KW 30: Corona schwächt das Konsumverlangen, Geplante Übernahme – VW bessert Gebot für Europcar nach, Urteil – Cum-Ex-Geschäfte sind strafbare Steuerhinterziehung

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Corona schwächt das Konsumverlangen: Die Stimmung der deutschen Verbraucher stagniert angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der nachlassenden Impfdynamik. Auch die Inflation belastet das Konsumklima. Zudem seien die Erwartungen der Deutschen an die Konjunktur und die Einkommenserwartung generell leicht zurückgegangen, teilte das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK am Mittwoch mit. GfK erstellt jeden Monat eine Prognose zur Konsumlaune hierzulande. Im Juni hatte die Konjunkturerwartung der Deutschen noch ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht. Die Phase sinkender Inzidenzen sei zu Ende gegangen und die Infektionszahlen würden wieder steigen, sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Zudem habe die Dynamik beim Impfen trotz ausreichend vorhandenen Impfstoffs zuletzt deutlich nachgelassen. Das verhindere gegenwärtig einen weiteren deutlichen Anstieg der Konsumstimmung, fügte er hinzu.
handelsblatt.com, spiegel.de

Geplante Übernahme – VW bessert Gebot für Europcar nach: Ein erstes Angebot wurde abgelehnt, doch nun hat VW sein Übernahmegebot für Europcar erhöht. Der Autovermieter wäre demnach 2,5 Milliarden Euro wert. Europcar bestätigte, dass sich der Wolfsburger Autokonzern und die an dem französischen Unternehmen mehrheitlich beteiligten Hedgefonds in weiterführenden Gesprächen über einen Deal befänden. Den Angaben zufolge liegt die Offerte bei etwa 50 Cent je Europcar-Aktie, was eine Erhöhung darstellen würde. Der Ausgang der Verhandlungen sei jedoch noch nicht sicher. Anleger wurden durch die Meldung zum Einstieg bei Europcar ermuntert. Die Aktie des Autovermieters schoss 3,7 Prozent höher, Volkswagen-Titel dagegen 2,1 Prozent tiefer. Branchenexperten gehen davon aus, dass VW das dichte Netz an Vermietstationen von Europcar bei seinen Plänen nutzen will, um zu einem Mobilitätsanbieter zu werden. Europcar geriet in der Pandemie durch die Einschränkungen im Reisesektor unter Druck und musste restrukturiert werden, seitdem halten mehrere Hedgefonds die Mehrheit an dem Autovermieter.
handelsblatt.com, spiegel.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Urteil – Cum-Ex-Geschäfte sind strafbare Steuerhinterziehung: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im Cum-Ex-Steuerskandal erstmals die Strafbarkeit der milliardenschweren Deals bestätigt. Die Richter in Karlsruhe entschieden in dem ersten höchstrichterlichen Urteil, dass es sich bei den Cum-Ex-Geschäften von Investoren und Banken um strafbare Steuerhinterziehung handelt. Auch die Gewinne aus den Geschäften können laut BGH eingezogen werden. Investoren, Banken und Aktienhändler hatten mit Cum-Ex-Deals den deutschen Fiskus jahrelang um Milliarden Euro geprellt. Eine Lücke hätte es hier nicht gegeben, sagte der Vorsitzende Richter Rolf Raum. Die Taten zwischen dem Jahr 2007 und 2011 seien zudem auch nicht verjährt.
tagesschau.de, spiegel.de

BASF profitiert von steigenden Preisen – Chemiekonzern verzehnfacht Quartalsgewinn: Die Geschäfte des weltgrößten Chemiekonzerns laufen immer besser. Für das Jahr 2021 rechnet BASF mit einem Gewinn von mindestens sieben Milliarden Euro. Der Chemiekonzern ist besonders erfolgreich in die zweite Jahreshälfte gestartet. Der Dax-Konzern teilte bereits mit, dass der Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) im zweiten Quartal bei rund 2,3 Milliarden Euro und damit mehr als zwei Milliarden Euro über dem Ergebnis des Vorjahresquartals, das pandemiebedingt bei knapp 226 Millionen Euro gelegen hatte. Der Konzern habe in allen Regionen und Segmenten besser abgeschnitten als im Vorjahr, sagte BASF-Chef Martin Brudermüller. In den Downstream-Segmenten wurden die Mengen und Preise aufgrund der starken Nachfrage beispielsweise erhöht.
handelsblatt.com, stern.de, finanzen.net

