KW 34: Bahnvorstand verzichtet auf Boni-Zahlungen, Höher als erwartet – Versicherungsbranche schätzt Flutschäden auf sieben Milliarden Euro, Erzeugerpreise so hoch wie seit 1975 nicht mehr

 

 

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Bahnvorstand verzichtet auf Boni-Zahlungen: Die Lokführergewerkschaft GDL kritisiert im Tarifstreit mit der Bahn immer wieder die hohen Gehälter der Manager. Jetzt hat der Bahnvorstand um Chef Richard Lutz für das laufende Jahr den Verzicht auf Boni erklärt. Es bringt der Belegschaft zwar nicht direkt etwas, aber in dem Punkt bietet die Deutsche Bahn GDL-Chef Claus Weselsky weniger Angriffsfläche. Die Topmanager kommen dadurch auch einer Forderung des Bundestagshaushaltsausschusses nach. Die Parlamentarier hatten den Verzicht im Gegenzug für geplante Milliardenhilfen für die Bahn gefordert. Für 2020 hatte es auch einen solchen Verzicht gegeben. Der derzeitige Schuldenstand der Bahn liegt bei mehr als 30 Milliarden Euro.
spiegel.de, handelsblatt.com

Höher als erwartet – Versicherungsbranche schätzt Flutschäden auf sieben Milliarden Euro: Der Schaden könnte für die Versicherungswirtschaft durch die Flutkatastrophe viel teurer werden als bisher geschätzt. Man rechne mit Versicherungsschäden von rund sieben Milliarden Euro, sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Davon entfielen rund 6,5 Milliarden Euro auf Wohngebäude, Hausrat und Betriebe sowie rund 450 Millionen Euro auf Kraftfahrzeuge. Mit fortschreitender Schadenaufnahme und -regulierung zeige sich erst die Dimension dieses Extremereignisses, sagte Asmussen. Der Verband hatte bisher den Schaden auf das obere Ende der Spanne von 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro geschätzt. Bund und Länder haben einen 30 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds arrangiert. Derzeit gehen die Versicherer von rund 250.000 Schadenfällen aus, rund 200.000 an Häusern, Hausrat und Betrieben und bis zu 50.000 an Kraftfahrzeugen.
spiegel.de, handelsblatt.com, tagesschau.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Erzeugerpreise so hoch wie seit 1975 nicht mehr: Die deutschen Hersteller haben im Juli ihre Preise mit 10,4 Prozent so stark erhöht wie seit 46 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise um 10,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Plus gab es zuletzt im Januar 1975, als die Preise im Zusammenhang mit der Ölkrise massiv stiegen. Eine große Mehrheit der Unternehmen wird momentan durch Materialengpässe und höhere Beschaffungskosten belastet. Auch die Energie hat sich im Durchschnitt um 20,4 Prozent verteuert.
manager-magazin.de, faz.net

Mega-Hafen Ningbo bald wieder ganz betriebsbereit: Der wichtige chinesische Frachthafen soll am 1. September wieder voll betriebsbereit sein und in den Normalbetrieb übergehen. Der Warenstau dürfte sich aber so schnell nicht auflösen. Es gibt endlich wieder Hoffnung auf Besserung. Die Behörden teilten am Morgen mit, dass der seit dem 20. Juli wegen eines Corona-Falls teilweise geschlossene Mega-Hafen Ningbo-Zhoushan am Mittwoch schrittweise wieder öffnet. Der Port südlich von Schanghai ist international der größte Hafen in Bezug auf die Gesamttonnage und der drittgrößte für Container. Das zeitweise ganz geschlossene Terminal Meishan macht ein Fünftel der 30 Millionen Standardcontainer (TEU) aus, die jährlich den Hafen passieren, was fast der Kapazität des Hamburger Hafens entspricht. Ein Sprecher der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd berichtet auf Anfrage, das für neu ankommende Ozeanriesen das Terminal Meishan noch geschlossen sei.
handelsblatt.com, faz.net

