KW3: Cyber-Sicherheitscheck für den deutschen Mittelstand, Interim-Manager im Mittelstand, Digitalisierung nimmt Fahrt auf, Bayerns Mittelstand kaum auf Brexit vorbereitet

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Cyber-Sicherheitscheck für den deutschen Mittelstand: Eine Forsa-Umfrage hat ergeben, dass knapp drei Viertel der mittelständischen Betriebe das Risiko von Cyberangriffen für hoch bis sehr hoch halten – im eigenen Betrieb jedoch geringe Vorkehrungen treffen. Dort sinke das Risikobewusstsein auf nur ein Drittel. Um die eigene Gefährdungslage realistisch einschätzen zu können, bietet der neue Cyber-Sicherheitscheck der deutschen Versicherer nun die Möglichkeit, herauszufinden, wie gut man gegen Gefahren aus dem Netz geschützt ist. Sind die Passwörter sicher? Wer darf auf welche Daten zugreifen? Wie oft werden Sicherheitskopien erstellt? Der Fragebogen deckt Schwachstellen auf und gibt Hinweise, wo und wie die IT-Sicherheit verbessert werden kann.
cebra.biz

Interim-Manager im Mittelstand: Sie sollen effektiv, unauffällig und eher im Hintergrund arbeiten. Interim-Manager übernehmen auf Zeit kurzfristig Leitungsfunktionen, wenn eine Führungskraft erkrankt oder spontan kündigt. In Deutschland gibt es rund 10.000 selbstständige Manager, welche diese Funktion übernehmen. Besonders im Mittelstand, der seine gesamten Prozesse digitalisieren muss, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, ist ein solches Angebot attraktiv. Oft fehle die Zeit, um in einem langwierigen Verfahren per Stellenausschreibung eine Führungskraft zu suchen. Laut Marei Strack, Vorsitzende des Dachverbands Deutscher Interim-Manager, täten sich insbesondere mittelständische Firmen immer schwerer, die notwendigen Fach- und Führungskräfte kurzfristig zu generieren.
deutschlandfunk.de

Digitalisierung nimmt Fahrt auf: Um die Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen steht es gut. Für ein Digitalisierungsprojekt Kredite zu bekommen ist allerdings schwieriger. Die meisten Investitionen werden aus internen Mitteln finanziert. Das Interesse an Digitalisierungsprojekten ist jedoch ungebrochen. Laut KfW wollen mehr als die Hälfte aller Firmen in den nächsten zwei Jahren in diesen Bereich investieren. Vor allem große Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz haben Investitionen fest eingeplant. Bei den kleinen Unternehmen bis eine Million Euro Jahresumsatz haben rund 32 Prozent entsprechende Pläne. Mit Investitionen in Digitalisierung wollen die Unternehmen vor allem ihre Effizienz steigern, etwa durch die Verknüpfung der IT-Systeme zwischen den Geschäftsbereichen oder in der Produktion.
handwerksblatt.de

Bayerns Mittelstand kaum auf Brexit vorbereitet: Die IHK München und Oberbayern befürchtet, dass mit einem No-Deal-Brexit stürmische Zeiten für kleine und mittlere Unternehmen bevorstehen. Für kleinere Unternehmen, die bisher vor allem in der EU Handel getrieben haben, wäre ein harter Brexit eine enorme Umstellung, auf die man sich nur schwer vorbereiten könne. Betroffen wären nicht nur Direktexporteure, sondern auch Zulieferer. Neue Zollbestimmungen und exportkontrollrechtliche Fragen seien für Kleinbetriebe eine Herausforderung. Der Handelsrückgang zwischen Großbritannien und der EU ist bereits Ende 2018 spürbar gewesen – um rund sieben Prozent ging das Handelsvolumen zwischen Bayern und dem Inselstaat zurück.
br.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Pflichtversicherung: Im neuen Jahr ist Schluss für Fleischer handwerksblatt.de

Nach Brexit-Abstimmung: Mittelstandspräsident fordert Bildung einer Brexit Task Force presseportal.de

No deal? No good! Wirtschaftsvertreter schlagen Alarm econo.de

RAT UND TAT

Mit diesen Werten locken Firmen junge Fachkräfte: Viele sogenannte Digital Natives, jene Generation, welche mit digitalen Technologien aufgewachsen ist und diese selbstverständlich anwenden kann, stellen hohe Anforderungen an zukünftige Unternehmen. Gerade für mittelständische Unternehmen sind junge und motivierte Mitarbeiter attraktiv, können jedoch schwer zu finden sein. Uwe Rittmann, Leiter für Familienunternehmen und Mittelstand bei der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC macht darauf aufmerksam, dass ein zeitgemäßer Wertekanon sowie ein gesellschaftliches, ökologisches und soziales Bewusstsein ein Unternehmen für junge Arbeitnehmer wesentlich attraktiver macht. Gerade durch den Fachkräftemangel kann es sich lohnen, positive Werte offen nach außen zu tragen.
handelsblatt.com

Was es bei der Investorensuche zu beachten gibt: Gerade mittelständische Unternehmen sind ein beliebtes Investitionsobjekt. Zu einem der großen Schritte eines mittelständischen Unternehmen gehört es, sich einen Investor mit an Bord zu holen. Dabei stellen sich viele Fragen – wie findet man den richtigen Geldgeber und welche verschiedene Arten von Investoren gibt es? Mittelständler nach speziell zu ihrem Geschäftsmodell passenden Investoren suchen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zusammenarbeit für beide Seiten. Spezialisierte Beteiligungsgesellschaften können helfen. Auch sollte ein an Investoren interessierter Mittelständler Begriffe wie Business-Angels oder Private-Equity-Häuser verstehen können.
marktundmittelstand.de

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AUS GESPROCHEN

„Die Suche nach Fachkräften ist auf dem Land nicht schwerer oder einfacher als in Städten oder Ballungszentren. Entscheidend ist die Situation der Betriebe. Ich kenne viele Handwerksunternehmen in den ländlichen Regionen, die sich etwas einfallen lassen und die deshalb ihre Stellen besetzen können. ”

Für Robert Wüst, den jüngsten Handwerkskammer-Präsidenten in Deutschland, ist ein Standort auf dem Land nicht per se schlecht. Um Arbeitskräfte anzulocken, käme es entscheidend auf die Initiative der Unternehmen an. Wüst leitet in fünfter Generation einen Metallbaubetrieb in Pritzwalk, Brandenburg.

handwerksblatt.de

AUS DER REIHE

Ärger mit Behörde wegen zu wenig Zucker: Die Trendlimonade Lemonaid hat Ärger mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte bekommen. Das Amt bemängelt, dass in der Limonade zu wenig Zucker sei, und sich folglich nicht so nennen dürfte. Es heißt, nur jene Getränke dürften als Limonade vertrieben werden, die einen Gesamtzuckergehalt von mindestens sieben Gewichtsprozent aufweisen. Lemonaid enthalte nur rund sechs Prozent Zucker. Lemonaid-Limonaden sind bio und Fairtrade. Nach eigenen Angaben geht für jede verkaufte Flasche ein Betrag von fünf Cent an einen guten Zweck.
spiegel.de