KW6: Kritik an Altmaiers Industriestrategie, was der Kohleausstieg für den Mittelstand bedeutet, warum deutsche Unternehmen beim Brexit so gelassen sind

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Kritik an Altmaiers Industriestrategie: Das kürzlich vorgestellte Industriekonzept von Wirtschaftsminister Peter Altmaier stoß von vielen Seiten auf Kritik. Insbesondere die Grünen werfen dem Wirtschaftsminister vor, mit seinen Plänen Großunternehmen zu bevorzugen und mittelständische Unternehmen zu vernachlässigen. Der Fokus des Ministers auf einzelne Großkonzerne verkenne die „enorme Bedeutung des Mittelstands für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und für den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft“, wie Grünen-Politikerin Anja Hajduk mahnte. Die Bundesregierung tue zu wenig für die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erklärte, Altmaiers Konzept enthalte eine Reihe diskussionswürdiger Vorschläge. Altmaier will mit seiner „Nationalen Industriestrategie 2030“ den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken und ihn vor erstarkender Konkurrenz aus Asien schützen.
spiegel.de

Was der Kohleausstieg für den Mittelstand bedeutet: Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ der Bundesregierung stellte kürzlich ihre Pläne für den Kohleausstieg bis 2038 vor. Bis dahin sollen alle deutschen Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, milliardenschwere Investitionen sollen in den Strukturwandel in den betroffenen Regionen fließen. Die Kohlekommission erwartet, dass durch den Ausstieg aus der Kohlenergie der Strompreis ansteigen wird. Dies könnte für Verbraucher, Industrie und den Mittelstand spürbare Folgen haben. SPD-Politiker warnte, dass der Strompreis auf 35, 40 oder sogar 50 Cent steigen könnte. Durch den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie würde Deutschland knapp die Hälfte seiner aktuellen Energieerzeugungskapazitäten verlieren, die erforderlichen Infrastrukturprojekte für erneuerbare Energien sind jedoch noch immer im Bau. Deutschland bezahlt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bereits jetzt höhere Strompreise. Die energieintensive Produktion mittelständischer Unternehmen könnte also teurer werden.
mittelstandinbayern.de

Großer Generationenwechsel im Mittelstand steht bevor: Laut einer Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels 2018 steht im Mittelstand ein großer Generationenwechsel bevor. Demnach planen rund 227.000 Betriebslenker von mittelständischen Unternehmen, ihre Firma bis Ende des Jahres 2020 in neue Hände zu geben. Vier von zehn Chefs mittelständischer Betriebe sind derzeit älter als 55 Jahre. Für eine erfolgreiche Fortführung des Betriebes ist ein gelungener Wechsel unerlässlich. Dennoch sind unter den Inhabern rund 36.000, die bisher lediglich Informationen zur Unternehmensweitergabe gesammelt haben. Eine geordnete Übergabe erfordere in der Regel jedoch mehrere Jahre Planung, vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. Für 16 Prozent der Inhaber ist sogar eine Stilllegung der einzig denkbare Weg. Dies betrifft vor allem Chefs von Kleinunternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitern.
handelsblatt.com

Deutsche Regierung senkt Prognose für Wirtschaftswachstum: Die Regierung prognostiziert für 2019 ein schwächeres Wirtschaftswachstum. Wirtschaftsminister Peter Altmaier machte bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts vor allem den zunehmenden Gegenwind aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld für die schwächere Prognose verantwortlich. Dazu gehörten der anstehende Brexit und die anhaltenden Handelskonflikte ebenso wie das internationale steuerpolitische Umfeld. Das nun verlangsamte Wachstum müsse ein Ansporn sein, um den Fokus auf Wachstumsimpulse und Zukunftstechnologien zu lenken.
zeit.de, tagesspiegel.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Brexit: Warum deutsche Unternehmen so gelassen sind welt.de

Hidden Champion: Wie deutsche Unternehmen Weltmarktführer werden wiwo.de

Datenschutz: Kanzlerin Merkel fordert von China Sicherheiten bei Huawei-Technik stern.de

RAT UND TAT

Datenmanagement für Mittelständler: Professionelles Datenmanagement ist auch für kleine und mittelständische Unternehmen unerlässlich. Ein nachhaltiger Umgang mit Daten ist im Zeitalter der Digitalisierung ein Garant für Erfolg und Zukunftsfähigkeit. Jedoch nutzt lediglich ein Drittel aller mittelständischen Unternehmen eine Business Intelligence Software, nur rund 17 Prozent haben eine unternehmensweite Datenmanagementstrategie. Mittelständler können dank sogenannter Predictive Analytics einen Blick in die Zukunft werfen. Auf Basis umfassender Algorithmen werden vorausschauende Analysen erstellt, Märkte und Produkte der Zukunft können so besser erfasst werden – eine Chance, die genutzt werden sollte. Auch sollten Daten wie jede andere Ressource behandelt werden, nicht umsonst werden Daten auch als das moderne Gold bezeichnet. Darüber hinaus gilt es, den Prozess des Datenmanagements fortlaufend zu überwachen und wenn nötig zu optimieren oder anzupassen. Zuletzt versprechen integrative Softwarelösungen optimale Abläufe und eine vereinfachte Handhabung.
t3n.de

So werden Mittelständler im Ausland erfolgreich: Der Erfolg Deutschlands als Exportnation geht nicht unwesentlich auf den Erfolg deutscher mittelständischer Unternehmen im Außenhandel zurück. „Made in Germany“ ist nach wie vor ein gefragtes Label, das Qualität und Verlässlichkeit verspricht. Zwar geht ein Großteil des Außenhandelvolumens mittelständischer Unternehmen in europäische Länder, dennoch lohnt sich oft ein Blick darüber hinaus. Außerhalb Europas gibt es zahlreiche aufstrebende Märkte, die erschlossen werden können. Dafür gilt es allerdings, strategisch vorzugehen und zu identifizieren, in welchen Regionen es für ihre Produkte eine relevante Nachfrage gibt. Neben den Klassikern wie China oder den USA lohnt sich auch ein Blick auf Märkte wie Lateinamerika, Südafrika, Indien oder Iran. Ein Joint Venture mit einem ortsansässigen Unternehmen kann den Markteintritt erleichtern.
marktundmittelstand.de

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AUS GESPROCHEN

„Der Innovationsmotor war und ist immer noch der Mittelstand, gerade keine großen Unternehmen. Und da scheint mir ein bisschen der Fokus zu fehlen, dass wir eigentlich mehr tun müssen, um den Mittelstand innovativ zu halten und nicht so sehr die großen Unternehmen.”

Nach Meinung von Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap fehlt der Industriestrategie 2030 von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Verständnis für die Bedeutung des deutschen Mittelstandes.

deutschlandfunk.de

AUS DER REIHE

Skepsis gegenüber Robotern am Arbeitsplatz wächst: Laut einer Studie von Psychologen der Universitäten Würzburg und Linz wächst die Skepsis gegenüber Robotern in der Bevölkerung. Die Skepsis gelte insbesondere Robotern am Arbeitsplatz. Studienautor Markus Appel von der Julius-Maximilian-Universität Würzburg vermutet, dass dahinter die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes stecken könnte. Für die Studie wurden Daten aus dem sogenannten Eurobarometer ausgewertet, einer regelmäßigen Umfrage der Europäischen Kommission unter rund 80.000 Menschen aus 27 Ländern.
spiegel.de