KW 22: Branchenverband BVMW fordert 400 Milliarden Euro für den Mittelstand, Start-ups treiben die Digitalisierung auf Baustellen voran, Investitionen in deutsche Start-ups auf Rekordhöhe

Liebe Interessierte des innovativen Mittelstands und des Startupökosystems,

im vergangenen Monat Mai gab es viele spannende Impulse zu unserem Themenfeld: das Bundeswirtschaftsministerium hat sich der Circular Economy gewidmet, die International Chamber of Commerce Germany hat diskutiert was Startups und Corporates voneinander lernen können, der Hamburger Innovation Summit fand statt. Wie Ihr seht, werden täglich Brücken gebaut, gibt es täglich Anlässe, um beide Welten zusammenzubringen. Baut mit – gemeinsam mit uns.

Euer
Mirco Dragowski

AKTUELL

„Pop-up Labor BW“ soll mittelständische Unternehmen in ländlichen Regionen stärken: Die Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO richtet sich besonders an kleine und mittelständische Unternehmen aus ländlichen Regionen. Diese sollen durch die Initiative gestärkt und bei der Umsetzung von Innovationen unterstützt werden. Während für größere Unternehmen die Errichtung eigener Denkfabriken sowie Lern- und Experimentierräume meist kein Problem darstellt, mangelt es in kleinen und mittelständischen Unternehmen häufig an theoretischem Wissen und der praktischen Umsetzung in Bezug auf Innovationsmethoden und digitaler Transformation. Das „Pop-up Labor BW“ soll als eine Art Werkstatt auf Zeit die Unternehmen unmittelbar und ortsnah bei der Umsetzung von Innovationen unterstützen und Einblicke in neueste Trend aus den Bereichen Digitalisierung, Technologie und Innovationsmethodik bieten.
idw-online.de

Start-ups treiben die Digitalisierung auf Baustellen voran: Start-ups wie Klickrent versuchen, Bauunternehmen und Logistiker sowie Installateure und anderen Handwerksbetriebe mit Software und digitalen Plattformmodellen zu unterstützen. Ihnen geht das darum, bei auftretenden Problemen schnell und effektiv Lösungen zu stellen um so Verzögerungen auf den Baustellen weitestgehend eindämmen zu können. Dabei fungieren sie als Vermittler zwischen Bauleitern und Anbietern. Das Tempo der Digitalisierung innerhalb der Branche ist dabei jedoch begrenzt: so wurde eine Handy-App der Berliner Mietplattform Klickrent für Bautechnik wieder eingestellt, da sie noch zu wenig genutzt wurde. Die Maschinenmiete ist bei Start-ups ein kleinteiliger und umkämpfte Markt, der pro Jahr fast fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. Für dieses Jahr hält der Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (BBI) ein Wachstum von bis zu fünf Prozent für möglich.
wiwo.de

Branchenverband BVMW fordert 400 Milliarden Euro für den Mittelstand: Das Geld soll nach den Forderungen in einem Transformationsfonds zur Verfügung gestellt werden, der somit ein Volumen von 40 Milliarden Euro pro Jahr über die nächsten zahn Jahr hinweg umfasst. Dieser Fonds soll den Mittelstand bei der Umstellung hin zur Klimanautralität und Digitalisierung unterstützen. Bank-Kredite sind momentan aufgrund der dünneren Eigenkapitalausstattung für viele Unternehmen nur schwer zu erhalten. Zudem fordert der Mittelstand die Union auf, den Widerstand gegen eine längere Aussetzung der Insolvenzantragspflcht aufzugeben. Der BVMW erklärt, dass eine Verlängerung um sechs Monate hierbei ideal wäre, da bis dahin die Corona-Krise weitgehend ausgestanden sein dürfte. Die Insolvenzantragspflicht wurde in der Corona-Krise von der Bundesregierung ausgesetzt und mehrmals verlängert. Damit wollte man Unternehmen entgegenkommen, die unverschuldet in eine Schieflache geraten sind.
faz.net

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Investitionen in deutsche Start-ups auf Rekordhöhe: Trotz der Corona-Krise wird die Gründerszene Deutschlands mit frischem Kapital überschüttet. Im ersten Quartal des Jahres haben Unternehmen in 165 Deals 2,2 Milliarden Euro eingesammelt. Das ist der höchste jemals aufgezeichnete Wert, wie eine Untersuchung des Datenanbieters Refinitiv ergeben hat. Mit 1,2 Milliarden Euro ist bereits im letzten Quartal des Jahres 2020 eine vergleichsweise hohe Summe geflossen. Das Start-up Gorilla sammelte mit 245 Millionen Euro die größte Finanzierungsrunde von Investoren. Dies kommt für die Branche unverhofft, denn noch im vergangenen März wurde vom Branchen-Verein ein schwieriges Jahr prognostiziert. Grund hierfür war der Rückzug zahlreicher internationaler Kapitalgeber angesichts der Corona-Krise.
spiegel.de

Nur 15 von 25 Start-up-Vorhaben umgesetzt: Vor Beginn ihrer Legislaturperiode Anfang 2018 hat sich die Bundesregierung eine lange To-Do-Liste für ihre Start-up-Politik auferlegt. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD wollte 25 konkrete Maßnahmen umsetzen. Bereits im Vorfeld hatte Kanzlerin Angela Merkel mehrfach die Nähe zur Szene gesucht. Eine Analyse des Digitalverbands Bitkom zeigt nun, dass mit 15 von 25 nur etwas mehr als die Hälfte der Vorhaben abgearbeitet wurde, sieben weitere sind noch in Arbeit oder bisher nur teilweise erfüllt. Umgesetzt wurde unter anderem ein staatlicher Digitalfonds sowie das Bürokratieentlastungsgesetz III. Weitere Vorhaben, die sich langfristig positiv auf das Technische-Ökosystem ausgewirkt hätten, sind jedoch nicht umgesetzt worden. Dazu zählt die Gründerzeit, die es ermöglichen sollte, Firmengründungen bessere mit der Familie vereinbar zu machen.
welt.de, businessinsider.de

