KW 44: Diskussion um 3G-Regel in Unternehmen, Weltklimakonferenz in Glasgow, Rohstoffoffensive benötigt

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Diskussion um 3G-Regel in Unternehmen: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat angesichts steigender Corona-Zahlen gefordert, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen. Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur, in vielen Firmen sei die 3G-Regel bereits Realität. Aktuell gebe es jedoch einen Spalt zwischen Nachweisbarkeit und Behauptung, ob jemand geimpft, genesen oder getestet sei. Im September hat sich die Bundesregierung erst darauf geeinigt, dass Arbeitgeber in besonders sensiblen Bereichen wie Altenpflege oder Kinderbetreuung den Impfstatus der Mitarbeiter abfragen dürfen. Eine Ausweitung dieser Regelung sehen viele Menschen in Deutschland aber kritisch und verweisen auf den Datenschutz. Ihr Argument dabei: Sensible persönliche Informationen gehen den Arbeitgeber nichts an.
nwzonline.de#

Weltklimakonferenz in Glasgow: Auf der Weltklimakonferenz berät die Staatengemeinschaft darüber, wie sie den 1,5-Grad-Weg von Paris erfolgreich beschreiten kann. Es werden schwierige Beratungen sein. Dabei eröffnet Mut beim Klimaschutz große Chancen – auch im Mittelstand. Schon seit Langem weist der BVMW darauf hin, dass es im Mittelstand noch enorme Potenziale zu erschließen gibt. Voraussetzung dafür ist ein fairer Markt, in dem die richtigen Anreize für private Investitionen gesetzt werden. Was dafür nötig ist, hat der BVMW in einem Impulspapier für eine mittelständische Energiewende skizziert.
bvmw.de

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Erfindergeist ist innovativ und prägt die Zukunft von Unternehmen, Selbstständigen und von der Gesellschaft. Wie schützt man geistiges Eigentum effektiv? Was gibt es alles zu beachten und wie läuft das Ganze mit dem Patent ab? Die Wirtschaftsjournalistin Jessica Schwarzer befragt dazu Patentanwältin Diana Taubert. Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig der Schutz von geistigem Eigentum, im Fachjargon auch Intellectual Property gennant, ist. Taubert selbst hat einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und war früher als Entwicklungsingenieurin tätig. Sie weiß, wie relevant die Schutzrechte für Unternehmen, Start-ups, Mittelständler und auch für Privatpersonen sind. Insbesondere in der heutigen Welt, in der der Wettbewerb weltweit steigt, ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtiger denn je und, „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Deshalb bedarf es einer expliziten Beratung, um Chancen und Risiken abzuschätzen. Auch die passende Strategie ist unabdingbar, um die Ideen zu schützen. Da es auch immer eine Kostenfrage ist, empfiehlt Taubert Förderprogramme und die DIN 77006 für Qualitätsstandards im Management von IP in Unternehmen. Dabei handelt es sich um einen Leitfaden, der die Prozesse im IP Management darstellt und systematisiert. youtube.com

Rohstoffoffensive dringend nötig: Angesichts vermehrter Lieferengpässe drängt der deutsche Mittelstand auf eine Rohstoffoffensive der kommenden Bundesregierung, notfalls im Alleingang. „Der Mittelstand erwartet, dass die Rohstoffsicherung Teil eines Koalitionsvertrages wird“, sagte der Hauptgeschäftsführer Markus Jerger. Er betonte zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP in Berlin: „Praktisch alle Branchen im Mittelstand leiden unter dem sich verschärfenden Rohstoffmangel und Lieferengpässen.“ Er forderte, die Politik dürfe nicht länger tatenlos zusehen, wenn fast 80 Prozent der Produktionsunternehmen über akute Engpässe bei der Beschaffung von Vorprodukten klagen.
n-tv.de

