung aber noch einen anderen Grund. Das Opec-Kartell etlicher Ölförderländer kann sich bisher nicht auf neue Förderquoten einigen. Die Verhandlungen zwischen Opec und Partnerstaaten wie Russland über eine leichte Produktionssteigerung wurden am Montag abgebrochen, ohne einen neuen Termin festzulegen.
spiegel.de, n-tv.de

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130 Länder einigen sich auf globale Mindeststeuer von 15 Prozent: Auf eine umfassende Steuerreform haben sich die 130 Länder unter dem Dach der Industriestaaten-Organisation OECD verständigt. Dazu gehört auch eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent, wie es in der gemeinsamen Erklärung hieß. Die Vereinbarung bedeutet letztlich auch für Deutschland mehr Steuereinnahmen. Auf ein Grundgerüst hatten sich bereits die sieben führenden Industriestaaten (G7) geeinigt. Darin war auch eine Mindeststeuer von 15 Prozent für weltweit tätige Unternehmen sowie eine neue Verteilung der Steuereinnahmen der 100 größten Konzerne inbegriffen. Die Steuerregeln sollen nun mit der geplanten Reform der OECD an das Digitalzeitalter angepasst werden, da global agierende Unternehmen immer wieder ihre Gewinne in Länder verlegen, die mit niedrigeren Steuersätzen locken. Die neue Reform hat neben der Einführung der globalen Mindeststeuer noch eine zweite Säule, auf der sie beruht: die Einführung einer weltweit einheitlichen Digitalsteuer.
welt.de, spiegel.de, handelsblatt.com

Kurzmeldungen

Finanzaufsicht zeigt Hertha-Investor Windhorst an faz.net
GDL lehnt neues Bahn-Angebot ab – Streiks rücken näher handelsblatt.com
Verdi lehnt HDE-Vorstoß im Tarifkonflikt des Einzelhandels ab finanzen.net
Verkauf von US-Beteiligung: BASF trennt sich vom Geschäft mit Wasseraufbereitung handelsblatt.com
Konjunktur erholt sich trotz Delta-Mutante fr.de

RAT UND TAT

China verschärft Kontrolle von im Ausland gelisteten Unternehmen: China will nach dem harten Vorgehen gegen den Fahrdienstleister Didi im Ausland an der Börse gehandelte heimische Unternehmen strenger kontrollieren und sich so mehr Macht über seine Tech-Giganten sichern. Die neuen Vorschriften haben weitreichende Auswirkungen auf die Kapitalbeschaffung aufstrebender Firmen aus China an ausländischen Aktienmärkten wie zum Beispiel in New York oder Hongkong. Insbesondere auf „Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen“ ziehen die neuen Regeln, wie am Mittwoch aus einem Dokument des Staatsrates in Peking hervorging. Die Regierung befürchtet, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre Datenmengen zur Verfügung zu stellen. Die neuen Vorschriften sollen die Vertraulichkeit und die Verantwortung für die Sicherheit von Informationen für im Ausland gehandelte Unternehmen besser regeln. Die zuständige Aufsicht über solche Aktienunternehmen werde verstärkt, um künftig mit Risiken und Notfällen umgehen zu können, hieß es. Auch müsse das System, wie chinesische Kapitalmarktgesetze im Ausland angewendet und verfolgt werden, verbessert werden.
wiwo.de, rnd.de

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livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt
livestreaming-berlin.tv

Spanische Unternehmerin will mit Ananasblättern den Planeten schützen: Konzerne wie H&M, Hugo Boss und Hilton ordern die Leder-Alternative bereits bei „Ananas Anam“. Die preisgekrönte Gründerin Carmen Hijosa arbeitet nun auch an Lösungen für die Autobranche. Im Jahr 2010 hatte sie „Ananas Anam“ mit Sitz in London gegründet, um aus den Fasern von Ananasblättern eine nachhaltige Alternative zu Leder herzustellen. Als die Investoren kritisch waren, nahm sie eine Hypothek auf ihr Haus auf, um weiterzumachen. Die Ananasblätter aus den Philippinen, werden getrocknet und in Spanien zu Piñatex verarbeitet, dem patentierten Material. Das kleine Unternehmen mit nur 55 Mitarbeitern hat über 3000 Kunden aus 80 Ländern der Welt. Hijosa eint das Ziel, auf den wachsenden Trend zu mehr Nachhaltigkeit zu reagieren.
handelsblatt.com

AUS GESPROCHEN

Wir können große Fortschritte bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West sehen, denken wir zum Beispiel an die Grundrente, die gerade für die Menschen in den neuen Bundesländern wichtig ist

sagte Kanzlerin Angela Merkel.
stern.de

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AUS DER REIHE

Wissenschaftler entdeckten Bakterien in Kuhmagen, die Kunststoffe zersetzen können: Wissenschaftler haben Bakterien in der Flüssigkeit von Kuhpansen entdeckt, die Kunststoffe zersetzen können. Daraus könnte zudem ein vielversprechendes Mittel für den Abbau der Kunststoffe entstehen. Gewisse Mikroorganismen können den Stoff Cutin spalten, einen natürlichen Polyester, der die Wände von Pflanzenzellen umgibt. Die Idee kam auf, da Kühe große Mengen pflanzlichen Materials umwälzen, dass in ihnen diese Bakterien am Werk sein könnten. Da die Bakterien nicht zwischen künstlichen und natürlichen Polyestern unterscheiden, würden die Bakterien Cutin genauso zersetzen wie PET.
snanews.de

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