KW 39: Einzelhändler erwarten gutes Weihnachtsgeschäft, Wer hat Angst vor der Zeitumstellung?, SPD-Wirtschaftsforum fordert Krisenvorsorge

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Einzelhändler erwarten gutes Weihnachtsgeschäft: Der Branchenverband HDE ist optimistisch; der Einzelhandel laufe weiterhin gut. Der Verband halte an seiner Prognose eines Umsatzwachstums von zwei Prozent in diesem Jahr fest; vor allem wegen des gut gehenden Online-Handels. Die Stimmung der Verbraucher habe sich zuletzt aber leicht eingetrübt; weniger wegen einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation als vielmehr durch eine diffuse politische Stimmungslage. Das Statistische Bundesamt hatte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von drei Prozent für die Branche registriert, preisbereinigt gab es einen Anstieg von 1,4 Prozent.
de.reuters.com

Wer hat Angst vor der Zeitumstellung? Ein Großteil der Wirtschaft sieht einem Ende der Zeitumstellung im Herbst 2019 gelassen entgegen. Weil jeder Nationalstaat in Europa separat entscheiden soll, ob er dauerhaft in die Sommer- oder Winterzeit wechselt, könnte ein Flickenteppich an verschiedenen Zeitzonen drohen. So sorgen sich immerhin 29,3 Prozent der von Roland Berger befragten deutschen Führungskräfte um die politische Umsetzung des EU-Beschlusses. Ein ungleiches Vorgehen könnte zum Beispiel terminabhängige Lieferketten gefährden. Außerdem sorgen sich vier Prozent der Manager, dass eine dauerhafte Sommerzeit dem biologischen Tagesrhythmus widerspreche.
welt.de

SPD-Wirtschaftsforum fordert Krisenvorsorge: Das Wirtschaftsforum der SPD fordert angesichts voller Kassen und sprudelnder Einnahmen des Bundes eine bessere Krisenvorsorge. Es sei Zeit, sich Gedanken über verschiedene Zukunftsszenarien zu machen. Das aktuelle Herbstgutachten habe die Konjunkturprognose bereits leicht nach unten korrigiert. Ein Indiz für reale Risiken für die Wirtschaft. „Die drei Hauptrisiken sind Protektionismus, Fachkräftemangel und der Brexit. Gerade mit Blick auf den möglichen harten Brexit im März 2019 muss jetzt ein „Plan B“ her“, sagt der Präsident des Wirtschaftsforums der SPD, Dr. Michael Frenzel.
spd-wirtschaftsforum.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Jede dritte Führungskraft ist eine Frau: Im letzten Jahr lag laut Statistischem Bundesamt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 29,2 Prozent. Der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen lag hingegen bei 46,5 Prozent. Vor allem in den Bereichen Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- und Sozialwesen finden sich überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen. Besonders wenige Frauen finden sich in den Führungsetagen im Baugewerbe (11 Prozent) und in der Industrie (16,9 Prozent). Im Jahr 2017 waren 4,6 Prozent aller Erwerbstätigen Führungskräfte. Dabei haben Männer und Frauen eine überdurchschnittlich lange Arbeitszeit gemeinsam. Etwa jeder zehnte Vollzeit-Erwerbstätige in Deutschland arbeitet regelmäßig mehr als 48 Stunden in der Woche.
faz.net

Nach China-Übernahme: Gesamter Grammer-Vorstand tritt zurück sueddeutsche.de
Chemie-Beschäftigte bekommen mehr Geld faz.net
Internationale Krisen: Bund unterstützt Mittelständler bei der Vorsorge handelsblatt.com

AUS GEZÄHLT

61 Tätigkeiten umfasst die aktuelle Mangelberufe-Liste der Arbeitsagentur. Die Bandbreite der Mangelberufe reicht dabei von Pflegern und Physiotherapeuten, über Handwerker im Sanitärbereich bis hin zu Programmierern und Software-Entwicklern.
faz.net

RAT UND TAT

Arme und Geringqualifizierte nehmen Weiterbildung nicht war: Nur jeder achte Erwerbstätige über 25 hat 2015 an einer allgemeinen oder beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Dies geht aus dem „Weiterbildungsatlas 2018“ der Bertelsmann-Stiftung hervor. Das entspricht 12,5 Prozent der Bevölkerung und bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2012. Ist das insgesamt schon kein guter Wert, bricht die Quote bei Geringqualifizierten auf knapp sechs Prozent ein. Auch die Gruppe der von Armut bedrohten Menschen nimmt mit einer Quote von acht Prozent nur sehr selten an Fortbildungsmaßnahmen teil.
spiegel.de

Software verrät, wenn Mitarbeiter wechseln will: Durch die Digitalisierung der Arbeitsabläufe und künstliche Intelligenz müssen auch Personaler umdenken. Laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums sind nur 46 Prozent der Mitarbeiter für digitale Herausforderungen gewappnet. „Viele Arbeitgeber haben bislang zu wenig in Weiterbildung investiert, um KI effizient einzusetzen und so zukunftsträchtige Geschäftsmodelle zu entwickeln“, warnt Nils Stieglitz, Professor und Geschäftsführer der Frankfurt School of Finance & Management. Voran schreitet der Software-Konzern SAP. Wie sich langfristig der Personalbedarf steuern und entwickeln lässt, ist hier ein großes Thema. So werden die Aktivitäten der Mitarbeiter auf Netzwerken wie LinkedIn oder Xing genau beobachtet. „Wir können aus dem anonymisierten Datensatz ableiten, wie wahrscheinlich es ist, dass Kollegen zu einem Konkurrenten wechseln und uns überlegen, wie wir damit umgehen“, sagt Stefan Ries, Personalvorstand von SAP.
faz.net

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AUS GESPROCHEN

„Bisher hat jede technologische Revolution dazu geführt, dass die Arbeitsplätze besser geworden sind. Wenn Routinetätigkeiten von Computern und Maschinen übernommen werden, können Menschen andere, anspruchsvollere Aufgaben übernehmen.”

Achim Wambach, Chef der Monopolkommission, sieht den technologischen Wandel positiv. Die Menschen könnten profitieren, wenn die Weichen richtig gestellt würden.
tagesspiegel.de

AUS DER REIHE

Kiffen für den Fiskus: Der kanadische Premier Justin Trudeau gilt ohnehin schon länger als ein politischer Popstar, spätestens jetzt, nachdem er eines seiner zentralen Wahlversprechen umgesetzt hat, ist er endgültig auch der Held der Kiffer. Ab Mitte Oktober gibt es in Kanada legales Hanf zu kaufen. Der Besitz und Konsum kleinerer Mengen bleibt fortan straffrei. Kanada ist damit die erste G7-Nation, die diesen Schritt wagt. Ein Modell auch für Deutschland? Der Staat jedenfalls könnte durch Steuern und durch den Wegfall der Strafverfolgung finanziell profitieren. „Noch sind wir nicht ganz am Ende unserer Berechnungen, aber woran es schon jetzt keinen Zweifel gibt: Allein die Einnahmen aus der Cannabissteuer würden bei über einer Milliarde Euro liegen. Jährlich“, sagt Justus Haucap, Ökonom an der Universität Düsseldorf und ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission in seiner Studie für den Deutschen Hanfverband.
spiegel.de