KW 36: Metallindustrie leidet unter Strafzöllen, Deutschlands Hightech-Strategie 2018, Unternehmen halten wenig von neuer Innovations-Agentur

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Metallindustrie leidet unter Strafzöllen: Die deutsche Metallindustrie leidet zunehmend unter den vor rund drei Monaten von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen auf Aluminium und Stahl. Eine Umfrage unter den Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung Metalle kommt zu dem Ergebnis, dass rund 40 Prozent der Unternehmen erwarten, dass ihre Umsätze im kommenden Jahr sinken werden. Außerdem wird erwartet, dass noch mehr Ware aus Drittstaaten wie China oder Russland auf den deutschen Markt drängen wird. Sollte es auch Zölle auf Autoimporte geben, werde das für drei Viertel der Betriebe Konsequenzen haben. Eine „Zuspitzung der Wettbewerbssituation“ würde laut Verbandspräsident Martin Iffert auf beiden Seiten des Atlantiks nur Verlierer sehen. China wäre dann der lachende Dritte.
spiegel.de

Deutschlands Hightech-Strategie 2018: Deutschland will mit milliardenschweren Investitionen im internationalen technischen Wettbewerb seine Position ausbauen. Dies ist Bestandteil der neuen Hightech-Strategie 2025, die von der Bundesregierung am Mittwoch beschlossen wurde. Bereits im Koalitionsvertrag hat man sich auf ein solches Vorgehen verständigt. So sollen 2018 mehr als 15 Milliarden Euro in die Forschungsförderung fließen. Die Industrie fordert eine stärkere Beteiligung. „Wir stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem wir uns an den Anliegen der Menschen orientieren“, betont Forschungsministerin Anja Karliczek. Konkrete Projekte sind die Forschung gegen Krebs, die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik und der Aufbau einer Batterieproduktion in Deutschland.
faz.net

Unternehmen halten wenig von neuer Innovations-Agentur: Viele Unternehmen halten nicht viel von der „Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ wie eine Umfrage der DZ Bank unter mittelständischen Firmen zeigt. Denn viel wichtiger als Geld sei für Innovation ihrer Meinung nach, die entsprechenden Fachkräfte und weniger staatliche Regulierung. Die Gute Nachricht: fast alle Unternehmen wollen in den nächsten Jahren investieren. Vor allem soll mehr Geld in Software und die Digitalisierung fließen. Die schlechte Nachricht: Nur 29 Prozent kündigen mehr Geld für Forschung und Innovation an.
welt.de

Sommerflaute am Arbeitsmarkt: Die Sommerflaute sorgt für mehr Arbeitslose in Deutschland. Im August lag ihre Zahl um 26.000 höher als im Vormonat, wie die Bundesagentur für Arbeit letzte Woche mitteilte. „Die Zunahme war jahreszeitlich bedingt“, sagte BA-Chef Detlef Scheele. Eine Trendwende zum Negativen zeichne sich allerdings nicht ab. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig.“ Insgesamt sind derzeit 2,351 Millionen Frauen und Männer ohne Job – so wenige in einem August wie noch nie seit 1991. Das waren 194.000 weniger als vor einem Jahr.
tagesspiegel.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Einwanderung Wirtschaft und Wohlstand: Ausländische Arbeitskräfte sind überall. Von den Pflegeheimen, über die Supermarktkasse bis hin zu den Chefetagen der Konzerne. Für Unternehmen scheint die Einwanderung ein Segen, gleicht sie doch den demografischen Wandel zumindest etwas aus. Der Pool an möglichen Arbeitskräften wird durch Zuwanderung jedenfalls größer. Differenzierter sind allerdings die Folgen für die einheimische Bevölkerung zu betrachten. Viele empfinden ausländische Arbeitskräfte als Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt, die vor allem im Niedriglohnsektor oft für weniger Geld arbeiten. Ein Forscherteam rund um den Münchner Verteilungsforscher Panu Poutvaara kommt nach der Auswertung von Daten aus insgesamt 20 Industrieländern zu dem Ergebnis: In 19 von 20 Ländern führt Einwanderung dazu, dass es der einheimischen Bevölkerung besser geht. Konkret waren die wirtschaftlichen Gewinne größer als die Kosten.
faz.net

