KW 41: Eon erwirbt Mehrheit an AachenerDigital-Start-up GridX, EU-Kommission investiert 365 Millionen Euro in Start-ups, KfW-Start-up-Report 2021

Liebe Brückenbauerinnen und Brückenbauer,

das Startup-Ökosystem in ganz Deutschland entwickelt sich sehr positiv weiter. Dieses Ökosystem können wir alle noch stärker nutzen, um die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Suchen Sie sich für das Jahr 2022 ein Ziel oder mehrere Ziele aus, die Sie interessant finden bzw. die zu Ihrem Unternehmen passen. Setzen Sie sich ein Ziel oder formulieren Sie ein Problem, das Sie lösen wollen und starten Sie eine Innovationschallenge. In ihrem direkten Umfeld aber auch bei bundesweit aktiven Akteuren werden Sie Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Startups finden. Mit dem Gewinner-Startup ihrer Challenge setzen Sie dann ein Projekt gemeinsam um. So kommen wir sowohl voran bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele als auch beim Brückenbau zwischen der etablierten Wirtschaft und den Startups. Gutes Gelingen und los geht’s.

Ihr und Euer Mirco

AKTUELL

Eon erwirbt Mehrheit an AachenerDigital-Start-up GridX: Der Energiekonzern Eon erhält die Mehrheit am Start-up GridX, um bei der viel zu langsamen Digitalisierung der deutschen Stromnetze vorwärtszukommen. Der Einstieg in das Geschäft mit dem Aufladen von E-Autos soll damit vorangetrieben werden. Bereits seit 2017 arbeiten der Essener Stromriese und die Aachener Firma zusammen. GridX ist eine Ausgründung aus der RWTH Aachen und hat ein Softwaresystem entwickelt, mit dem E-Autos zum Beispiel in Parkhäusern so aufgeladen werden, dass es möglichst schnell geht, das örtliche Stromnetz aber dennoch nicht überlastet wird. Ein solches System wurde schon in der Konzernzentrale von Eon installiert: Energie wird flexibel und digital gesteuert, zwischen den Ladepunkten aufgeteilt und beim Lastmanagement beachtet. Sinkt der Verbrauch im Gebäude, laden mehr E-Autos zugleich oder mit höherer Ladeleistung. Erst im Frühjahr beteiligten sich der Kölner Risikokapitalgeber Tim Schumacher und der Gründer des Energiespeicher-Anbieters Sonnen, Christoph Ostermann, an dem 2016 gegründeten Start-up.
rp-online.de

EU-Kommission investiert 365 Millionen Euro in Start-ups: Zur Förderung von Innovationen steckt die EU-Kommission Hunderte Millionen Euro in Start-ups. Die für Innovationen zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel teilte mit, man werde in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Gesellschaftspolitik investieren. Der EU-Kommission nach sollen 65 Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen aus 16 Ländern 365 Millionen Euro bekommen und jedes einzelne von ihnen bis 17 Millionen Euro. Die jeweiligen Unternehmen wurden vom im Juni 2020 eingerichteten europäischen Innovationsrat ausgewählt. Bereits in der ersten Jahreshälfte wurde im Rahmen des Projekts zweimal Geld investiert, dabei erhielten den Angaben nach 111 Unternehmen mehr als 500 Millionen Euro.
spiegel.de

KfW-Start-up-Report 2021: Der Bestand an innovations- oder wachstums­orientierten jungen Unternehmen hierzulande hat durch die Corona-Krise gelitten. Die Zahl der Start-ups ging im Jahr 2020 auf 47.000 zurück. Im Vergleich zum Rückgang der Start-ups blieb die Zahl der Venture Capital-affinen Start-ups mit 8.600 jedoch relativ stabil. Frauen sind im Start-up-Ökosystem immer noch deutlich unterreprä­sentiert. Im langjährigen Durchschnitt machen Gründerinnen bei Start-ups 20 Prozent aus und damit nur etwa die Hälfte des Anteils im Gründungs­geschehen insgesamt. Der KfW-Start-up-Report 2021 „Corona-Krise belastet Zahl der Start-ups – VC-affine Start-ups aber nur wenig betroffen“ gewährt einen detaillierten Einblick.
kfw.de

