KW 42: Forderung zur Senkung der Mineralölsteuer, Förderprogramm für Betriebe gestoppt, Mittelstand lobt Ampel-Pläne

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Dieselpreis-Rekordhoch: Mittelstand warnt vor drastischen Folgen: Autofahrer mussten nach Angaben des ADAC im bundesweiten Durchschnitt am Sonntagabend 1,555 Euro pro Liter zahlen – und damit mehr als je zuvor. Nun fordert der Mittelstand von der Politik eine umgehende Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher. Aus Sicht des Mittelstands sollte die Mineralölsteuer temporär gesenkt und die Pendlerpauschale spürbar erhöht werden. Die Preisexplosion bei Treibstoffen stelle eine massive Belastung der Wirtschaft dar, die Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand gefährde. So drohe die Coronakrise zum Jahresende nahtlos von einer veritablen Wirtschaftskrise abgelöst zu werden.
spiegel.de

Bund stoppt wichtiges Förderprogramm für Betriebe: Das Bundeswirtschafts­ministerium hat ein bedeutsames Förderprogramm für die Forschung und Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen gestoppt. Seit dem 7. Oktober werden keine neuen Anträge mehr für das „Zentrale Innovations­programm Mittelstand“ (ZIM) entgegengenommen. Die betroffenen Unternehmen zeigen sich entsetzt. In einer Pressemitteilung ist von einem „Tiefschlag für die mittelständische Industrieförderung“ die Rede. Das ZIM sei „eines der wenigen technologieoffenen Programme zur Unterstützung risikobehafteter mittelständischer Forschung“.
rnd.de

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Kommt die große Steuerreform? Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

Wirtschaft in Sorge: Unternehmer sind im Bundestag rar: Zwar gibt es nach wie vor eine Reihe von Freiberuflern, angefangen von Anwälten bis hin zu Steuerberatern oder Ärzten. Jedoch sind klassische Firmenchefs im neuen Bundestag Mangelware. In der neuen Legislaturperiode finden sich unter den 735 Abgeordneten nur 51 Unternehmer. Das zeigt eine Auswertung der Stiftung Familienunternehmen. Demnach sind die Parlamentarier im Vergleich zur Gesamtbevölkerung unterrepräsentiert. Mehr Unternehmer in den Parlamenten könnten jedoch zum besseren gegenseitigen Verständnis von Politik und Wirtschaft beitragen, findet Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung. Das sei für die Soziale Marktwirtschaft essenziell.
handelsblatt.com

Ampel-Pläne: Mittelstand lobt „wirtschaftspolitische Vernunft“: SPD, Grüne und FDP legten ein zwölfseitiges Ergebnispapier vor, das als Grundlage für Koalitionsverhandlungen dienen soll. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat das Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP im Grundsatz positiv bewertet. Bei den Sondierungen hat sich laut Bundesgeschäftsführer Markus Jerger an entscheidenden Stellen die wirtschaftspolitische Vernunft durchgesetzt. Das zeige vor allem die klare Absage an neue Substanzsteuern und Steuererhöhungen. Die Unternehmen erhalten dadurch Planungssicherheit und Spielraum für dringend notwendige Investitionen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Nun hofft der Mittelstand auf zügige Koalitionsverhandlungen.
br.de

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BDI kritisiert Vernachlässigung des ländlichen Raums: Der BDI-Chef Siegfried Russwurm kritisierte, dass die von der Bundesregierung 2018 eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ unzureichend berücksichtigt habe, wie bedeutend Mittelstand und Familienunternehmen im ländlichen Raum seien. Und das, obwohl sich dort die Mehrzahl der Arbeitsplätze des Sektors befinde. Die Lage im ländlichen Raum werde zunehmend zum Standortnachteil für Mittelstand und Familienunternehmen. Mangelhafte oder fehlende Infrastruktur sowie fehlende Investitionen setzen laut Russwurm Unternehmen unter Druck. Der BDI hat deshalb ein Forderungspapier mit insgesamt 35 Handlungsempfehlungen vorgelegt. Notwendig sei ein Dreiklang aus flächendeckend modernsten Digital-, Bildungs- und Verkehrsinfrastrukturen, schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren und weniger Bürokratie.
new-facts.eu

Kurzmeldungen

New Work: Eine große Chance für den Mittelstand it-daily.net
Personalmangel: Fachpersonal fehlt auch in ambulanten Praxen mittelstand-nachrichten.de
Koalitionsverhandlungen: Mittelstand fordert mehr Mut für Entlastungen presseportal.de
Digitalisieren und profitieren: Finanzielle Unterstützung für Betriebe handwerksblatt.de
Glasfaser: Nicht mal ein Prozent aller Gewerbegebiete in Deutschland sind vollständig angeschlossen businessinsider.de
Investmentfonds: Nachhaltig und rentabel – das geht cash-online.de

RAT UND TAT

Lieferengpässe belasten den Mittelstand teilweise sehr: Mikroprozessoren und Steuerungselemente fehlen – Stahl, Aluminium, Kupfer und andere Metalle sind schlecht lieferbar und auch Kunststoffe sowie Verpackungsmaterialien sind knapp. Die Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten machen der Wirtschaft immer mehr zu schaffen. Viele kleine und mittlere Unternehmen können Aufträge aufgrund der Lieferengpässen nicht abarbeiten. Eine Sonderumfrage der KfW zeigt nun, dass schon jeder zweite Mittelständler betroffen ist. Zwar melden einzelne Branchen wie der Holzbau ein wenig Entspannung. In anderen Bereichen – etwa im Verarbeitende Gewerbe oder im Baugewerbe – sieht es aber langfristig nicht gut aus. Laut Umfrage erwarten die meisten im Mittelstand keine schnelle Auflösung der Lieferengpässe. Nur fünf Prozent der befragten Betriebe erwartet eine Entspannung bis zum Jahresende 2021.
deutsche-handwerks-zeitung.de

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Studie zum Mittelstand: Stellenwert von Geschäftsreisen nimmt zu: Eine im September durchgeführte SAP-Concur-Studie unter 363 Mitarbeitern aus mittelständischen Unternehmen in Deutschland zeigt trotz Coronakrise, dass der Stellenwert und die Qualität von Geschäftsreisen bei 60 Prozent der Mittelständler künftig zunehmen werden. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass Geschäftsreisen notwendig sind, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. 33 Prozent der Befragten aus dem Mittelstand gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie erwarten durch globaleres Arbeiten in Zukunft sogar mehr Geschäftsreisen. Die lange Zeit digitaler Meetings hat den Wert und die Notwendigkeit persönlicher Kontakte laut Studie besonders deutlich gemacht.
tma-online.at

AUS GESPROCHEN

Ich erwarte auch für die kommenden Monate eine unterdurchschnittliche Kreditnachfrage“,

sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW zur allgemein schwachen Kreditnachfrage im Mittelstand durch die Krise.
boerse.de

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AUS DER REIHE

Frau erhält Absage – acht Jahre nach Bewerbung: Zoe Johnson hatte sich 2013 über das Job-Portal LinkedIn um den Posten einer Aushilfslehrerin in einer Schule in der Stadt Canterbury, Grafschaft Kent beworben, wie das britische Boulevardblatt Mirror berichtet. Dass sie den Job nicht bekommen hat, erfährt sie erst mit der Absage acht Jahre später. Und die war auch noch äußerst kurz: „Hi Zoe“, heißt es in dem Schreiben, „danke für die Anfrage, aber ich bin nicht interessiert.“ Besonders traurig war sie über die Absage nicht.
de.finance.yahoo.com