KW 43: Mittelstand will mehr Einwanderung aus dem Ausland wegen Fachkräftemangel, Mittelstand in Coronapandemie – erträglich durch die Krise, Wegen Cum-Ex-Geschäften – Ermittler durchsuchen Berliner Sparda-Bank

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Mittelstand will mehr Einwanderung aus dem Ausland wegen Fachkräftemangel: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft sieht mit Blick auf die fehlenden Fachkräfte die Wettbewerbsfähigkeit hierzulande bedroht. Immer mehr Unternehmen aller Branchen fänden derzeit weder Fachkräfte noch Azubis, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger. Das gefährde elementar die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und damit des Standorts Deutschland insgesamt. Steigende Frachtraten und Engpässe bei Vorprodukten wie Halbleitern machen der deutschen Wirtschaft zurzeit ebenfalls zu schaffen. Jerger fordert deshalb mehr Einwanderung. Man brauche die gezielte Einwanderung von Fachkräften, wobei die Betonung auf Fachkräfte liege. Mangels qualifizierten Personals müssten schon viele Unternehmen Aufträge ablehnen, sagte Jerger. Bei den Auszubildenden sehe es nicht besser aus. In Deutschland fehle es in mehr als 390 anerkannten Ausbildungsberufen an neuen Azubis. heise.de

Mittelstand in Coronapandemie – erträglich durch die Krise: Die Pandemie hat klare Spuren im deutschen Mittelstand hinterlassen. Jedoch sind die Unternehmen der staatlichen Förderbank KfW nach bislang recht gut durch die Krise gekommen. Sorgen bereiten insbesondere, die Lieferengpässe bei etlichen Produkten. Dazu kommt die Unsicherheit, wie es mit der Pandemie weitergeht. Fast die Hälfte der Unternehmen ist von den Lieferengpässen betroffen, wie das Mittelstands­panel der KfW ergab. Nur 5 Prozent denken, dass sich noch dieses Jahr etwas ändert. Rund 50 Prozent rechnen mit Schwierigkeiten weit ins nächste Jahr hinein. Der Umsatz verkleinerte sich insgesamt um 277 Milliarden Euro auf 4,349 Billionen Euro, ein Minus von rund 6 Prozent. Die Unternehmen hatten mit einem Minus von 12 Prozent gerechnet. Für KfW-Chefvolkswirtin Köhler-Geib ist das ein Zeichen dafür, wie gut sich der Mittelstand an die Situation der Pandemie anpassen konnte. taz.de

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Erfindergeist ist innovativ und prägt die Zukunft von Unternehmen, Selbstständigen und von der Gesellschaft. Wie schützt man geistiges Eigentum effektiv? Was gibt es alles zu beachten und wie läuft das Ganze mit dem Patent ab? Die Wirtschaftsjournalistin Jessica Schwarzer befragt dazu Patentanwältin Diana Taubert. Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig der Schutz von geistigem Eigentum, im Fachjargon auch Intellectual Property gennant, ist. Taubert selbst hat einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und war früher als Entwicklungsingenieurin tätig. Sie weiß, wie relevant die Schutzrechte für Unternehmen, Start-ups, Mittelständler und auch für Privatpersonen sind. Insbesondere in der heutigen Welt, in der der Wettbewerb weltweit steigt, ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtiger denn je und, „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Deshalb bedarf es einer expliziten Beratung, um Chancen und Risiken abzuschätzen. Auch die passende Strategie ist unabdingbar, um die Ideen zu schützen. Da es auch immer eine Kostenfrage ist, empfiehlt Taubert Förderprogramme und die DIN 77006 für Qualitätsstandards im Management von IP in Unternehmen. Dabei handelt es sich um einen Leitfaden, der die Prozesse im IP Management darstellt und systematisiert. youtube.com

Wegen Cum-Ex-Geschäften – Ermittler durchsuchen Berliner Sparda-Bank: Wegen dem Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften zulasten der Staatskasse, haben nun Ermittler unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln die Zentrale der Sparda-Bank Berlin durchsucht. Inhaltlich könne man zu laufenden Ermittlungsverfahren nichts sagen, doch natürlich kooperiere man mit den Ermittlungsbehörden, ließ ein Sprecher der Bank verlauten. Auf Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit, das Ermittlungsverfahren sei Bestandteil des Cum-Ex-Komplexes und richte sich gegen einige Personen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. spiegel.de, zeit.de, sueddeutsche.de

