KW39: Mittelstandsplan bis 2025 gefordert, Sehnsucht nach Jamaika, Aufschwung im IT-Mittelstand

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Mittelstandsplan bis 2025 gefordert Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand, die aus zehn Verbänden besteht, fordert von der neuen Bundesregierung einen Mittelstandsplan bis 2025, um die Substanz und Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. Nur ein stabiler Mittelstand, dem Spielräume für unternehmerisch freies Handeln, für Innovationen und Investitionen bleiben, schaffe die Grundlagen zum Erhalt des deutschen Wohlstands, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft. Nur ein leistungsfähiger Mittelstand erwirtschafte die Grundlagen, um Deutschland zu digitalisieren, die Alterssicherung zu stabilisieren und die Energiewende zu meistern. Im Zentrum eines Mittelstandsplans 2025 müssten laut Arbeitsgemeinschaft deshalb drei Ziele stehen: die Stärkung der Selbstständigkeit, Förderung von Gründungen und der Subsidiarität von mittelständischen Unternehmen. sazsport.de, faz.net

Sehnsucht nach Jamaika Mit Kursgewinnen feiert der Deutsche Aktienindex (Dax) den Ausgang der Bundestagswahl. Um rund ein Prozent gingen die Kurse gleich zum Handelsbeginn in die Höhe. Der Grund: Ein Linksbündnis scheidet aus. Doch der Mittelstand wünscht sich eine Unions-geführte Jamaika-Koalition, wie eine Umfrage des Mittelstandsverbands BVMW kurz vor der Wahl zeigte. Gut 34 Prozent der befragten Firmen sprachen sich für ein Bündnis von CDU/CSU, Grünen und FDP aus. Eine Blitzumfrage des Deutschen Mittelstands-Bunds (DMB) nach der Wahl bestätigt dies: Demnach plädieren 38 Prozent der Firmen für eine Jamaika-Koalition und 34 für ein Bündnis aus Union, SPD und FDP, während nur elf Prozent eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP favorisieren. tagesspiegel.de, onvista.de

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Kommt die große Steuerreform? Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

Aufschwung im IT-Mittelstand: Im IT-Mittelstand sind die Auftragsbücher gut gefüllt und die Stimmung ist so positiv wie lange nicht. Das Geschäftsklima hat ein neues Zwei-Jahres-Hoch erreicht. Auch die Erwartungen entwickeln sich weiter nach oben. Der Bitkom-ifo-Digitalindex notierte im Juni 2021 bei 38,0 Punkten. Noch zu Jahresbeginn waren es 24,6 Punkte weniger (13,4 Punkte). Die Geschäftslage entwickelt sich konstant positiv und ist auf 42,1 Punkte geklettert. Die Erwartungen liegen bei 34,0 Punkten, was heißt, dass die weit überwiegende Mehrheit der mittelständischen Unternehmen für die kommenden sechs Monate von steigenden Umsätzen ausgeht, heißt es vonseiten der BITKOM. In der Pandemie habe die Digitalisierung in der Wirtschaft stark an Bedeutung gewonnen, viele Unternehmen stellten sich digital auf, auch um gegen künftige Krisen gewappnet zu sein. Der IT-Mittelstand helfe dabei und profitiere davon.

Den ostdeutschen Mittelstand nicht vergessen: Der Unternehmerverband Berlin-Brandenburg hat an die neue Bundesregierung appelliert, sich für den ostdeutschen Mittelstand einzusetzen. Die ostdeutsche Wirtschaft dürfe global nicht den Anschluss verlieren. Oberste Priorität habe deshalb eine Reform der Steuern, Abgaben und Umlagen im Energiebereich sowie des CO2-Preises, forderte der Präsident des Unternehmerverbandes, Burkhardt Greiff, in einer Mitteilung. Darüber hinaus dürfe der Kohleausstieg, der in einem gesellschaftlichen Konsens auf 2038 festgelegt worden sei, nicht durch politischen Aktionismus ausgehebelt werden. sueddeutsche.de, n-tv.de

