KW4: Deutscher Mittelstand spürt Folgen der Handelskonflikte, Mittelstand fühlt sich von EU überreguliert, Mittelständische IT-Branche bei der Digitalisierung vorne

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Deutscher Mittelstand spürt Folgen der Handelskonflikte: Die creditshelf Aktiengesellschaft, ein Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung, gab in seiner Studie „Finanzierungsmonitor 2019“ bekannt, dass 47 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland die Folgen der derzeitigen Handelskonflikte beklagen. Laut creditshelf-Vorstand Daniel Bartsch treffen viele Unternehmen Vorkehrungen, indem sie große Kreditvolumina anfragen, um von noch niedrigeren Zinsen profitieren zu können. Wirkliche Krisenstimmung herrsche in den Unternehmen jedoch nicht – die meisten seien gut auf eventuelle konjunkturelle Einbrüche vorbereitet.
aktiencheck.de

Mittelstand fühlt sich von EU überreguliert: Kleine und mittelgroße Unternehmen, sogenannte KMU, machen 99 Prozent aller Betriebe in der EU aus. Gerade die fühlen sich von der EU jedoch bevormundet – die zahlreichen Verordnungen und Richtlinien machen den Betrieben zu schaffen. Dies berichtet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einem neuen Positionspapier. So fehle den Unternehmen beispielsweise die nötige Expertise, um mit den Anforderungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung kompetent umzugehen. Der DIHK fordert die EU auf, in ihrer Gesetzgebung auch an die Bedürfnisse des Mittelstandes zu denken. Auch solle die KMU-Definition geändert werden. Diese liegt derzeit bei Betrieben bis 249 Mitarbeitern und Jahresumsätzen bis zu 50 Millionen Euro. So könnten auch aufstrebende Unternehmen von EU-Finanzhilfen profitieren.
handelsblatt.com

Mittelständische IT-Branche bei der Digitalisierung vorne: Die Ergebnisse der Studie zum Digitalisierungsgrad mittelständischer Unternehmen des Germeringer CRM- und ERP-Spezialisten Step Ahead AG dürften kaum überraschen. Am „Digitalisierungs-Check“ nahmen 79 Unternehmen aus der DACH-Region teil. Beim Digitalisierungs-Check wurden vier Handlungsfelder der digitalen Transformation berücksichtigt: Angebot & Services, Prozesse & Organisation, Markt & Kunden sowie Firmenkultur & Mitarbeiter. IT-Unternehmen sind in allen vier Handlungsfeldern in Sachen Digitalisierung ihren Konkurrenten voraus.
beraternews.net

Mittelstand im Fokus von Hackern: Aus einer Befragung des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht sowie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung und der Polizei unter 583 Unternehmen geht hervor, dass fast die Hälfte aller Mittelständler in Deutschland schon von Konkurrenten oder fremden Geheimdiensten ausgespäht wurde oder zumindest diesen Verdacht hegt. Die Autoren der Studie warnen, dass sich kein Unternehmen sicher fühlen könne – die Ergebnisse sind quer durch alle Unternehmensgrößen und Branchen gleich. Allerdings machen weit weniger Unternehmen etwas aus dieser Bedrohungslage. Jedes fünfte Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern hat keine Strategien gegen Cyberspionage.
deutsche-mittelstands-nachrichten.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Meetings: Laut Mitarbeitern Verschwendung mittelstand-nachrichten.de

PIA Group: Neue Standards in der Automation setzen produktion.de

EU-Mittelstandsmonitor des BMWi: Mitsprachemöglichkeiten gestärkt beraternews.net

RAT UND TAT

Wenig Förderung für forschende Mittelständler: Größere Unternehmen und Digitalisierungsinitiativen erhalten viel Geld vom Wirtschaftsministerium. Vor allem für den Mittelstand kann Innovationsförderung ein Segen sein. Für forschende Mittelständer bleibt jedoch meist wenig übrig. Seit drei Jahren verspricht das Wirtschaftsministerium, die Mittel für die industrielle Gemeinschaftsforschung auf 200 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Tatsächlich wurde das Geld aber sogar leicht gekürzt. Der größte Teil davon geht dann an Forscher in Hochschulen oder Einrichtungen wie Fraunhofer-Institute, die im Auftrag der Mittelständler arbeiten. Die Mittelständler selbst müssen meist Eigenleistungen einbringen. Dies bleibt nicht ohne Folgen: Laut KfW ist der Anteil der innovativen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Laufe eines Jahrzehnts von 43 auf nur noch 22 Prozent zurückgegangen.
handelsblatt.com

Wie Mittelständler die Nachfolge regeln: Bei einer plötzlichen schweren Erkrankung oder Tod der Unternehmensführung gilt es, trotz der emotional schwierigen Lage die Nachfolge zu klären. Es liegt in der Natur der Dinge, dass solche Szenarien unvorhergesehen eintreten. Die IHK Wiesbaden rät daher, einen Notfallkoffer für diesen Fall anzulegen. Neben vertraglichen und behördlichen Unterlagen sollte dieser Koffer auch Vollmachten, Testamente und Versicherungspolicen beinhalten. Damit der Zugang zum Unternehmen weiterhin gesichert bleibt, gehören auch Schlüssel und Zugangscodes dazu. Auch Kerninformationen über das Geschäft dürfen nicht fehlen. So hat die Nachfolge direkt alle wichtigen Informationen an einer Stelle, mit der eine effiziente Weiterführung des Geschäfts gesichert ist.
marktundmittelstand.de

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AUS GESPROCHEN

„Politik und Mittelstand müssen sich jetzt konkret auf einen harten Brexit vorbereiten. Es ist unverantwortlich, weiterhin darauf zu hoffen, der Austritt Großbritanniens aus der EU könne doch noch vermieden werden.“

Mittelstandspräsident Mario Ohoven warnte mittelständische Unternehmen vor den Folgen eines immer wahrscheinlicher werdenden harten Brexits.

mittelstandinbayern.de

AUS DER REIHE

Großkonzerne zahlen fast nirgendwo in der EU vollen Steuersatz: Große Konzerne zahlen laut einer Studie der Grünen im EU-Parlament fast nirgendwo in der Europäischen Union den gesetzlich vorgeschriebenen Steuersatz. Es gebe massive Unterschiede zwischen den offiziell geltenden Steuern und der tatsächlich gezahlten Abgabenlast multinationaler Unternehmen, teilten die Grünen am Dienstag mit. Kleinere Firmen würden in den meisten Ländern spürbar benachteiligt gegenüber grenzüberschreitend tätigen Konzernen: Je größer das Unternehmen, desto geringer der effektive Steuersatz. Demnach gibt es in Luxemburg die stärkste Abweichung zwischen nominalem und effektivem Steuersatz. Auch in Ungarn, den Niederlanden und Österreich sei die Differenz größer als im EU-Durchschnitt. In Deutschland liegt die Abgabenlast eigentlich bei 30 Prozent; der Untersuchung zufolge führten Konzerne aber tatsächlich nur 20 Prozent an den Fiskus ab.
tagesspiegel.de