KW 35: Agentur soll Rückstand bei Innovationen aufholen helfen, Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder besser, Übernahme von deutschen Firmen erschweren

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Agentur soll Rückstand bei Innovationen aufholen helfen: Mit einer „Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen“ will Deutschland in Sachen Innovation mit Amerika und Asien schritthalten. Rund eine Milliarde Euro stehen der Einrichtung über zehn Jahre zur Verfügung. Gefördert werden sollen Forschung und konkrete Innovationsprojekte. Los geht´s im Frühjahr 2019. „Wir starten mit der Agentur für Sprunginnovationen eine Aufholjagd. Wir wollen besser werden bei hochtechnologischen Entwicklungen“, so Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Zielgruppe sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Konkret sollen sogenannte Innovationsmanager Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotenzial auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen.
faz.net

Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder besser: Zum ersten Mal seit neun Monaten stieg der Ifo Geschäftsklima-Index wieder  – und zwar deutlich von 101,7 auf 103,8 Punkte. Das Institut befragt dafür jeden Monat rund 9.000 Manager in Deutschland. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs im August überrascht. Sie hatten nur einen leichten Zuwachs um 0,1 Punkte erwartet. Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem „Sommerhoch“. Neben einer starken Binnenkonjunktur trage der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA zur besseren Stimmung bei.
n-tv.de

Übernahme von deutschen Firmen erschweren: Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält es für ein richtiges Signal, dass Berlin strikter bei der Übernahme von Unternehmen durch nichteuropäische Investoren kontrollieren will. Einen Handelskrieg zwischen Deutschland und China fürchtet er nicht. Im Umgang mit China habe sich Deutschland lange recht naiv verhalten, sagte er. Nach wie vor gäbe es keine Reziprozität beim Marktzugang und bei Direktinvestitionen. Die italienische Regierung kritisierte Bofinger deutlich; sie marschiere in die falsche Richtung. Eindringlich warnt er Rom vor einem Liebäugeln mit einem Euro-Ausstieg.
n-tv.de, boersen-zeitung.de

Maas will Iran-Geschäfte stützen: Außenminister Heiko Maas hat Firmen, die trotz US-Sanktionen mit dem Iran Geschäfte machen, erneut seine Unterstützung zugesichert. So seien nach wie vor staatliche Exportversicherungen möglich, so Maas am Mittwoch bei einer Botschafterkonferenz in Berlin. „Priorität hat aber vor allem der Erhalt von Zahlungskanälen.“ Die Bundesregierung setze sich aktuell mit Nachdruck dafür ein, dass der Iran nicht von Swift abgekoppelt werde, dem vorherrschenden Abwicklungssystem für Zahlungsgeschäfte zwischen Banken. Man strebe nach von den USA unabhängigen Zahlungskanälen und wolle einen europäischen Währungsfonds schaffen. Dabei stehe man nicht alleine, wie die jüngste Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeige.
spiegel.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

Logistikbranche fehlen 45.000 Kraftfahrer: Gut drei Monate vor Beginn der Adventszeit warnen Logistikverbände vor spürbaren Lieferverzögerungen und Engpässen. Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung warnt davor, dass es wegen des Fahrermangels in Zukunft häufiger zu eklatanten Versorgungsengpässen kommen werde, die die Bevölkerung auch direkt betreffen.
n-tv.de

Deutsche gehen immer seltener einkaufen: Die Besorgungen im Supermarkt, im Discounter oder in Drogeriemärkten werden wesentlich strukturierter und effizienter erledigt. Deswegen sinkt die Zahl der Einkäufe; waren es 2013 noch 232 Einkäufe, sind es 2017 nur noch 209. Die Ausgaben für Lebensmittel steigen dabei jedoch an. Kunden greifen auch mal zu teureren Produkten. Außerdem nutzen sie verstärkt das Internet, um sich gezielt über Produkte zu informieren.
zdf.de

Hamburger Gesundheits-Schnack: Rund 2400 Hamburger Apothekerinnen und Apotheker sowie Pharmazeuten im Praktikum sind in der Hamburger Gesundheitskammer organisiert. Seit Juni informieren die Apotheker mit ihrem „Hamburger Gesundheits-Schnack“ die Bürger der Hansestadt über Themen rund um die Gesundheit. Dabei darf es auch unterhaltsam zugehen. Unter der Rubrik “Dööntjes aus der Apotheke Lütteladen” gibt es Kurioses aus dem Apothekenalltag. Frei nach dem Motto: „We mok och unse boren Hamborger plietsch un verklickern jem all un de Gesundheet.“
gesundheits-schnack.de

