KW 33: Zahl der Anträge auf Grundsicherung bei Selbstständigen versechsfacht sich, Arbeitsminister Heil dringt auf mehr Tarifbindung in Unternehmen, GDL-Chef Weselsky kündigt weitere Streiks an

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Zahl der Anträge auf Grundsicherung bei Selbstständigen versechsfacht sich: In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Selbstständigen, die Leistungen aus der staatlichen Grundsicherung beziehen, zwischen April 2020 und Juli 2021 auf 134.000 gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit hat sich der Bedarf damit im Verlauf der Pandemie versechsfacht – in diesem Zeitraum wären sonst 22.000 üblich gewesen. Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, gibt zudem an, dass die Zahl der abhängigen Beschäftigten um 328.000 gestiegen sei. Aufs Ganze gerechnet sei er Wert jedoch nicht allzu hoch.
tagesschau.de, deutschlandfunk.de, stern.de

Arbeitsminister Heil dringt auf mehr Tarifbindung in Unternehmen: Arbeitsminister Hubertus Heil hat sich dafür ausgesprochen, die Vergabe öffentlicher Aufträge an bundesweit einheitliche Mindeststandards und nach Möglichkeit auch an die Zahlung von Tariflöhnen in den Firmen zu koppeln. Vergabegesetze existieren bereits, mit Ausnahme von Bayern und Sachsen, in den Bundesländern. Diese unterscheiden sich jedoch voneinander. Heil spricht sich deshalb für ein Bundesvergabegesetz aus. Trotz Protesten aus der Wirtschaft zeigt sich Heil von der Wirkung eines Tariftreue-Gesetzes auf die Anhebung niedriger Löhne überzeugt.
zeit.de, welt.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

GDL-Chef Weselsky kündigt weitere Streiks an: Nach dem Streik in der vergangenen Woche ist die Lage im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL verfahren. Eine Protestkundgebung vor der Zentrale der Deutschen Bahn sollte am Dienstag zunächst weiteren Druck aufbauen. Zwar sind noch keine konkreten Streiktermine angekündigt, die GDL hat jedoch bereits gewarnt, es werde nur noch „sehr kurze Zeit“ dauern. GDL-Chef Claus Weselsky sicherte den Fahrgästen bereits zu, dass diese sich diesmal länger auf den bevorstehenden Streik vorbereiten können. Er hatte zudem angekündigt, dass dieser länger dauern und zudem ein Wochenende umfassen könnte.
spiegel.de, rnd.de, faz.net

Chinas zweitgrößter Hafen Ningbo bleibt weiterhin im Lockdown: Rund eine Woche nach dem coronabedingten Teil-Lockdown des chinesischen Hafens Ningbo-Zhousan ließen bereits mehrere Container-Riesen mit jeweils 10.000 Standardcontainern Ladekapazität den Hafen aus. Der Hafen wurde zu 20 Prozent geschlossen. Die Hafenbehörde der Provinz Zhejiang schweigt darüber, wie lange das betroffene Terminal noch geschlossen bleiben soll. Berichten zufolge wird jedoch von einer Wiedereröffnung am 6. September gesprochen. Durch die teilweise Schließung und die damit verbundenen Staus vor den großen chinesischen Häfen drohen weltweit Lieferengpässe – in Europa wird voraussichtlich besonders die Kunststoffbranche betroffen sein.
handelsblatt.com, manager-magazin.de, focus.de

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Französischer Autozulieferer Faurecia übernimmt Hella für 6,8 Milliarden Euro: Die Eigentümerfamilie des deutschen Automobilzulieferers Hella hat einen Käufer für ihre Anteile gefunden. Ihr Aktienpaket in Höhe von 60 Prozent hat die Hueck-Familie an den Zulieferer Faurecia verkauft. Mit der Übernahme entsteht nach Bosch, Continental und ZF ein vierter großer europäischer Autozulieferer mit einem Umsatzpotenzial von mehr als 20 Milliarden Euro. Faurecia wird weltweit zum siebtgrößten Zulieferer aufsteigen. Für die Übernahme muss Faurecia rund 6,8 Milliarden Euro bezahlen, von denen 3,4 Milliarden Euro in Bar bezahlt werden.
handelsblatt.com, n-tv.de, stern.de