Kurzmeldungen

  • Kleine Betriebe werden seit Ausbruch der Corona-Pandemie seltener gegründet handelsblatt.com
  • Secondhand-Marktplatz Vinted erhält 250-Millionen-Euro-Finanzspritze t3n.de
  • Frontnow will ideale Handelspartner für Food-Start-ups finden welt.de
  • US-Großbank JP Morgan will das Geschäft mit dem deutschen Mittelstand ausbauen wiwo.de
  • Kleine Betriebe klagen weiterhin über zu viel Bürokratie sueddeutsche.de
  • Isar Aerospace: Münchner Raketen-Start-up gewinnt Trägerraketen-Wettbewerb handelsblatt.com

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CASE DES MONATS

Mit shipcloud beim Versenden immer auf dem neuen Stand
Die Helmut Bünte GmbH ist spezialisiert für den Handel rund ums Thema Pkw-Anhänger – ob Anhängerfachbetriebe, Anhängerhersteller oder Handelsunternehmen. Gerade in Sachen Warenwirtschaft und Logistik muss man immer auf dem neuesten Stand sein. Für effiziente Logistikprozesse entschied sich Bünte neben einer Partnerschaft mit arvato (einer cloudbasierten Plattform, mit der operative Prozesse in der Logistik intelligent geplant, gesteuert und optimiert werden) für shipcloud.io. shipcloud bietet eine einfache und einheitliche Schnittstelle zu allen relevanten Versanddienstleistern in Deutschland. In Sachen Versendung ist man immer auf den neuesten Stand, ohne dass man selbst aktiv werden muss. Zunächst legt man ein Konto an, sucht ein Abo aus – und los geht’s. Gerade im B2B-Bereich würden Expressdienstleister eine besondere Rolle spielen, da viele Ersatzteile über Nacht beim Gewerbekunden ankommen müssten, erklärt Matthias Groneick, Geschäftsleitung Helmut Bünte GmbH, weshalb er sich für shipcloud entschied. Besonders die Kooperation mit shipcloud, als kleines mittelständisches Unternehmen, habe eine deutlich bessere Verhandlungsposition bei den Versendern verschafft. Dabei sei das außergewöhnlich gut funktionierende Tracking und die Möglichkeit für Kunden, sich ein Retourenlabel selbst ausdrucken zu können, das besondere Features der shipcloud-Technologie.
blog.shipcloud.io

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Innovationsraum SKPlab der S-Kreditpartner – Im SKPlab können Sie neue Kommunikationsformate für fortgeschrittene Ideen und Trends entwickeln. Wir liefern Ihnen dazu die Studiotechnik und produzieren von klassischen Podiumsdiskussionen mit Live-Streams bis hin zu multimedialen Live-Schalten. Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne!
mein-studio.tv

ZITAT DES MONATS

„Die Wirtschaft erholt sich und zuversichtliche Investoren in Deutschland und ganz Europa investieren Kapital in Start-ups, als gäbe es kein Morgen“
Carl-Johan von Uexküll, für das Deutschland-Geschäft verantwortlicher Definitiv-Manager, über die Milliardensummen, die in den letzten Monaten in Start-ups investiert wurden.
spiegel.de

ZAHL DES MONATS

37 Tage dauert es im Durchschnitt, bis in der Start-up-Hauptstadt Berlin ein Start-up ins Handelsregister eingetragen und veröffentlicht wurde. Damit hinkt die Stadt hinter anderen großen Standorten her. Dies geht aus einer Statistik von „Startupdetector“ hervor.wiwo.de

NETZWERK DES MONATS

Die Deutsche Gesellschaft für zukunftsorientierte Land- und Ernährungswirtschaft:
Start-ups aus der Land- und Ernährungswirtschaft haben sich zu „German AgriFood Society“ zusammengetan. Ziel der German Agrifood Society ist es eine regenerative Kreislaufwirtschaft (Circular Agrifood Economy) vom Acker bis zum Teller bis zum Jahr 2030 in Deutschland zu ermöglichen. Dabei soll die Naturbelastung minimiert und der faire Zugang zu Lebensmitteln gesichert werden. Der Verein fordert einen eigenen AgriFood-Fonds und einen besseren Zugang zur Politik. Vorsitzende Dr. Julia Köhn erklärt, dass Food und Agrar nicht getrennt gedacht werden kann. Startups könnten nicht als Einzelgründer agieren. Stattdessen können Start-ups, Mittelständler, etablierte Unternehmen, Wissenschaftler und innovative Landwirte immense Potenziale für die Umwelt, die Bewältigung des Klimawandels und die Wirtschaft heben. Außerdem sei in Politik und Wirtschaft der AgriFood-Bereich in Deutschland so stark unterfinanziert – das will die German AgriFood Society ändern.
dgzle.de, f3.de

OLDSCHOOL

Onlinehandel besitzt eine bessere Klimabilanz als der traditionelle Handel: Der Non-Food-Onlinehandel erlebt durch das Andauern der Pandemie einen Boom. Häufig gilt der Online-Einkauf jedoch noch immer nicht als nachhaltig. Dabei ist der CO2_Ausstoß pro verkauftem Artikel im traditionellen Handel durchschnittlich um den Faktor 2,3 höher als beim Kauf im Internet. Viele Verbraucher kritisieren jedoch besonders die Transportmethoden und Retouren der bestellten Waren sowie den Verpackungsmüll als Belastung für die Umwelt.
heise.de

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