KW 42: 5. Deutscher Startup Report, SPD-Unternehmer fürchten Linksruck, Mittelstand soll Zugang zu Spitzenforschung bekommen

NEUIGKEITEN AUS DEM MITTELSTAND

5. Deutscher Startup Report: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und der Bundesverband Deutsche Startups haben den fünften Startup Monitor vorgestellt. Dieser soll Verwaltung und Politik Orientierungshilfe bieten, um Deutschland als Gründerstandort zu stärken. Die zentralen Erkenntnisse des Reports: Die Branche wird immer internationaler und fordert von der Politik den Abbau von Hürden in Europa. Des weiteren ist das Thema „Fachkräfterekrutierung“ wichtig. Auch hier geht der Blick immer stärker ins Ausland. Zwei Drittel der Startups sagen, dass die Szene von der Zuwanderung profitiert.
heute.de

SPD-Unternehmer fürchten Linksruck: Michael Frenzel, Chef des SPD-Wirtschaftsforums, warnt die SPD vor einem Linksruck und setzt auf die Dialogbereitschaft von Fraktionschefin Andrea Nahles. Er kritisiert, dass der SPD die Zuschreibung ökonomischer Kompetenz abhanden gekommen sei. Auf den Themenfeldern Migration, Globalisierung und Digitalisierung würden klare Antworten fehlen. Dahinter stecke ein „programmatisches Dilemma“, das für die Zukunft gelöst werden müsse.
faz.net

Mittelstand soll Zugang zu Spitzenforschung bekommen: Bei der diesjährigen Festveranstaltung der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) im Berliner Konzerthaus stand der Mittelstand im Zentrum. Gefordert wurde mehr partnerschaftliche Kooperation von Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Ziel müsse es sein, so der ehemalige Forschungsminister Heinz Riesenhuber, mittleren und kleineren Unternehmen den Zugang zu Spitzenforschung zu erleichtern. Thematisiert wurden u.a. Innovationspotentiale der Biotechnologie, die verwischenden Grenzen zwischen Mensch und Maschine, die Forderung nach mehr digitaler Kompetenz in den Schulen und die Wachstums- und Innovationsdynamik digitaler Plattformen.
solarify.eu

Deutscher Mittelstand auf Brexit nicht vorbereitet: Bereits im Frühjahr ergab eine Umfrage des deutschen Mittelstandsverbunds, dass im Falle eines Brexit vier von zehn der Befragten mit negativen Auswirkungen für den deutschen Export rechnen und sogar acht von zehn Zölle auf Importe und Exporte befürchten. Weil die Austrittsverhandlungen im Moment so chaotisch verlaufen, scheint alles möglich. Für die deutschen Unternehmen gibt es keine Planungssicherheit. Vor allem Mittelständlern fehlt es an Personal, um sich auf alle Szenarien und Eventualitäten vorzubereiten.
zeit.de

Jeder achte Arbeitnehmer fürchtet Digitalisierung: Die Mehrheit der Deutschen sieht nicht ihre Arbeitsplätze durch die zunehmende Automatisierung bedroht. Dies geht aus einer Befragung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und des sozialen Netzwerks Xing hervor. Nur jeder Achte der Befragten glaubt, dass der eigene Arbeitsplatz durch die Digitalisierung bedroht sei.
faz.net

Alle lieben den Streetscooter: Der Streetscooter der Deutschen Post hat immer mehr Fans. Auch Handwerker und Händler haben den E-Flitzer für sich entdeckt und Nutzen das Angebot der Post, die das E-Mobil jetzt auch an Dritte verkauft und so zum Autoproduzenten geworden ist. “Wir führen viele Gespräche, es gibt viele Interessenten”, sagt Firmensprecher Alexander Edenhofer. Am Samstag gab es für die Pionierarbeit sogar den Solarpreis 2017. “Unser Ziel ist und bleibt, Marktführer in der grünen Logistik zu sein”, beteuert Vorstand Jürgen Gerdes. Bis 2025 sollen 70 Prozent der Zustellungen grün sein.
handelsblatt.com

Sicherheitsfirmen kämpfen um Mitarbeiter: Bei den deutschen Sicherheitsfirmen ist die wirtschaftliche Lage eigentlich rosig. Doch ein Problem bedroht weiteres Wachstum: Die gute Konjunktur und das steigende Sicherheitsbedürfnis sorgen dafür, dass der Arbeitsmarkt leer ist. Hinzu kommt, dass die Branche noch nicht lange aus- und fortbildet. Geeignete Bewerber gibt es kaum noch. Der Personalmangel ist so gravierend, dass die Unternehmen angefangen haben, sich die Mitarbeiter gegenseitig abzuwerben. Von Wechselprämien bis zu 1.000 Euro ist zu hören, auch Smartphones oder Mitgliedschaften in Fitnessclubs werden angeboten.
handelsblatt.com