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Steuern sind und bleiben ein heikles Thema: Kommt die große Steuerreform? Gibt es künftig mehr oder weniger Einkommenssteuer? Und was passiert mit der Unternehmenssteuer, der sogenannten „Reichensteuer“ und der Erbschaftssteuer? Der Steuerpolitische-Check gibt einen Einblick in die Steuerpolitik der Parteien und einen Aufschluss für Selbstständige sowie Unternehmen. Die Journalistin Jessica Schwarzer spricht mit dem Geschäftsführer der ETL SteuerRecht GmbH, Dietrich Loll über Einkommenssteuern, Steuern im Bereich Klima und auch soziale Themen wie die Grunderwerbssteuer. Das Experten-Interview von Deutschlands führender Steuerberatungsgruppe nimmt das Thema Steuerpolitik unter die Lupe und gewährt einen interessanten Einblick und Überblick über Steuern in Bezug auf mögliche Koalitionen. youtube.com

„Alle suchen nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten“ – Gorillas-Investor Maire legt Foodtech-Fonds auf: Christophe Maire glaubte als erster Investor an das Geschäftsmodell des Schnelllieferdienstes Gorillas. Mit seiner Berliner Firma Atlantic Food Labs stieg er im Sommer 2020 in das junge Start-up ein. Die Bewertung von Gorillas stieg nach der letzten Finanzierungsrunde auf rund drei Milliarden Dollar. Maire, der in der Start-up-Szene als „Super Angel“ bezeichnet wird, legt nun einen Foodtech-Fonds von 100 Millionen Euro auf. Es sollen 40 bis 50 Firmen in Europa für eine nachhaltige Ernährung mit dem Kapital gefördert werden. Die Lebensmittelindustrie habe einen enormen Impact auf die Gesundheit und den Planeten, erklärte Maire. Es brauche neue intelligente Lösungen entlang der ganzen Versorgungskette. Der neue Fonds investiert in Innovationen vom Agrotech über Urban Farming und alternative Proteine bis zu smarten Produktions- und Vertriebsmethoden. Ziel des Ganzen sind gesündere Lebensmittel mit geringem CO2-Fußabdruck. Zu den ersten geförderten Start-ups hierzulande zählen etwa Microharvest, das Proteine aus Bakterien erstellt, und Klim, das Landwirten bei der Speicherung von CO2 in Böden hilft. Airfarm bietet Bauern eine digitale Plattform, und Foodji entwickelt Essensautomaten mit gesunden Mahlzeiten.
handelsblatt.com

Personal-Start-up Personio plötzlich 6,3 Milliarden Dollar wert: Das Münchner Personal-Software-Start-up Personio hat seine Bewertung in zehn Monaten vervierfacht. 270 Millionen Dollar seien bei Investoren eingesammelt worden, teilte Personio mit. Dadurch werde das Geschäft inzwischen mit 6,3 Milliarden Dollar bewertet, die Runde sei von Greenoaks Capital angeführt worden. Zudem seien auch Altimeter sowie Alkeon Capital mit von der Partie. Ebenfalls beteiligten sich auch Altinvestoren wie Accel und Index Ventures, die in der Vergangenheit auch Slack, Dropbox oder Zendesk unterstützten. Man habe das Potenzial, von Europa aus einen globalen Marktführer in der Kategorie Personalsoftware aufzubauen. Man wolle zeigen, dass es nicht nur SAP gebe, sagte Firmenchef Hanno Renner. Das 2015 gegründete Unternehmen hatte erst im Januar 125 Millionen Dollar eingenommen und damit seine Bewertung auf 1,7 Milliarden Dollar hochgeschraubt. Mithilfe der neuen Geldspritze will Renner nun das Portfolio von Personio erweitern. Nun kommt Personio auf 5000 Kunden hierzulande und weiteren europäischen Ländern, für die das Start-up Personalprozesse wie Stellenausschreibungen, Zeiterfassung, Lohnabrechnungen oder Personaldaten digitalisiert. Personio will sich vorerst auf Europa konzentrieren. Hier gebe es 1,7 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen. Da habe man noch enorm viel Potenzial, sagte Renner, der in diesem Jahr einen Umsatz im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen will. Das Ziel sei es, viele Jahre um jeweils 100 Prozent zu wachsen, sagte er ohne genaue Zahlen zu nennen. Es sei ganz klar, dass man Personio nie verkaufen, sondern irgendwann an die Börse bringen wolle.
manager-magazin.de, handelsblatt.com, businessinsider.de