Nach Chemnitz: Immer mehr Unternehmen machen sich gegen Rechtsextremismus stark handelsblatt.com
Grünen-Fraktionschef Hofreiter fordert politischen Druck gegen Plastikverpackungen wr.de
Manager und Unternehmer fliegen wieder häufiger mit dem eigenen Flugzeug handelsblatt.com

AUS GEZÄHLT

42 Prozent der deutschen Firmen beurteilen den Standort USA weniger positiv als vor dem Handelsstreit mit der Europäischen Union. 18 Prozent der deutschen Betriebe haben ihre Investitionen deswegen zurückgefahren.
spiegel.de

RAT UND TAT

Innerliche Kündigung: Viele Mitarbeiter denken am Montag: Noch vier mal schlafen, dann ist endlich Freitag. Zumindest kommt eine Studie des Beratungshauses Gallup zu diesem Schluss. Bei der Umfrage gaben 71 Prozent an, nur Dienst nach Vorschrift zu machen – ganz gleich, wie langweilig das ist. 14 Prozent haben innerlich bereits gekündigt. Diese Zahl ist im Vergleich zum vergangenen Jahr nur um ein Prozent gesunken. Damit sind immer noch mehr als fünf Millionen Menschen mit dem, was sie Tag für Tag tun, so unzufrieden, dass sie am liebsten sofort ihre Sachen packen würden. Richtig wohl fühlen sich nur 15 Prozent aller Mitarbeiter. Der Gallup-Berater Marco Nink schlussfolgert daraus: „Wenn Mitarbeiter mehr Eigeninitiative zeigen und größere Verantwortung übernehmen sollen, brauchen wir ein Umdenken auf allen Führungsebenen.“ Der Vorgesetzte solle nicht mehr der strenge „Leistungskontrolleur“ sein, sondern ein Coach, der berät, begeistert, anspornt.
tagessspiegel.de

Digitale Buchhaltung: Kleinere Unternehmen können mithilfe von Software mehr Struktur, Ordnung, und Transparenz in ihre Buchhaltung bringen. Gegenüber der händisch betriebenen Buchhaltung erspart die Softwarelösungen viel Zeit und ist zudem weniger fehleranfällig, weil Prüfroutinen Daten abgleichen und Fehler sofort finden. Zudem können auf die Software mehrere Mitarbeiter zugreifen.
n-tv.de

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AUS GESPROCHEN

„Gut integrierten Ausländerinnen und Ausländern, die zum 1. August 2018 bereits in einem Ausbildungsverhältnis oder einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis standen, soll die Möglichkeit eröffnet werden, einen regulären Aufenthaltstitel im Rahmen des künftigen Einwanderungsgesetzes zu bekommen.”

Die Stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende der Eva Högl und der innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Burkhard Lischka setzen sich dafür ein, abgelehnten Asylbewerbern mit Berufsqualifikation den Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen.
vorwaerts.de

„Es ist unter Gerechtigkeitsaspekten völlig unverständlich, warum ein Bachelorabsolvent seine Ausbildung kostenfrei vom Staat finanziert bekommt, hingegen der Fachwirt oder der Meister für seine Ausbildung persönlich aufkommen muss.”

Thomas L. Kemmerich, für die FDP Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages, will mit einem Antrag im Bundestag die berufliche Bildung in Deutschland aufwerten.
fdp-thueringen.de

AU DER REIHE

IBM patentiert Lieferdrohne für Kaffee: IBM hat ein Patent für eine Drohne eingereicht, die müde Büroangestellte mit Kaffee versorgt. Das Besondere: Das Gerät kann mit Technologie zum Erfassen von Blutdruck, Pupillenerweiterung und Gesichtsausdruck erweitert werden. Damit erkennt es automatisch, wer schläfrig ist und einen Koffein-Kick benötigt. Der Kaffee könne entweder direkt in die Tasse des Betreffenden gegossen werden oder die Drohne lässt gefüllte Tassen in versiegelten Taschen an einer Schnur herab. Auch eine Bestellung per Gestik soll möglich sein. Ob und wann IBM das Konzept tatsächlich umsetzen möchte, ist nicht bekannt.
futurezone.at