KW 28: Mittelstand für Einwanderungsgesetz, Liberale fordern Integration in den Arbeitsmarkt, Mehr E-Commerce

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Mittelstand für Einwanderungsgesetz: Der Bundesverband Deutscher Mittelstand e.V. begrüßt die Einigung der Bundesregierung auf ein Einwanderungsgesetz, das im Herbst auf den Weg gebracht werden soll. Angesichts des gerade im Mittelstand immer drängender werdenden Fachkräftemangels fordere man eine schnelle Umsetzung dieser Pläne und eine relativ liberale Ausgestaltung der Zuwanderungsregeln. „Es freut uns sehr, dass die Regierungsparteien nun endlich ein vernünftiges Einwanderungsgesetz schaffen wollen, das der Mittelstand schon seit langem fordert. Boomende Konjunktur, Demographieproblematik und die Schieflage im Bildungssystem mit dem „Zwang“ zu studieren, verschärfen den Fachkräftemangel täglich. Und im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter oder Nachwuchs haben kleine und mittlere Betriebe fast immer das Nachsehen gegenüber Großunternehmen. Dies ist existenzgefährdend!“, so Präsident Hermann Sturm.
verbaende.com

Bayern: Liberale fordern Integration in den Arbeitsmarkt: Die FDP kritisiert Bayern für den restriktiven Ansatz beim Arbeitsverbot für Asylbewerber und Flüchtlinge. Dadurch würde deren Integration verhindert. Eine Wirtschaft, die so stark unter dem Facharbeitermangel leide wie die bayerische, könne sich das nicht leisten. FDP-Spitzenkandidat fordert daher den Abbau von Hürden im Arbeitsmarkt. „Die CSU enthält der bayerischen Wirtschaft dringend benötigte Arbeitskräfte vor und zwingt Flüchtlinge dazu, untätig vom Sozialstaat zu leben. Diese Politik ist den Bürgern nicht vermittelbar“, nachdem eine Integrationskonferenz in dieser Woche keinen Durchbruch brachte.
liberale.de

Mehr E-Commerce: Im Onlinehandel ist der Umsatz in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 11,1 Prozent gestiegen. Vor allem günstigere Preise sind es, die Kunden ins Netz locken. „Wir freuen uns, dass E-Commerce immer stärker seinen Beitrag zur Grundversorgung der Bevölkerung leistet. Vor allem dort, wo die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse aufgrund der demografischen Entwicklung anders nur mehr schwer gewährleistet werden kann“ sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce. Doch das Wachstum stößt auch an Grenzen, vor allem in der Logistik. Die Paketdienstleister kommen schlichtweg mit dem Liefern nicht mehr hinterher.
wiwo.de

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Der Einfluss von Medien auf Gerichtsverfahren: Mitteständler sehen sich immer wieder in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Wichtig dann: Auch im Gerichtssaal der Öffentlichkeit bestehen, damit der gute Ruf keine Kratzer bekommt. Die Krisen-PR-Agentur CONSILIUM hat nun mit der Uni Mainz untersucht, wie Gerichtsverfahren von Medienberichten beeinflusst werden und was sie mit der Öffentlichkeit machen. Das Ergebnis: Überraschend deutlich. Was sich daraus für die Medienarbeit von Mittelständlern ableiten lässt:
consilium.media

EU-Parlament stoppt umstrittene Urheberrechtsreform: Mit einer knappen Mehrheit haben die Abgeordneten des Europaparlaments am Donnerstag gegen die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts gestimmt. Die Pläne werden in ihrer vorliegenden Form daher nicht in die nächste Runde gehen und mit den Mitgliedsstaaten verhandelt. Stattdessen wird das Parlament den Entwurf im September wohl noch einmal überarbeiten. Umstritten war in der derzeitigen Fassung eine Regelung, die Plattformen wie YouTube dazu verpflichten würde, Inhalte bereits während des Hochladens auf Urheberrechtsverletzung zu prüfen, was den Einsatz von sogenannten Upload-Filtern nötig macht. Zudem sollte das Leistungsschutzrecht in der EU eingeführt werden, das Diensten wie Google etwa daran hindern könnte, Überschriften und Ausschnitte von Pressetexten anzuzeigen.
faz.net, spiegel.de

