KW12: Mittelstand gegen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank, Fachkräfte sogar in Konjunkturflaute rar, EU-Parlament fordert klimaneutrale Wirtschaft bis 2050

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Mittelstand gegen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank: Der deutsche Mittelstand steht einer möglichen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank sehr kritisch gegenüber, wie die großen Mittelstandsverbände verlauten liessen. So wünscht sich beispielsweise Reinhold von Eben-Worlée, Verbandspräsident der Familienunternehmer, grundsätzlich mehr Wettbewerb. Eine Fusion würde die Dynamik verringern. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. Ohoven ist skeptisch, dass die Fusion zweier angeschlagener Bankhäuser zu einer stärkeren Bank führt. Doch gerade ein leistungsfähiges und wirtschaftlich gesundes deutsches Bankhaus mit weltweiten Aktivitäten sei der erste Ansprechpartner für Mittelständler, die weltweit agieren. Auch die Exportwirtschaft brauche große Banken, die im Wettbewerb miteinander stehen. Finanzminister Olaf Scholz hingegen hat mehrfach die Bedeutung einer starken deutschen Großbank betont und kritisiert, dass es in den vergangenen Jahren in Deutschland keine Industriepolitik in der Finanzbranche gegeben habe.
deutsche-mittelstands-nachrichten.de

Fachkräfte sogar in Konjunkturflaute rar: Laut dem Arbeitsmarktreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertags DIHK verschärft sich der Fachkräftemangel trotz der schwächeren Konjunktur weiterhin. Demnach haben fast die Hälfte aller Firmen Probleme, geeignete Kandidaten für offene Stellen zu finden. Besonders stark betroffen davon sei die Bauwirtschaft, wodurch sich etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur verzögere. Zunehmende Engpässe gebe es auch im Werkzeugmaschinenbau sowie in der Elektrotechnik. Die Firmen bräuchten aber gut qualifizierte Fachkräfte, um sich im Wettbewerb zu behaupten. Fast drei Viertel der Betriebe mit langfristig unbesetzten Stellen bekämen keine oder nicht genügend Bewerbungen. Als zweithäufigste Ursache für Probleme bei der Stellenbesetzung nennen Firmen geringe oder unpassende Qualifikationen.
merkur.de

EU-Parlament fordert klimaneutrale Wirtschaft bis 2050: Das EU-Parlament stimmte am Donnerstag in Straßburg mit 369 Stimmen dafür und 116 Stimmen dagegen bei 40 Enthaltungen für eine Wirtschaft ohne Treibhausgase bis zum Jahr 2050. Dafür soll ein Fonds ins Leben gerufen werden, der die von den Umwandlungen besonders betroffenen Regionen unterstützen soll. Laut der Resolution kann die klimaneutrale Wirtschaft 2,1 Millionen neue Jobs in der EU schaffen, stellt jedoch für die betroffenen Regionen eine Mehrbelastung dar. SPD-Abgeordneter Jo Leinen erklärte daher, dass die Transformation der Wirtschaft „für alle Menschen gerecht verlaufen“ müsse und niemand zurückbleiben dürfe. Mit Klimaneutralität ist eine völlige Abkehr von Öl, Kohle und Gas in der Wirtschaft, der Energieversorgung und im Verkehr gemeint. Zudem sollen andere Quellen für Klimagase zum Versiegen gebracht und auch Kohlendioxid aus der Luft abgeschöpft werden, etwa durch Aufforstung von Wäldern.
handelsblatt.com