Melitta übernimmt Mehrheit an Kaffee-Startup roastmarket: Roastmarket hat sich rasch als Online-Markt für Premium Kaffee einen Namen gemacht und sein Sortiment ausgebaut. Im Jahr 2015 wurde das Kaffee-Startup von Boris Häfele und Philip Müller in Frankfurt gegründet. Mittlerweile bieten die eCommerce-Spezialisten mehr als 4100 Produkte von mehr als 280 Marken an, darunter auch Kaffeemaschinen und Zubehör sowie Tee und Süßigkeiten. Letztes Jahr konnte der Umsatz von 11 auf 23 Millionen Euro gesteigert werden. Nun wurde das Kaffee-Startup von Melitta übernommen, das jetzt 72 Prozent hält. Die restlichen Anteile hält weiterhin TEC vom Burda Verlag. Bereits im Jahr 2016 erkannten zwei Mitglieder der Business Angels Frankfurt RheinMain das Potential des Geschäftsmodells und die Qualität der Gründer. Zusammen mit anderen Investoren finanzierten sie in einigen Runden das Wachstum von roastmarket. Boris Häfele bleibt jedoch Geschäftsführer von roastmarket, mittlerweile gemeinsam mit dem Co-Geschäftsführer Gisbert Grasses. Melitta teilte mit, dass es zusammen mit Burda „entsprechende Ressourcen“ zur Verfügung stellen werde, um die strategischen Wachstumsperspektiven zu nutzen. Das seien gute Aussichten für roastmarket und eine gute Erfolgsgeschichte für den Startup-Standort, sagt Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels FrankfurtRheinMain.
station-frankfurt.de

Kurzmeldungen

Generation Z: Die Gründer-Flaute offenbart große Wissens-Lücken welt.de
Start-up der Woche „Unown“: Wie viel Potenzial haben gemietete Kleider? wiwo.de
Gründungen: Diese Provinzstädte überholen Berlin als Start-up-Zentrum welt.de
Investoren gesucht: Berliner Unternehmen Veganz strebt an die Börse tagesspiegel.de
Juwelier Christ kooperiert mit Start-up: „Wahre Liebe geht durch die Blockchain“ wiwo.de
Studie: Mittelstand meets Startup 2021 – Potenziale der Zusammenarbeit rkw-kompetenzzentrum.de

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novalis.tv. – Wir erzählen Geschichten mit all ihren Facetten. Unsere Reportagen sind hautnah dabei und dank unserer Realisatoren mit Regieerfahrung eindrucksvoll und ästhetisch umgesetzt. novalis.productions

CASE DES MONATS

Nachhaltig Kaffee tanken mit dem RECUP_Mehrwegbecher(c)reCup: Immer mehr Tankstellten verzichten auf Einwegbecher. Allein in diesem Jahr sind nach Aral (und Shell 2020) die Tankstellen von Team Energie, Sprint, Oest, Classic Lühmann und Löwentank mit RECUP-Mehrwegbechern gestartet. Ziel des Ganzen ist den Einwegmüll einzusparen und nachhaltigen Kaffee einfach unterwegs zu genießen. Gegen 1 Euro Pfand wird der Becher geliehen und kann dann an deutschlandweit über 8.500 RECUP-Akzeptanzstellen wieder zurückgegeben werden. Darunter eben auch viele Tankstellen. Seit April 2021 sind neben den deutschlandweiten Roll-out mit Shell und Aral, die Oest Tankstellen GmbH & Co. KG, Gesellschafter der Deutschen AVIA, mit 17 Ausgabestellen Teil des Pfandsystems, im Mai 2021 sind auch 11 Löwentank Tankstellen dazugekommen. Im Juni haben sich 76 Ausgabestellen der Sprint Tankstellen den Mehrwegbecher-System angeschlossen, genau wie 12 Classic Lühmann Tankstellen, welche zu den Classic Tankstellen gehören. Nun startet auch gleich die nächste Tankstellenkette, Team Energie. Die Bilanz: Allein bei Shell konnten letztes Jahr mit dem RECUP-Pfandsystem schon über 2 Millionen Einwegbecher an den Tankstellen hierzulande eingespart werden.
recup.de