Gemeinsame Forderung nach Digitalministerium: Nach Einschätzung des deutschen Mittelstands und der Digitalwirtschaft, ist die Schaffung eines Digitalministeriums auf Bundesebene nötig, um die Reihe an digitalpolitischen Ideen und Vorhaben durch eine Stelle zentral koordinieren und umsetzen zu können. Der Deutsche Mittelstand und Partner fordern dabei den Digitalpolitischen Aufbruch durch ein eigenes Ministerium zu steuern und klare Zuständigkeiten. Es wurde ein 12-Punkte-Plan ausformuliert.
bvmw.de

Unternehmerfamilien vollziehen Oetker-Aufspaltung: 130 Jahre nach der Gründung der Oetker-Gruppe teilt sich das Unternehmen. Die Teilung sei nun am 2. November vollzogen, teilte es mit. Bereits vor gut drei Monaten hat die Gruppe die geplante Aufspaltung des 1891 gegründeten Familienunternehmens, die auf Wunsch der Erben erfolgen sollte, bekannt gegeben. Der 2007 verstorbene Rudolf-August Oetker hatte allen acht Kindern aus drei Ehen je 12,5 Prozent des Konzerns übergeben. Die fünf älteren Kinder stehen bei der Trennung den drei jüngeren gegenüber. Mit der Trennung überwinden die Gesellschaftergruppen ihre „unterschiedlichen Vorstellungen zur Führung und Strategie der Oetker-Gruppe“.handelsblatt.com

Kurzmeldungen

Robotik in Unternehmen: Ergänzen, nicht ersetzen it-zoom.de
Energierohstoffe: Warum sind die Energiepreise so hoch? vdi-nachrichten.com
Digitalisierung: Auf dem Weg zu einer Industrie 4.0 industrielle-automation.net

RAT UND TAT

Vermögensfresser Inflation? Im September stieg die Inflationsrate bereits auf über vier Prozent und damit auf ein seit 28 Jahren nicht mehr da gewesenes Hoch. Die Gründe dafür lassen sich sowohl steigende Energiepreise als auch in die Höhe schießende Transportkosten hervorheben. Schutz vor dieser schleichenden Entwertung bieten Investitionen in Sachanlagen, wie Immobilien, Edelmetalle und Aktien. Gerade aktiv verwaltete Investmentfonds können sich der jeweiligen Marktlage anpassen. Um die Inflation auszugleichen und einen Vermögensverlust zu vermeiden, sind Fondanlagen im eigenen Portfolio eine wichtige Richtung, die eingeschlagen werden sollte. mittelstand-nachrichten.de

Kreditnachfrage im Mittelstand bricht drastisch ein: Die Pandemie und aktuell die Probleme mit Lieferengpässen haben dafür gesorgt, dass die Nachfrage deutscher Mittelständler nach Unternehmenskrediten rasant abgenommen hat. Die Gründe für die schwache Kreditnachfrage sieht KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib vor allem in der aktuellen Unsicherheit auf Unternehmensseite. Zwar hat sich die Situation mit dem Wiederanspringen der Wirtschaft nach der Pandemie inzwischen wieder leicht verbessert, dafür bereiten nun Lieferengpässe den mittelständischen Unternehmen sorgen. So rechnen 41 Prozent der Unternehmen auch im vierten Quartal dieses Jahres mit weiter sinkenden Umsätzen. finance-magazin.de

AUS GESPROCHEN

Beim Ziel der Stärkung der Mitte sollte nicht Stillstand Programm werden„,

sagt der FDP-Vorsitzende Christian Lindner
berliner-zeitung.de

AUS DER REIHE

Japaner erfinden E-Motorrad zum Zusammenfalten: Der Elektroroller lässt sich nach Benutzung einfach zur Größe eines PC-Towers zusammenfalten und unter dem Schreibtisch parken. Das kompakte Falt-E-Moped soll bis zu 40 km/h schnell fahren und eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern ermöglichen. Noch ist es aber nur Konzept und existiert erst als Designidee auf dem Rechner. Kritiker sagen, durch die Holzoptik sähe der Roller aus wie ein fahrendes Schneidebrett. efahrer.chip.de