Kurzmeldungen

Teilverstaatlichte Airline: Bund stößt erste Lufthansa-Anteile ab – Beteiligung soll auf 15 Prozent gesenkt werden tagesschau.de
Arbeitsmarkt: Zahl der Minijobber steigt im Juni um rund eine halbe Million spiegel.de
Schwächelnde Alterssicherung: Gesamtmetall-Präsident Wolf bringt Rente mit 70 ins Gespräch faz.net
Chipmangel: Autobauer Ford muss Produktion in Köln erneut stoppen manager-magazin.de
Preisbindung: Bundeskartellamt verhängt Bußgeld von rund zwei Millionen Euro gegen Schulrucksack-Hersteller Fond Of handelsblatt.com

RAT UND TAT

Insolvenzschutz für geschädigte Unternehmen soll länger gelten: Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags soll für die vom Juli-Hochwasser beschädigten Betriebe bis zum 31. Januar 2022 ausgesetzt werden. Dabei gehe es um das Schaffen von Sicherheit für die Mitarbeiter der Firmen und deren Familien, so SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner. Nach der ursprünglichen Beschlussfassung des Bundeskabinetts war nur eine Aussetzung bis Ende Oktober 2021 vorgesehen. Durch die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sollen die geschädigten Unternehmen ausreichend Zeit für notwendige Finanzierungs- und Sanierungsverhandlungen erhalten, um so eine Insolvenz möglichst durch Entschädigungsleistungen, Versicherungsleistungen, Zins- und Tilgungsmoratorien oder auch anderweitig abzuwenden. Zudem soll das Justizministerium ermächtigt werden, durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrats die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis höchstens 30. April 2022 zu verlängern, sofern dies geboten erscheint.
handelsblatt.com, spiegel.de

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Bayer zieht im Glyphosat-Streit vor den Supreme Court: Im Streit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup zieht der Bayer-Konzern wie angekündigt vor den obersten Gerichtshof der USA. Die US-Tochter Monsanto will beim Supreme Court in Washington einen Antrag auf Revision des sogenannten Hardeman-Falls einreichen. Darin wird das Gericht darum gebeten, die Entscheidung der Berufungsinstanz in dem Fall zu überprüfen. Hintergrund ist der Kauf des Agrarkonzern Monsato durch Bayer im Jahr 2018. Dessen Unkrautvernichter Roundup steht nun im Zentrum zahlreicher Klagen, bei denen es vor allem um die Frage geht, ob von dem Mittel eine krebsauslösende Wirkung ausgeht. Bayer betont die Sicherheit des Mittels bei sachgerechter Anwendung und verweist zudem auf die entsprechende Einschätzung unter anderem der US-Umweltbehörde EPA sowie der Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland. 2015 hatte jedoch die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung konstatiert, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ sei. Bayer erwartet in den kommenden sechs Monaten eine Entscheidung des Supreme Court über die Annahme des Antrags auf Prüfung des Hardeman-Falls.
manager-magazin.de

AUS GESPROCHEN

Jedem Beschäftigten ist es freigestellt, sich impfen zu lassen oder nicht.

Hans-Jürgen Völz, Chefvolkswirt des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMV), betont, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben wird, wie sie nun zahlreiche US-amerikanische Firmen für ihre Mitarbeiter einführen.
n-tv.de

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AUS DER REIHE

Rewe-Einkaufszettel geht viral: Auf Twitter sorgt das Foto eines Rewe-Einkaufszettels für Erheiterung. Der am Samstag veröffentlichte Beitrag ging innerhalb weniger Tage viral und erhielt Likes von mehr als 21.000 Menschen. Der scheinbar von einem Kind geschriebene Zettel enthält zahlreiche Süßigkeiten und Snacks – „Kekse, Eis, Maoam, Pickup und Köriwurstchips“. Unter dem Stichwort „Gesund“ befinden sich einzig Bananen auf dem Zettel.
focus.de

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