Beginn der Tarifverhandlungen: Chemie-Angestellte fordern sechs Prozent mehr Lohn faz.net
SPD-Wirtschaftsforum fordert Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt spd-wirtschaftsforum.de
Facebook buhlt um deutsche Mittelständler faz.net

AUS GEZÄHLT

Auf 17,3 Punkte ist im August das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für kleine
und mittleren Unternehmen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat eine Steigerung um 2,6 Zähler.
wallstreet-online.de

RAT UND TAT

Datenschutzregeln sorgen weiterhin für Unsicherheit: Auch 100 Tage nach Inkrafttreten der EU-Datenschutzregeln ist die Verunsicherung groß. „Interpretation und Auslegung bedürfen einer bestimmten Zeit“, sagte Digital-Expertin Lina Ehrig vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Wirtschaft würde die Regeln eher weiter auslegen als die Datenschützer. „In der Praxis wird man sehen, wie sich das entwickelt.“ Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, erklärt, zu viele Fragen seien noch offen. „Die mittelständischen Unternehmer sind nach wie vor stark verunsichert.“ Die fragwürdige Konsequenz sei gewesen, dass viele Unternehmen ihre digitalen Aktivitäten eingeschränkt hätten.
shz.de

Instagram plant Shopping-App: Medienberichten zufolge plant Facebook offenbar eine eigenständige Instagram Shopping-App. Sie soll es Nutzern ermöglichen, Händlern zu folgen und ihre Produkte direkt in der App zu durchstöbern und zu kaufen. Seit Frühling dieses Jahres ist die integrierte Shopping-Funktion auch für deutsche Instagram-User verfügbar. Unternehmen können dabei Produkte in ihren Postings und Stories taggen, und direkt auf eine Website zum Kauf verlinken. Eine eigenständige E-Commerce-App wäre somit ein logischer nächster Schritt für den Konzern. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu den Berichten geäußert.
t3n.de

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AUS GESPROCHEN

„Wo bleibt die Antwort der Wirtschaftselite? Ich erwarte von den Chefs der Dax-Konzerne sowie des Mittelstands und nicht zuletzt von den großen, allseits bekannten Familienunternehmern, im Wortsinne Gesicht zu zeigen. Jetzt ist die Courage dieser Verantwortlichen gefragt, aus der Anonymität ihrer Rollen herauszutreten, sich zu einer starken Demokratie zu bekennen – und sich ganz klar gegen Exzesse und eine Pogromstimmung wie in Chemnitz zu stellen.”

Der Unternehmer und Mittelstandsbeauftragte der SPD, Harald Christ, fordert von der deutschen Wirtschaft eine klare Haltung zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.
spiegel.de

„Es kommen einigermaßen sinnvolle Unternehmen dabei heraus. Aber der nächste Elon Musk wird wahrscheinlich nicht bei uns durch die Tür kommen.”

Frank Thelen, seit 2014 Juror bei „Die Höhle der Löwen“, spricht über die Grenzen des TV-Formats.
tagesspiegel.de

AU DER REIHE

460.000 Elektrogeräte sind zu gefährlich: Billige Handyladegeräte, die überhitzen, oder deren Kontakte nicht ausreichend isoliert sind. Radiowecker, deren Signal den Flugfunk am Flughafen stört, oder Kopfhörer, mit denen sich der Polizeifunk abhören lässt. 90 Mitarbeiter der Bundesnetzagentur stöbern solchen Produkten nach, nehmen sie aus dem Verkehr und prüfen, wer sie in Umlauf gebracht hat. 460.000 unsichere Elektrogeräte hat die Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr vom Markt genommen – ein Bruchteil dessen, was an verbotenen Geräten insgesamt auf dem Markt ist.
wiwo.de