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Koalitionsverhandlungen und die Folgen für die Wirtschaft: Kurz nach der Bundestagswahl befürchtet der Zentralverband des Deutschen Handwerks schwierige Koalitionsverhandlungen, die die Erholung der Wirtschaft abbremsen könnte. Eine „Hängepartie“ wie nach der letzten Wahl könnten die Betriebe nicht gebrauchen. Derzeit gebe es weder eine klare Mehrheit für eine „vor allem auf sozialpolitisches Verteilen“ ausgerichtete Politik noch für eine Weiterführung des bisherigen Politikkurses. Doch Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert von den Verantwortlichen, rasch Sondierungsgespräche und dann Koalitionsberatungen aufzunehmen. Die künftigen Regierungsparteien sollten sich auf ein Programm einigen, mit dem sich die Zukunft gestalten lässt. deutschlandfunk.de, handwerksblatt.de

Kurzmeldungen

Die Forderung: Klarer Kurs pro Mittelstand statt fauler Koalitionskompromisse presseportal.de
Open Calls – Förderung für den Mittelstand leicht gemacht nachrichten.idw-online.de
Lieferketten im Fokus: So lassen sich Unsicherheiten reduzieren marktundmittelstand.de
Innovationsförderung für den Mittelstand verlängert mittelstandinbayern.de
Katherina Reiche wird „Managerin des Jahres 2021“ marktundmittelstand.de
Umfrage: Pandemie beschleunigt Mittelstand businessportal24.com

RAT UND TAT

Trotz hoher Inflation – Verbraucherstimmung so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr: Zur Besserung des Konsumklimas tragen laut dem Konsumforschungsunternehmen GfK derzeit auch steigende Einkommensaussichten und die anziehende Konsumneigung bei. Außerdem legten viele Bürger in der abebbenden Krise nicht mehr so viel Geld bei Seite. Zudem steige die Zuversicht der Konsumenten, dass die vierte Coronawelle weniger ausgeprägt sein werde als von vielen befürchtet, begründete GfK die neuste Entwicklung. Es prognostiziert in seinem Konsumklimabarometer für Oktober einen Wert von 0,3 Punkten und somit 1,4 Zähler mehr als im September. Im April 2020 wurde zuletzt ein noch besserer Wert gemessen.
spiegel.de, handelsblatt.com

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Starke Nachfrage, knappes Angebot – Ölpreise steigen auf Dreijahreshoch: Die Preise am Ölmarkt steigen weiter. Die Nordsee-Sorte Brent legte um 0,7 Prozent zu und sprang über die Marke von 80 Dollar je Barrel (159 Liter). Damit erreicht der Brent den höchsten Stand seit drei Jahren. Für den Preisanstieg gibt es mehrere Gründe. Am Ölmarkt steigt momentan die Nachfrage, denn in einigen Ländern erholt sich die Wirtschaft von der Corona-Pandemie und es gibt einen erhöhten Bedarf an Erdöl, Benzin und Diesel. Außerdem produziert der Ölverbund Opec+ seit Monaten weniger als vereinbart. Darüber hinaus wachsen Befürchtungen, dass die derzeitige Preisrallye am Gasmarkt auf den Ölmarkt übergreifen könnte.
spiegel.de, handelsblatt.com

AUS GESPROCHEN

Corona hat zu mehr Entscheidungsfreude und schnelleren Veränderungen geführt

sagt der Unternehmer Peter Hertweck zu den Ergebnissen seiner Umfrage bei 100 mittelständischen Unternehmern.
businessportal24.com

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novalis.tv. – Wir erzählen Geschichten mit all ihren Facetten. Unsere Reportagen sind hautnah dabei und dank unserer Realisatoren mit Regieerfahrung eindrucksvoll und ästhetisch umgesetzt.
novalis.productions

AUS DER REIHE

Möwe schützt Autofahrer vor Strafe: Klingt absurd, ist aber wahr: Eine Möwe hat einen Raser in einem Küstenort in der Normandie vor einer Strafe geschützt. Der Autofahrer war zu schnell unterwegs und wurde geblitzt. Er entging aber mithilfe der Möwe einer Geldbuße. Die Polizei stellte nach dem Vorfall ein Blitzerfoto online, auf dem eine vor der Kamera vorbeifliegende Möwe mit dem Flügel den Blick auf das Nummernschild des geblitzten Autos verdeckt. Man empfehle jedoch generell, den Fuß vom Gas zu nehmen, so die Polizei.
spiegel.de