KW8: Mittelstand hinkt bei visueller Kommunikation hinterher, Konferenz bringt Mittelständler und Start-Ups zusammen, Merkel sieht freiheitliche Entwicklung der Industrie bedroht

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Mittelstand hinkt bei visueller Kommunikation hinterher: Vielen mittelständischen Unternehmen fehlen bis heute stringente Strategien zur visuellen Kommunikation, wie eine Umfrage von Getty Images unter 400 Entscheidern aus Marketing, Werbung oder Vertrieb in kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland gezeigt hat. Demnach lassen über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen ihr Bildmaterial im eigenen Hause produzieren, statt die Aufgabe professionell erledigen zu lassen. Auch machen sich 42 Prozent von ihnen keine Mühe, visuelle Trends zu recherchieren, wenn es um die Auswahl von Bildern für beispielsweise ihre Vertriebskanäle geht. Dabei sind 92 Prozent der Befragten der Meinung, dass Bilder dazu beitragen können, neue Kunden zu gewinnen. Weitere 90 Prozent gaben an, dass ihnen der visuelle Auftritt zumindest auf ihrer Unternehmenswebseite wichtig ist. Das Bewusstsein für die Bedeutung ist also da. Auch andere Vertriebskanäle wie Social Media oder Youtube vernachlässigen viele der Unternehmen. Dabei gibt es gerade dort noch viel ungenutztes Potential auszuschöpfen.
wuv.de

Der Mittelstand benötigt Platz: Unternehmen benötigen Gewerbeimmobilien, um ihre Waren produzieren und lagern zu können. Doch die Suche nach der passenden Immobilie für den jeweiligen Zweck kann sich schwierig gestalten. Auch die Frage, ob mieten oder kaufen die bessere Wahl ist, muss beantwortet werden. Später kommt noch das Facility Management, also die Verwaltung und Pflege der Immobilie, dazu. Insgesamt gibt es sechs Arten von Gewerbeimmobilien, zwischen denen unterschieden werden muss. Auch darf der Energieverbrauch nicht unterschätzt werden, Strom kann eine der höchsten laufenden Kosten einer Gewerbeimmobilie sein. Sind alle Fragen schließlich beantwortet, kann es dennoch sein, dass das Unternehmen im Laufe der Zeit seinen Standort verlagern möchte oder muss. Im Gegensatz zur Wohnimmobilie, die nach dem Sachwertverfahren beurteilt wird, nehmen Verkäufer dabei das Ertragswertverfahren als Hilfsmittel für die Preisermittlung. Dieses bemisst den Wert des Gebäudes am Gewinn, der dauerhaft mit der Gewerbeimmobilie erzielt werden kann.
marktundmittelstand.de

Konferenz bringt Mittelständler und Start-Ups zusammen: Bei der Konferenz „Hinterland of Things“ in Bielefeld werden Mittelständler und Start-ups einander näher gebracht. Traditionsreiche Mittelständler der Region Ostwestfalen-Lippe wie Claas, Gildemeister, Miele, Dr. Oetker, Dr. Wolff und Schüco sollen enger mit jungen, aufstrebenden Unternehmen zusammenarbeiten. Ihr Ziel: Mithilfe der digitalen Transformation das Überleben der Region Ostwestfalen-Lippe sichern. Wer digital nicht vorne mit dabei bleibt, droht von Digitalkonzernen mit neuen Geschäftsmodellen abgehängt zu werden. Damit das nicht passiert, hat Sebastian Borek im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Hinterland-Konferenz und die Founders Foundation ins Leben gerufen, bei der rund 300 Unternehmertalente ausgebildet sowie knapp 20 Start-Ups erfolgreich gefördert wurden. Gründer Borek sieht für die Kooperation zwischen jungen, visionären Start-Ups und traditionsreichen Familienunternehmen jedoch vor allem ein Problem: „Uns Deutschen fehlt es an Mut“.
handelsblatt.com

