KW 48: Basel IV geht in die falsche Richtung, Russland will starken Mittelstand, Keine Zeit für Weiterbildung

AUS POLITIK & MITTELSTAND

Basel IV geht in die falsche Richtung: Auf internationaler Ebene wird derzeit zwischen Notenbanken und Aufsehern um neue Eigenkapitalvorgaben für Bankkredite gerungen. Es werden höhere Eigenmittelanforderungen bei Instituten mit vergleichsweise risikoarmen Geschäftsmodellen erwartet. Eine Gefahr für den Mittelstand, denn ein Folge dieser Abkehr vom Proportionalitätsgrundsatz wäre eine Verteuerung der Kredite oder auch eine Einschränkung der Kreditvergabe.
technischerhandel.com

Russland will starken Mittelstand: Der Petersburger Dialog soll die angespannten wirtschaftlich Beziehungen zwischen Russland und Deutschland wieder auflockern. „Es war ein sehr guter Austausch“, berichtet ein Teilnehmer vom jüngsten Treffen zwischen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und dem russischen Wirtschaftsminister Azer Talibow. Dabei hat die russische Seite ihr Interesse an dem Aufbau eines starken Mittelstands geäußert. „Die Deutschen können zeigen, wie das Erfolgsmodell eines starken Mittelstands funktioniert“, hieß es in Teilnehmerkreisen.
welt.de

Keine Zeit für Weiterbildung: Auf den fortschreitenden digitalen Wandel müssen die Arbeitnehmer mit lebenslangem Lernen reagieren. Doch nach einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom fühlen sich die meisten Arbeitnehmer auf die kommenden Herausforderungen nicht genügend vorbereitet. 72 Prozent beklagen, während der Arbeitszeit nicht genügend Zeit für Weiterbildung zu haben. 92 Prozent empfinden aber lebenslanges Lernen als wichtig, 88 Prozent sehen digitale Kompetenzen als Voraussetzung für beruflichen Erfolg.
karriere.de

Zu wenig Beteiligungen von Mitarbeitern an Unternehmen: In Europa sind die Mitarbeiter von Startups vor allem im Vergleich zu den USA immer noch zu wenig an ihren Unternehmen beteiligt. Eine Studie des Wagniskapitalgebers Index Ventures zeigt: Bei Later-Stage-Startups gehören im Durchschnitt zehn Prozent des Unternehmens den Mitarbeitern. In den USA sind es 20 Prozent. Beteiligungen gelten im Silicon Valley als gute Mittel, die Mitarbeiter zu motivieren und Talente an das Unternehmen zu binden.
gruenderszene.de

EU will Immobilienbesitzer bei Ladesäulen in die Pflicht nehmen: Besitzer von Immobilien, die nicht bewohnt sind – also Supermärkte, Einzelhandel, Hotels, Büro- und Industriegebäude – sollen ab 2025 verpflichtet werden, mindestens eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge zu installieren, wenn auf dem Parkplatz des Gebäudes mehr als zehn Stellplätze vorhanden sind. Aus dieser Forderung will das EU-Parlament eine Richtlinie machen. Die Verhandlungen dazu beginnen Anfang Dezember in Brüssel zwischen Parlament, Mitgliedsstaaten und Kommission.
tagesspiegel.de

Europäische Sartup-Datenbank: Das Wiener Startup Startablish bringt die erste Echtzeit-Datenbank für Startups in Europa. Seit einigen Monaten werden die Daten eingepflegt. Schon jetzt handelt es sich um die aktuellste Datenbank um Europas Startup-Ökosystem. Angesprochen werden Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie innovationsfreudige Firmen. In die Datenbank sollen aber nur wirkliche Startups. Über mehrere Algorithmen bekommt das Team eine Vorauswahl von Jungunternehmen, auf die bestimmte Kriterien zutreffen. CEO Sebastian Taucher erklärt: “Das ist noch immer eine große Fülle. Dann entscheiden wir manuell nach drei Fragen: Ist das Unternehmen innovativ? Ist es skalierbar? Und ist es wachstumsorientiert?”
derbrutkasten.com

Schlewig-Holstein: Wirtschaftsrat der CDU fordert Aufnahmetest fürs Gymnasium kn-online.de
E-Health-Startup Temedica sammelt Millionenbetrag ein gruenderszene.de
Mecklenburg-Vorpommern: FDP lehnt verschärfte Vergabekriterien der Landesregierung ab liberale.de

AUS GEZÄHLT

Um 37 Prozent ist die Zahl der offenen Stellen bei qualifizierten Unternehmensdienstleistungen im November im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dazu gehören unter anderem Unternehmensberater, Werbeagenturen, Architekten, Makler und IT-Dienstleister.
spiegel.de

RAT UND TAT

Die Digitalisierung bereitet Probleme: Auf der Hub Konferenz des Digitalverbands Bitkom konnten sich viele Unternehmen am Dienstag über Möglichkeiten und Risiken der Digitalisierung informieren. Der Informationsbedarf ist extrem hoch. Schließlich hat fast jedes dritte Unternehmen in Deutschland noch keine Strategie zum Umgang mit der technologischen Veränderung. Dabei fürchtet ein Viertel, die Digitalisierung könnte die Existenz der gesamten Firma gefährden, wie eine neue Bitkom-Studie zeigt. “Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem in der deutschen Wirtschaft”, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Schließlich würden sich 60 Prozent der Befragten selbst als Nachzügler in Sachen Digitalisierung bezeichnen. Gleichzeitig investiert in diesem Jahr nur jeder Fünfte in die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.
tagesspiegel.de

Industrie 4.0: Erste Schritte und frühe Ernte: Industrie 4.0 und Big Data sind derzeit große Themen in mittelständischen Unternehmen. Weil der Druck wächst, steigt auch die Fehlerquote. Oft werden beim Einstieg in die Materie zu viele Schritte auf einmal gemacht. Zunächst sollte man sich klarmachen, welches Ziel und welchen Nutzen die gewünschte Maßnahme hat. Es hilft auf die Neugier der Mitarbeiter zu setzen und so die Datenkultur in die Abteilungen zu tragen. Für einen erfolgreichen Wandel in Richtung Industrie 4.0 muss nicht die komplette Produktionsstraße umgekrempelt werden.
it-daily.net

AUS GESPROCHEN

„Grundsätzlich ist eine stabile und handlungsfähige Regierung wichtig, aber nicht um jeden Preis für unser Land. Im Gegenteil: Vor allem die demographischen Herausforderungen und die notwendigen Innovationen können keine Weiter-so-GroKo gebrauchen.”
Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, fürchtet, dass Koalitionsgespräche mit der SPD zu teuer werden.
tagesspiegel.de

AUS DER REIHE

Craft-Beer ein Segen für Hopfenbauer: Der weltweite Craft-Beer-Trend ist ein regelrechtes Konjunkturprogramm für deutsche Hopfenbauer. So wird die Anbaufläche 2018 auf mehr als 20.000 Hektar wachsen. Bereits in diesem Jahr wuchs die Fläche nach Zahlen der Hopfenpflanzer-Verbände um gut fünf Prozent auf 19.500 Hektar. Zwar trinken die deutschen weniger Bier, doch die Craft-Biere von Mikrobrauereien haben in der Regel einen deutlich höheren Hopfengehalt. In Sachen Hopfen belegt Bayern weltweit Platz zwei hinter den USA. Manche Hopfenbauern haben jetzt schon die Ernte des Jahres 2025 verkauft.
spiegel.de

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