CDU-Wirtschaftsrat freut sich über Österreich-Wahl: Der Wirtschaftsrat der CDU begrüßt den Wahlerfolg der ÖVP in Österreich und will vom designierten österreichischen Kanzler Sebastian Kurz lernen, so Generalsekretär Wolfgang Steiger. Kurz habe gezeigt, dass eine bürgerlich-konservative Partei mit pro europäischen Kurs und einem Bekenntnis zur Marktwirtschaft Wahlen gewinnen könne. Wichtig sei jetzt, dass Kurz seinem wahrscheinlichen Koalitionspartner, der FPÖ, ein Bekenntnis zu Europa abringen könne. Man erhoffe sich in Österreich einen Partner in der Euro-Politik, der auch in der Flüchtlingsfrage für mehr Realismus sorgen könne.
welt.de

Kleinstbetriebe müssen neun Prozent ihrer Arbeitszeit in administrative Aufgaben investieren imittelstand.de
FDP: Tarifforderungen der IG Metall gefährden kleinere und mittlere Unternehmen liberale.de
Augmented World Expo zeigt in München Möglichkeiten von Augmented Reality und Virtual Reality munich-startup.de
Fachkräfteatlas: Vor allem Frankfurt und Stuttgart suchen IT-Fachkräfte it-business.de

ABGEZÄHLT

69,4 Prozent der Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten geben in der Herbstanalyse der Kreditauskunftei Creditreform ihre Lage als gut oder sehr gut an. Damit wird die aktuelle, aber auch die zukünftige Entwicklung besser eingeschätzt als noch vor einem Jahr.
sz-online.de

RAT UND TAT

Manager brauchen mehr Schlaf: Mit ihrer Ausdauer bei wenig Schlaf brüsten sich viele Top-Manager. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Wer nicht ausgeschlafen ist, ist weniger konstruktiv, ist gereizter und emotionaler. In der Regel schlecht fürs Geschäft und gute Lösungen. Neue Studien belegen: Schlafmangel ist Gift für das Verhältnis von Chef und Mitarbeitern und für das Teamwork. Diese Einsicht setzt sich langsam durch: Amazon-Chef Jeff Bezos schläft jede Nacht acht Stunden. Die Medienunternehmerin Arianna Huffington hat dem Thema sogar ein ganzes Buch gewidmet:  “Schlaf-Revolution”.
karriere.de

Im Dialog mit den Kunden Produkte besser machen: Beim Oktobermeeting des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft bei der Firma Dometic in Siegen ging es um das Thema „Auftrag, Zusatzauftrag und optimaler (offensiver) Umgang mit Reklamationen“. Rainer Jung, der regionale Geschäftsführer des Verbandes, zeigte sich erstaunt, dass sich die Anbieter oft beim Thema Reklamationen eher verstecken würden. Dabei garantiere eine zufriedenstellend aus der Welt geschaffte Reklamation neue Aufträge. Trainer und Coach Mark Remscheidt ergänzte diesen Gedanken mit Beispielen, wie Hersteller von Produkten im Dialog mit den Kunden ihre Produkte besser machen könnten.
ak-kurier.de

Fieber im Büro: Fast jeder zweite Deutsche Arbeitnehmer geht auch krank zur Arbeit. Das Phänomen nennt man in Fachkreisen Präsentismus. “Präsentismus entsteht vor allem durch Verantwortungsbewusstsein den anderen Kollegen gegenüber”, sagt Gesundheitspsychologe Tim Hagemann. Vor allem in kleinen Teams und in sozialen Berufen werde jeder Mitarbeiter gebraucht. Wenn Menschen krank zur Arbeit gehen, kann dies zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen für die betroffene Person selber und auch für die anderen Mitarbeiter führen. Nach Angaben der Unternehmensberatung Booz & Company entstehen zwei Drittel der Krankheitskosten in den Unternehmen durch die Präsenz von kranken Mitarbeitern.
karriere.de

ZITATE

„Wir wollen bis nach Weihnachten unter gar keinen Umständen warten. Die Bundesrepublik Deutschland kann sich das unter den momentanen internationalen Bedingungen nicht erlauben.”

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, fordert von Union, Grünen und FDP eine schnelle Regierungsbildung.
zeit.de

„Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle.”

Ex-Forschungsminister Heinz Riesenhuber findet, kein Unternehmen sollte sich durch seine Erfolge einschläfern lassen.
solarify.eu

EINER GEHT NOCH

Berliner Jungunternehmer verkaufen Mathe-App für 20 Millionen: Die Brüder Raphael und Maxim Nitsche aus Berlin, 19 und 18 Jahre alt, die mit ihrer App Math42 im Jahr 2015 bei der TV-Show “Die Höhle des Löwen” aufgetreten waren, haben ihr Startup für 20 Millionen an den amerikanischen Lernanbieter Chegg verkauft. Die Amerikaner waren wegen der hohen Verkaufszahlen im App Store auf die Berliner Jungunternehmer aufmerksam geworden. Diese lagen bei etwa drei Millionen Downloads.
welt.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.