Merkel sieht freiheitliche Entwicklung der Industrie bedroht: Kanzlerin Angela Merkel hat vor dem Hintergrund des EU-Verbots der angestrebten Fusion der Bahnsparten von Siemens und Alstom ihren Unmut über das europäische Wettbewerbsrecht geäußert und strebt daher an, dieses zu ändern. Merkel habe in Brüssel beantragt, dass die EU-Regierungschefs eine Diskussion über Europa als Industriestandort führen sollen. Die Kanzlerin habe den Eindruck, dass die europäischen Vorschriften etwa im Umweltbereich und anderen Politikfeldern die freiheitliche Entwicklung der Industrie einschränken. Die Bundesregierung plant, eine Reform des EU-Wettbewerbsrechts spätestens während der deutschen EU-Präsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 durchzusetzen.
spiegel.de

-Anzeige-
Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Konkurrenz aus Asien: Manager müssen tun, was „Made in Germany“ groß gemacht hat wiwo.de

Aussenhandel: Zahlungsausfälle durch Insolvenzen belasten Mittelstand deutsche-mittelstand-nachrichten.de

Digitalkompetenz: Diese drei Facebook-Initiativen sollen kleinen Unternehmen helfen t3n.de

RAT UND TAT

Arbeitgeber müssen Beschäftigte auf Resturlaub hinweisen: Das Bundesarbeitsgericht entschied am Dienstag, dass nicht beantragter Urlaub nicht automatisch verfällt. Mit der Entscheidung hat das Gericht EU-Recht in deutsches Recht integriert. Oliver Klose, Sprecher beim Bundesarbeitsgericht, machte nach der Urteilsverkündung darauf aufmerksam, dass Arbeitnehmer schon verfallen geglaubte Urlaubsansprüche erneut prüfen sollten. Auch sind Arbeitgeber verpflichtet, ihre Angestellten auf nicht genommenen Urlaub hinzuweisen. Anlass für das Urteil war der Fall eines Wissenschaftlers, der 51 Tage Urlaub aus mehreren Jahren bezahlt haben möchte, den er bis zum Ende seines Arbeitsvertrages nicht mehr genommen hatte. Für seinen nicht genommenen Urlaub verlangte der Forscher eine Abgeltung in Höhe von fast 12.000 Euro.
faz.net

Wo sich der deutsche Mittelstand wandeln muss: Beim 21. Wittener Kongress für Familienunternehmen trafen sich rund 350 Familienunternehmer, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Damit Familienunternehmen auch in Krisen nicht den Boden unter den Füßen verlieren, bedarf es dort teils anderer Strategien als in herkömmlichen Unternehmen. Das Wittener Institut für Familienunternehmen hat erstmals eine quantitative Studie zur Familienstrategie von Unternehmerfamilien vorgelegt, die genau beleuchtet, wie weit die Unternehmerfamilien damit sind, der professionellen Firmenführung auch eine professionelle Familienführung an die Seite zu stellen. Denn ein Streit zwischen Familienmitgliedern wirkt sich auch unmittelbar auf das Unternehmen aus. Um im Vergleich mit Fremdmanagern bestehen zu können, bedarf es einer umfassenden Professionalisierung. Mit der Digitalisierung kommen noch weitere Herausforderungen dazu.
handelsblatt.com

-Anzeige-
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

AUS GESPROCHEN

„Dies ist eine sehr gute Entscheidung des Bundesrates. Er setzt damit ein klares Signal zur Sicherung und zum Ausbau des Qualifizierungssystems im Handwerk.”

Holger Schwannecke, Generalssekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, begrüßt die Initiative des Bundesrats zur Wiedereinführung der Meisterpflicht.

deutsche-handwerks-zeitung.de

AUS DER REIHE

Sand entwickelt sich zur Mangelware: Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Wasser steckt in den meisten, alltäglichen Produkten. Laut Bert Vulpius, Geschäftsführer des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe, verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.
n-tv.de