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Pfizer rechnet mit höherem Umsatz durch Corona-Impfstoff: Die zusammen mit der deutschen Biontech vermarktete Corona-Impfung sorgt bei Pfizer in diesem Jahr für mehr Umsatz als gedacht. Wie Pfizer mitteilte, rechnet das Management aktuell mit Erlösen durch den Impfstoff von rund 33,5 Milliarden Dollar (28,4 Milliarden Euro). Zuvor war der Konzern von rund 26 Milliarden Dollar ausgegangen. Für den gesamten Jahresumsatz sagt der US-Pharmakonzern einen Anstieg auf 78 Milliarden bis 80 Milliarden Dollar voraus, nachdem zuvor noch 70,5 Milliarden bis 72,5 Milliarden im Plan standen. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) soll sich in einer Bandbreite von 3,95 bis 4,05 Dollar bewegen. Die alte Prognose hatte auf 3,55 bis 3,65 Dollar gelautet. Im vorbörslichen Handel fällt die Pfizer-Akte an der NYSE zeitweise um 0,26 Prozent auf 41,99 US-Dollar.
finanzen.net, handelsblatt.com

Kurzmeldungen

Wirtschaft leidet: USA schaden sich mit Einreisestopp selbst n-tv.de
Teuerstes Hochhaus in Deutschlands verkauft: Allianz will in Frankfurter Tower einziehen businessinsider.de
Insolvenzantrag angekündigt: Hamburger Werft Pella Sietas steht vor der Pleite stern.de
Corona-Hilfen: Unternehmen können weitere Anträge stellen deutschlandfunk.de
Hochwasser-Katastrophe: Interesse an Elementarschadenversicherungen steigt massiv businessinsider.de

RAT UND TAT

Adecco übernimmt Akka und will Personal-Marktführer werden: Zwei Milliarden Euro will der Dienstleister für die Technologiefirma zahlen. Mit der Übernahme verfolgt Adecco eine schnelle Wachstumsstrategie. Der Schweizer Adecco-Konzern steigt mit dem größten Zukauf der Firmengeschichte zudem zur Nummer eins der Personalvermittlungs-Branche auf. Adecco ist bereit für den Technologie-Dienstleister Akka Technologies, zwei Milliarden Euro zu zahlen, mehr als doppelt so viel wie die belgische Firma vor der Ankündigung wert war. Der Adecco-Chef Alain Dehaze verspricht sich vom Zukauf einen neuen Schub. Das Geschäft werde das Umsatzwachstum antreiben und sei ein wichtiger Bestandteil der Strategie, künftig in Wachstumsbereichen mit höheren Margen tätig zu sein, sagte Dehaze am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Akka stellt ihren Kunden Ingenieure für Technologie-Entwicklungsprojekte zur Verfügung und beschäftigt insgesamt rund 20.000 Personen.
handelsblatt.com

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Porsche investiert in Raketen-Start-up Isar Aerospace: Die Beteiligungsgesellschaft der VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch beteiligt sich an dem bayerischen Start-up Isar Aerospace, das im nächsten Jahr seine erste Rakete starten möchte. Das Unternehmen teilte mit, dass die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwirbt. Das Raketen-Start-up entwickelt und produziert Trägerraketen für den Transport von Satelliten. Als Investor mit Fokus auf Mobilitäts- und Industrietechnologien sei man davon überzeugt, dass der kostengünstige und flexible Zugang zum Weltall für Innovationen in vielen Industriebereichen sorgen werde, sagte der bei der Porsche-Holding für Beteiligungen zuständige Manager Lutz Meschke. Isar Aerospace begibt sich damit in einen Markt, der zuvor immer stärker von Firmen wie SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk ins Auge gefasst wurde. Auch die Raumfahrtfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos setzt auf günstige Raketentechnologie, um Geräte und Touristen künftig ins All zu bringen. Die Beteiligung der Porsche-Holding wurde im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der das Start-up rund 75 Millionen US-Dollar bei Porsche und anderen Investoren einsammelte. Insgesamt hat das Unternehmen bisher gut 180 Millionen Dollar erworben.
spiegel.de

AUS GESPROCHEN

Ich rechne damit, dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien noch einmal um bis zu ein Drittel steigern müssen

sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
boerse.de

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AUS DER REIHE

Alternativer Antrieb – Britischer Whiskyproduzent erzeugt Lkw-Kraftstoff aus Abfällen: Der schottische Spirituosenbrenner Glenfiddich nutzt für seine LKW zunehmend Biogas aus Reststoffen, die bei der Whisky-Herstellung anfallen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen Tankstellen für den alternativen Treibstoff an seiner Destillerie in Dufftown in Betrieb genommen. Es seien bereits drei Lastwagen auf Biogas umgerüstet. Auf diese Weise spart das Unternehmen jährlich 250 Tonnen CO2 und reduziert zugleich den Ausstoß des Treibhausgases um 95 Prozent. In Zukunft sollen alle 20 Trucks des Herstellers und die gesamte Flotte der Mutterfirma William Grant & Sons mit dem alternativen Treibstoff betrieben werden.
spiegel.de

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