Mercedes-Produktionschef soll in Daimler-Vorstand aufsteigen: Im Zuge der Abspaltung der Lastwagensparte kommt es im Vorstand der Daimler AG im Dezember zu einigen personellen Änderungen. Der langjährige Personalchef Wilfried Porth verabschiedet sich und die Mercedes-Managerin Sabine Kohleisen übernimmt. Sicher ist auch, dass Martin Daum, die zuständige Führungskraft für das in Zukunft selbstständige Truckbusiness, den Ausschuss verlassen wird. Den Platz von Daum soll Jörg Burzer erhalten. Der 51-Jährige sitzt als Produktionschef von Mercedes-Benz schon im Bereichsvorstand der Pkw-Einheit und dürfte einen neuen Fünfjahresvertrag bekommen. handelsblatt.com

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BASF gewinnt neuen chinesischen Batteriehersteller: Der deutsche Chemiekonzern hat sich auf eine Partnerschaft mit dem chinesischen Batteriehersteller SVolt geeinigt. Gemeinsam wollen die zwei Unternehmen in den Bereichen Entwicklung von Kathodenmaterialien, Rohstoffversorgung und Recycling für Batteriezellen von SVolt zusammenarbeiten. Zudem ziehen beide Firmen eine gemeinsame vorgelagerte Beschaffung in Betracht, um die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen zu optimieren. Finanzielle Details zu der Partnerschaft wurden vorerst nicht genannt. In China hat BASF kürzlich bereits eine Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller CATL geschlossen. Der Chemiekonzern hat zudem ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Anbieter Shanshan für Batteriematerialien geplant. handelsblatt.com

Kurzmeldungen

Berliner Konzern vor Dax-Aus: Vonovia hält fast 90 Prozent an Deutsche Wohnen tagesspiegel.de
Trotz Urteil zu Kontogebühren: Sparkassen verweigern Entschädigung sueddeutsche.de
Stellantis-Tochter: Opel schließt Werkzeugbau in Rüsselsheim manager-magazin.de
Rewe in Köln: Eröffnung des ersten kassenlosen Supermarkts golem.de
Nach Botschafter-Streit: Betriebe sehen Türkei-Geschäft zunehmend mit Sorge faz.net
Sicherheitsbedenken: Washington verbannt China Telecom vom US-Markt spiegel.de

RAT UND TAT

Der Mittelstand setzt noch nicht auf Digitalisierung: Das IT-Unternehmen Onventis bat zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit der ESB Business School und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) im Einkaufsbarometer Mittelstand, um eine Einschätzung zum Status quo der Digitalisierung im Einkauf. Und zum dritten Mal bleibt dabei die Digitalisierung im Mittelstand hinter den Erwartungen zurück, das besagt eines der Ergebnisse der neu veröffentlichten Studie. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass dem Einkauf die Herausforderungen klar sind. Transparenz, Prozesskostenoptimierung und Kostensenkung sind der Erhebung nach die größten Treiber der Digitalisierung im Mittelstand. Es fehle dennoch für die Umsetzung offenbar an Know-how, Konsequenz und Budget, heißt es weiter. logistik-heute.de

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Jeder Achte fürchtet wegen Digitalisierung um seinen Job: In einer Jobstudie des Beratungsunternehmens EY äußerten zwölf Prozent der Befragten, Sorgen, dass ihr Arbeitsplatz aufgrund von neuer technologischer Entwicklungen in Zukunft in Gefahr geraten könnte. EY führt Umfragen dieser Art in regelmäßigen Abständen durch. Vor zwei Jahren, noch vor der Corona-Pandemie, lag der Anteil der wegen der Digitalisierung um den Job besorgten Arbeitnehmer mit 13 Prozent sogar noch leicht höher. Die Banken-, Immobilien- und Versicherungsbranche stechen dabei insbesondere heraus. t3n.de

AUS GESPROCHEN

Wir werden in diesem Winter Versorgungssicherheit haben

sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
rnd.de

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AUS DER REIHE

Pokémon-Karte mit erschwindeltem Corona-Kredit gekauft: Ein Mann aus Georgia soll 57.789 US-Dollar für eine einzelne Pokémon-Sammelkarte bezahlt haben. Erst einmal nicht unbedingt ungewöhnlich. Der Mann soll die Karte jedoch nicht mit seinem Privatvermögen bezahlt haben, sondern mit einem Corona-Kredit der US-Regierung. So lautet der Vorwurf des US-Justizministeriums, das nun Klage gegen den Mann eingereicht hat. t3n.de