Wirtschaftsweise korrigieren Prognose nach unten: Angesichts der sich eintrübenden Konjunktur korrigierte der Sachverständigenrat der fünf Wirtschaftsweisen die Prognose für die Jahre 2019 und 2020 nach unten. Demnach werden nur noch durchschnittliche Wachstumsraten von 0,8 beziehungsweise 1,7 Prozent erwartet. Zuvor hatte die Prognose ein Plus von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt; im Vorjahr hatten die Experten sogar noch mit einem Wachstum von 1,8 Prozent gerechnet. Die Prognose hat sich somit halbiert. Als Begründung führen die Wirtschaftsweisen vor allem Produktionsprobleme in der Auto- und Chemieindustrie sowie eine sich abbremsende Expansionstempo der deutschen Wirtschaft an. „Die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft ist vorerst vorüber“, erläutert der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt. Eine Rezession sei jedoch nicht zu erwarten.
wiwo.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Wirtschaftsminister Altmaier: Meisterpflicht als Garantie für Fachkräftesicherung handwerksblatt.de

Digitalisierung: Der Nutzen digitaler Tools für den Mittelstand mittelstand-nachrichten.de

Datenschutz: Familienunternehmer sehen durch neue Transparenzregeln Grundrechte verletzt handelsblatt.com

RAT UND TAT

Die zehn wichtigsten Steuern für Mittelständler: Martin Pirkl gibt Mittelständlern eine Übersicht über die Unternehmensbesteuerung und zeigt auf, wer wieviel und wofür zahlen muss. Der deutsche Steuerdschungel ist mit 40 verschiedenen Steuerarten in den Finanzämtern recht unübersichtlich. Zu den zehn wichtigsten Unternehmenssteuern zählen die Gewerbesteuer, die Körperschaftssteuer, der Solidaritätszuschlag, die Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Erbschaftssteuer, Grunderwerbssteuer, Grundsteuer, die Kapitalertragssteuer sowie die Einfuhrumsatzsteuer. All diese Steuern haben ihre eigenen Besonderheiten, bei denen im einfachsten Falle ein Steuerberater wertvolle Unterstützung leisten kann.
marktundmittelstand.de

Wahl der falschen Bank kann teuer werden: Für die neue Ausgabe ihrer Zeitschrift „Finanztest“ hat die Stiftung Warentest die Konditionen gängiger Finanzierungsmodelle verglichen und mahnt vor den auf den ersten Blick geringfügigen Unterschieden zwischen den Finanzierungsmodellen. Aufgrund langer Laufzeiten für Immobilienkredite über mehrere Jahrzehnte sowie Zinseszins-Effekten können sich Unterschiede in Höhe von bis zu 70.000 Euro ergeben. Hinzu kommt: Viele Banken überarbeiten ihre Konditionen regelmäßig. Ein derzeit günstiger Anbieter bietet in einigen Monaten womöglich verhältnismäßig schlechte Konditionen an. Zudem hängen die Zinsen stark vom konkreten Objekt ab. Ein gründlicher Vergleich verschiedener Angebote ist daher unerlässlich.
spiegel.de

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AUS GESPROCHEN

„Ein Leader ist dafür verantwortlich, dass im Betrieb eine angenehme Unternehmenskultur herrscht, damit die Mitarbeiter gut und gerne arbeiten können. Diese Führungsqualitäten werden immer wichtiger.”

Für Strategieberater Franz Kühmayer ist die Trumpfkarte des Mittelstandes vor allem eine attraktive Führungskultur. Eine gute Führungskraft sollte sich auf das Menschliche konzentrieren, so Kühmayer.

marktundmittelstand.de

AUS DER REIHE

Großalarm bei Kentucky Fried Chicken: Bei der Hähnchen-Fast-Food-Kette „Kentucky Fried Chicken“ im Nordrhein-Westfälischen Kamen ist es am Dienstagabend zu einem Großeinsatz gekommen, nachdem eine Gruppe von Imbissgästen im Anschluss an ihr Abendessen über Übelkeit geklagt hatte. Auch einer weiteren Gruppe soll es ähnlich ergangen sein, diese hatte das Gelände aber schon verlassen. Die fünf Personen kamen vorsorglich ins Krankenhaus, wurden aber am selben Abend wieder entlassen. Die Polizei stellte Proben des Frittierfetts sicher. Ordnungsamt und öffentlicher Gesundheitsdienst prüfen den Fall.
bild.de