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Amazon will scheinbar Kaufhäuser in den USA eröffnen: Der weltgrößte Onlinehändler Amazon plant offenbar in den USA größere Ladengeschäfte im Stil von Kaufhäusern. Die ersten Filialen sollen angeblich in Kalifornien und Ohio entstehen. Als „Allesverkäufer“ ist Amazon zwar im Internet groß geworden, mischt jedoch schon seit einigen Jahren auch den klassischen Einzelhandel auf. Der 1994 von Starunternehmer Jeff Bezos gegründete Konzern betreibt unter Marken wie Amazon Fresh und Go Ketten für Lebensmittel und hat auch kleinere Ladengeschäfte für Bücher und weitere Produkte. Zudem gehört Amazon die US-Supermarktkette Whole Foods. Mit größeren Ladengeschäften könnte Amazon auch sein Kleidungs-, Haushalts- und Technikangebot besser außerhalb des Internets platzieren.
spiegel.de, golem.de

Kurzmeldungen

Steuerplus: Der Staat nimmt durch Erbschaften mehr ein spiegel.de
Börse: Dax vor Notenbanker-Treffen stabil manager-magazin.de
Halbleiter-Mangel: VW verlängert Kurzarbeit um weitere Woche handelsblatt.com
Luftverkehr: Lufthansa will Crew-Impfungen über Vereinbarungen erreichen zeit.de
Ifo-Index: Unternehmen wollen künftig Preise erhöhen spiegel.de

RAT UND TAT

Biontech und Moderna streben Zulassung für die Corona-Impfung von Kleinkindern an: Moderna und Biontech erproben die Impfung für unter Zwölfjährige. Die Studien sind zwar komplex, aber bereits in der Endphase. Ärzte raten Eltern jedoch, auf die Empfehlung der Stiko zu warten. Für Kinder unter zwölf Jahren könnte es schon dieses Jahr einen zugelassenen Impfstoff gegen Covid-19 geben. Die beiden Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna streben eigenen Angaben nach noch im Herbst einen Zulassungsantrag an. Die aktuell laufenden Studien und Tests an Kindern, die jünger sind als zwölf Jahre, sollen im September und Oktober abgeschlossen sein. Auch deutsche Mediziner gehen von dem Zeitplan aus. Man erwarte, dass Ende September Studiendaten für die Sechs- bis Zwölfjährigen vorliegen würden und Ende Oktober für die 0,5- bis Fünfjährigen, sagte Jörg Dötsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Handelsblatt. Danach könne es eine schnelle Zulassung durch die europäische Arzneibehörde Ema geben, wie es auch schon bei den anderen Altersklassen der Fall gewesen ist.
handelsblatt.com

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Warnung von Verbraucherschützern vor Vertragsabschluss via Tablet: Beim Unterschreiben von Verträgen auf einem Tablet raten Verbraucherschützer zu besonderer Vorsicht. Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, mahnte dabei, dass Verbraucher mit Papier oftmals anders umgehen als mit einer elektronischen Version und in Folge immer wieder überrascht seien, was sie unterzeichnet hätten. Deshalb schlug Müller ein Widerrufsrecht für solche abgeschlossenen Kaufverträge vor. Die Verbraucherschützer forderten auch, dass Vertragslaufzeiten wie beispielsweise für Handyverträge nur noch 12 Monate betragen sollen.
sueddeutsche.de, rnd.de, heise.de

AUS GESPROCHEN

Wer da den Kohleausstieg nicht vorziehen will, hat heute schon verloren. Jedes Jahr, das wir verpennen, bedeutet, dass wir später mehr machen müssen, um weniger zu bekommen

sagte Grünen-Politiker Cem Özdemir.
handelsblatt.com

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AUS DER REIHE

Singapur benennt Orchidee nach US-Vizepräsidentin Kamala Harris: Anlässlich des Besuchs von US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat Singapur eine Orchidee nach der demokratischen Politikerin benannt. Die 56-Jährige nahm im Präsidentenpalast eine Urkunde in Empfang, in der sie als offizielle Namenspatin für die Hybridpflanze namens „Papilionanda Kamala Harris“ vermerkt ist. Bereits in der Vergangenheit hat Singapur Orchideen unter anderem nach der britischen Prinzessin Diana, Margaret Thatcher und dem japanischen Kaiser Akihito benannt. Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Patin einer Orchidee: der „Dendrobium Angela Merkel“.
spiegel.de

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