KW 10: Bundesregierung stoppt Auszahlung der Coronahilfen wegen Betrugsverdacht, EU-Lieferkettengesetz soll deutlich strenger werden als deutsche Variante, Corona-Tests für Beschäftigte

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Bundesregierung stoppt Auszahlung der Coronahilfen wegen Betrugsverdacht: Die Bundesregierung hat die Auszahlung der Coronahilfen gestoppt, weil es Anzeichen für möglichen Betrug gibt. Der Auszahlungsstopp der November- und Dezemberhilfen sowie die Überbrückungshilfen I bis III sei als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen. Schon bald werde die Auszahlung wieder aufgenommen, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am gestrigen Mittwoch gegenüber der Deutschen Presseagentur. Es handle sich um „einige wenige“ Fälle, die Ermittlungen seien bereits aufgenommen worden.
Es gibt Anzeichen dafür, dass sich Betrüger als „prüfende Dritte“, also Rechtsanwälte, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer ausgegeben hatten und Coronahilfen für real existierende Unternehmen beantragt haben. Doch bei denen, die die Gelder benötigen, kamen sie nie an.
Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist noch unbekannt, er dürfte jedoch in die Millionen gehen.
tagesschau.de

Reiseanbieter TUI plant Saisonstart zu Ostern: Wenn es nach TUI geht, startet die Urlaubssaison zu Ostern auf Mallorca. Die Insel sei „nur noch als normales Risikogebiet“, also als Land ohne außergewöhnlich hohe Corona-Neuansteckungen eingestuft worden. Auch Schleswig-Holstein plant die Öffnung seiner Hotels über die Feiertage Anfang April.
TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak erklärte vor dem Start der Online-Ausgabe der Reisemesse ITB, die Hotellerie habe sich intensiv darauf vorbereitet „sicheren und verantwortungsvollen Urlaub anzubieten“. Mit Hygienekonzepten und engen Abstimmungen mit den jeweiligen Behörden wolle man den Osterurlaub auf Mallorca ermöglichen.
tagesschau.de

ANZEIGE

Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

EU-Lieferkettengesetz soll deutlich strenger werden als deutsche Variante: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat sich das EU-Parlament für ein verschärftes, europaweites Lieferkettengesetz ausgesprochen. Ab 2023 soll es nicht nur Großkonzerne, sondern auch kleine und mittlere Betriebe in die Haftung nehmen, sofern diese börsennotiert oder in einem Hoch-Risiko-Bereich wie der Rohstoff- oder der Textilbranche zugehörig sind. Konzerne und Unternehmen sollen mehr Verantwortung für Arbeitsbedingungen oder Umweltschäden, die bei Partnern oder Zulieferern geschehen, tragen müssen und zu Risikoanalysen für die gesamte Lieferkette verpflichtet werden. Auch Entschädigungen – finanzieller und nicht-finanzieller Art – für mögliche „negative Auswirkungen auf Menschenrechte oder Umwelt“ sind Teil des EU-Plans.
Sollte das Parlament den Vorschlägen zustimmen, könnte ein erster Entwurf des Gesetzes bis zum Sommer vorliegen. Nach bisherigem Plan soll das Gesetzt 2023 in Kraft treten.
sueddeutsche.de

Deutsche Exportwirtschaft legt zu: Deutschlands Exporte stiegen im Januar trotz Corona zum neunten Mal in Folge an: Plus 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Importe gingen allerdings um 4,7 Prozent zurück. Das vermeldete das Statistische Bundesamt am Dienstag. Insbesondere der Handel mit China ist für Deutschland immer wichtiger. Brexitbedingt brach jedoch der Außenhandel mit Großbritannien um 29 Prozent ein.
Im Januar 2021 wurden aus Deutschland Waren im Wert von 98 Milliarden ex- und im Wert von rund 84 Milliarden Euro importiert.
deutschlandfunk.de

Corona-Tests für Beschäftigte: Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben sich für eine „vorübergehende substanzielle Ausweitung“ der Coronatests in Unternehmen auf freiwilliger Basis ausgesprochen. Wo möglich, sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Selbsttests oder Schnelltests mit entsprechend geschultem Personal ermöglicht werden, so die Verbände BDA, BDI, DIHK und ZDH am Dienstag.
Kanzlerin Angela begrüßt diesen Vorstoß, fordert allerdings einen „wirklich substanziellen Beitrag“ der Unternehmen und eine breite Umsetzung dieses Appels. Die Testung der Beschäftigten sei Voraussetzung für Öffnungen.
In der vergangenen Woche erklärten Bund und Länder, dass Beschäftigte am besten mindestens ein Mal in der Woche getestet werden sollten. Doch über die Umsetzung dieses Vorschlag wurden sich Spitzenverbände und Regierung nicht so leicht einig.
tagesschau.de