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ZITAT DES MONATS

Schrottimmobilien gibt es viele

sagte der stellvertretende IVD-Bundesgeschäftsführer Christian Osthus im Bezug auf eine Sanierungspflicht.
rnz.de

ZAHL DES MONATS

Mit insgesamt 93 Startup-Listings in diesem Jahr machten IPOs 88,2 Prozent des gesamten Exit-Werts aus.
businessinsider.de

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Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

NETZWERK DES MONATS

Das Borderstep-Institut: erforscht die Zukunft und untersucht, Innovationen und Nachhaltigkeit. Mit wissenschaftlichen Arbeiten werden Problemlösungen analysiert. Für ein nachhaltiges Wirtschaften erarbeitet das Unternehmen zukunftsfähige Handlungsstrategien für Unternehmen, Gründer, Verbände und Politik. Die Forschungen des Borderstep-Instituts zielen insbesondere darauf, in der Praxis auch umgesetzt zu werden. Im Mittelpunkt dabei steht die Suche nach Konzepten, die wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Borderstep will mit seiner Arbeit dazu beitragen, die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung wirtschaftlicher Akteure zu bekräftigen. Das Projekt „Grüne Gründungen als Transformationsmotor stärken“ soll der Verbesserung der Sichtbarkeit und Vernetzung der grünen Gründungsszene hierzulande dienen. Das Projekt wird zudem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Es soll durch passende Kommunikations-­ und Vernetzungsmaßnahmen sowie zielgruppengerechte Informationsangebote dazu beitragen, dass nachhaltige Gründungen hierzulande sichtbarer werden und die grüne Gründungsszene besser vernetzt wird. Das Projekt wird außerdem zusammen mit der apl. Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Uni Oldenburg durchgeführt. Auch das Projekt „ScaleUp4Sustainability (S4S)“ –
Innovative Programmes of Student-Business-Collaboration in Green Venturing, wird von dem Borderstep-Institut ausgeführt. Ziel dieses Projektes ist es, dass zukünftige Gründer Nachhaltigkeit und Ökologie von Anfang an in ihre Pläne mit einbeziehen. Unter Leitung der Universität Oldenburg soll das Projekt Konzepte liefern, mit denen man die Verbindung von wirtschaftlichem und ökologischem Denken noch besser in die Ausbildung einbeziehen kann. Zudem will das Projekt neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Studierenden und Unternehmen erproben. Das Vorhaben ScaleUp4Sustainability wird zudem von EU im Rahmen der ERASMUS-Plus Förderlinie Knowledge Alliances gefördert.
borderstep.de

OLDSCHOOL

Virologe Hendrik Streeck wird Anzug-Model: Der Virologe Hendrik Streeck geht auf den Laufsteg. Damit tauscht der Corona-Experte seinen Medizinerkittel gegen einen maßgeschneiderten Zweiteiler. Der Hintergrund von der Aktion ist jedoch kein Berufswechsel, er bleibt der Wissenschaft auch weiter treu. Der 44-Jährige wird bei dem Event „Kleider machen Leute“, das nächsten Januar in Frankfurt stattfinden wird, über den Laufsteg gehen. Es handelt sich dabei um eine Spendengala, bei der mit prominenter Mithilfe Geld für die gemeinnützige Leberecht-Stiftung gesammelt wird. Er freue sich, bei einem Charity-Event mitmachen zu können, erzählt der Virologe.
tag24.de

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