Kurzmeldungen
Chefinnen im Mittelstand? Leider Fehlanzeige wuv.de
Wachstumskapital für Österreichs KMU von Crédit Mutuel trend.at
Cyber Crime: So finden KMU die richtige Absicherung cash-online.de
Visa und Mastercard schröpfen KMU-Betriebe srf.ch
KMU und Mittelständler: 71 Prozent holten sich Corona-Hilfen derbrutkasten.com
Praxistag Compliance für den Mittelstand am 11. Mai extrajournal.net

RAT UND TAT

Personalgewinnung via Active Sourcing: Qualifiziertes Personal ist mitunter schwer zu finden. Der Fachkräftemangel tut sein übriges. Mit Active Sourcing können Unternehmen ihre Personalbeschaffung optimieren. Es sollte daher Bestandteil einer jeden Recruiting-Strategie sein.
Wie der Name schon suggeriert, geht beim Active Sourcing das Unternehmen aktiv auf Kandidaten zu – im Prinzip wie es schon seit einigen Jahren durch Headhunter geschieht. 2018 wurden rund zehn Prozent aller offenen Stellen so besetzt. Die aktive Ansprache ermöglicht es, mehr Kandidaten zu erreichen und trägt dazu bei, dass eine Firma langfristig im Gedächtnis potentieller Mitarbeiter bleibt.
mittelstand-nachrichten.de

Zehntausende deutsche Server möglicherweise von Microsoft-Exchange-Hack betroffen: Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilt, könnten zehntausende Server hierzulande von einer Datenlücke bei Microsofts Exchange-Server betroffen sein. Das BSI gab eine Sicherheitswarnung heraus und warnt vor mehreren als kritisch eingestuften Schwachstellen in verschiedenen Versionen vom Microsoft-Exchange. Laut bisherigem Kenntnisstand sollen es chinesische Hacker sein, die versuchen, über die Sicherheitslücke an Daten zu gelangen. Das BSI geht davon aus, dass die meisten betroffenen Server „mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits mit Schadsoftware infiziert“ seien. Aus diesem Grund habe das BSI Ende letzter Woche begonnen, betroffene Firmen zu kontaktieren: Mehr als 9.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurden per Brief über die Sicherheitslücken in Kenntnis gesetzt und ihnen wurden Gegenmaßnahmen empfohlen.
heise.de

Was der industrielle Mittelstand in der Krise benötigt: In seinem Gastkommentar im „Handelsblatt“ geht Thomas Burger, geschäftsführender Gesellschafter der Burger Group und Präsident der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. – wvib Schwarzwald AG. Sie zählt mehr als 1.000 Mitgliedern mit weltweit 350.000 Arbeitsplätzen.
Burger macht deutlich: Aktuell steht viel auf dem Spiel. Wenn die Politik nun falsch handelt, hat die Wirtschaft viel zu verlieren. In der aktuellen Situation hat die Politik die wichtige Rolle des Krisenmanagers inne, noch dazu ist Superwahljahr. Gerade für die Wirtschaft und die Aufrechterhaltung und den Ausbau der deutschen Wirtschaftsleistung sind gerade in Zeiten der Pandemie klare Leitgedanken mehr Wert als Wahlgeschenke.
handelsblatt.com

Ifo-Studie: KMU nutzen das Potential des Homeoffices nicht: Nur 30 Prozent der Beschäftigten haben im Februar von zuhause aus gearbeitet, auch wenn deutliche mehr Arbeitnehmer aus kleinen und mittleren Betrieben im Homeoffice arbeiten könnten: Ganze 56 Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) hervor.
Rund 20 Prozent der Unternehmen arbeiteten im Februar immer noch in Präsenz. Dabei wären Homeoffice-
Laut einer aktuellen Studie des Ifo-Instituts für Arbeit könnten weit mehr Menschen im Homeoffice-Regelungen, wo immer sie möglich sind, dringend angeraten, um Ansteckungen zu minimieren und eine Lockerung der Corona-Maßnahmen zu erreichen.
it-business.de

AUS GESPROCHEN

Engagement, Weltoffenheit, Kundennähe sowie verlässliche Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. All dies verkörpern unsere Unternehmen in Deutschland und insbesondere der deutsche Mittelstand. Darauf sind wir stolz und das wird uns auch die Corona-Pandemie erfolgreich überstehen lassen.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf die Frage, was seiner Meinung nach einen ehrlichen Kaufmann ausmacht.
marktundmittelstand.de

AUS DER REIHE

Pandemie erschwert Unternehmensübergaben: Viele Unternehmensübergaben wurden 2020 coronabedingt verschoben. Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ist die Zahl der Beratungsgespräche, die die Kammern bundesweit zu diesem Thema anbieten, seit März 2020 um 71 Prozent gesunken. Jede zweite IHK rechnet mit einem Rückgang bei Firmenübernahmen in ihrer Region. Das geht aus dem DIHK-Unternehmensnachfolge-Report vom Oktober 2020 hervor.
it-zoom.de

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich bitte hier für unseren kostenlosen, wöchentlichen Newsletter an:

Über uns

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.