LKWs sollen Fahrassistenten bekommen: Jede Woche kommt im Schnitt auf deutschen Straßen ein Fußgänger oder Fahrradfahrer ums Leben, weil ein Lkw ihn beim Abbiegen im toten Winkel übersehen hat. Am Dienstag trafen sich im Bundesverkehrsministerium rund 70 Vertreter von Speditionen, Herstellern, Zulieferern, Rad- und Verkehrsverbänden sowie technischen Prüfdiensten und Verkehrspolizisten. Wie das Ministerium anschließend mitteilte, wollen zahlreiche Unternehmen ihre Lkw auf freiwilliger Basis mit dem Sicherheitssystem ausstatten. Verkehrsminister Scheuer hatte im Juni einem Antrag der Länder Berlin, Bremen, Brandenburg, Hessen und Thüringen zugestimmt.  Weil die Hersteller gesetzlich nicht zum Einbau der Assistenten verpflichtet werden können – die EU will dies erst ab 2022 vorschreiben –, passierte bislang wenig. Obwohl über Fahr-Assistenten schon seit 2012 diskutiert wird, hat nur Daimler seit 2016 ein entsprechendes System in seine schweren Lkw eingebaut.
tagesspiegel.de

CEOs verbringen drei Viertel ihrer Zeit mit Meetings wiwo.de
Facharbeiter: Bamf will „blaue Karte“ für EU n-tv.de
Bundesverband Mittelständische Wirtschaft gründet Kommission „Bundeswehr und Mittelstand“ und fordert bessere Ausrüstung finanzen.net

AUS GEZÄHLT

Mit einer Arbeitslosenquote von 1,2 Prozent hat der Landkreis Eichstätt die niedrigsten Werte in ganz Deutschland. Auf Platz Zwei ist der Nachbarlandkreis Pfaffenhofen.
sueddeutsche.de

RAT UND TAT

Gesprächskiller Großraumbüro: Lange Zeit galten Großraumbüros als das Sinnbild des modernen Arbeitens. Die fehlenden Wände und Türen sollten die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern beflügeln und zu Höchstleistungen antreiben. Eine neue Studie räumt damit jetzt endgültig auf: Großraumbüros fördern keine Kommunikation. Im Gegenteil: Sie lösen Abwehrreaktionen unter Mitarbeitern aus. So fanden die Wissenschaftler Ethan Bernstein und Stephen Turban in ihrer Studie „Der Einfluss des ‚offenen‘ Arbeitsplatzes auf die menschliche Zusammenarbeit“ heraus: die direkte, mündliche Kommunikation zwischen Menschen nimmt im Großraumbüro um 70 Prozent ab. Analog nahm die Kommunikation über elektronische Kanäle zu.
faz.net

Sehnsuchtsort Mittelstand: Der Mittelstand bietet Managern oft Freiräume und einen Handlungsspielraum, von dem sie in Dax-Konzernen nur träumen. Doch noch immer führen die großen Konzerne die Rankings als beliebtester Arbeitgeber an. Der Mittelstand hingegen wird von Vorurteilen begleitet: Zu kleinteilig, dominanter Familienpatriarch, unprofessionell, rückständig… Doch der Schein trügt. Porsche, Piech, Quandt, Schwarz und Haniel sind Mittelständler, die Konzerne kontrollieren und so mancher Hidden Champion ist in seinem Segment Weltmarktführer.
manager-magazin.de

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AUS GESPROCHEN

„Es gibt viele falsche Vorstellungen von Innovation. Es gibt Säulen, auf denen Innovation beruht. Die eine ist die Qualität. Eine andere ist die Effizienz.”
Der spanische Spitzenkoch Ferran Adria hat im Restaurant „El Bulli“ die moderne Küche revolutioniert. Mit seiner El-Bulli-Stiftung will er jetzt Innovation fördern.
wiwo.de

AUS DER REIHE

Vom Kanu-Profi zum Startup-Gründer: Mit nur 23 Jahren beschloss Erik Pfannmöller als amtierender Weltmeister im Kanuslalom und Weltranglistenerster, die Paddel in die Ecke zu stellen.  Stattdessen studierte er an der Handelshochschule Leipzig Betriebswirtschaft. Das Ziel: ein Unternehmen zu gründen. Damit ist der Ex-Weltmeister einer von vielen Sportlern, die eine zweite Karriere in der Wirtschaft starten.  Davon profitieren auch zahlreiche Berliner Jungunternehmen wie Fanmiles, Stoyo, What3Words oder Scondoo, an denen Philipp Lahm, Nico Rosberg oder Robert Lewandowski beteiligt sind.  Schon drei Startups hat Pfannmöller gegründet. Das aktuelle Projekt: Solvemate entwickelt sogenannte Chatbots, die für Unternehmen Fragen von Kunden automatisch beantworten. Zu den Nutzern gehören große Versicherungen und Banken, wie die Berliner Sparkasse. „Service-Fuchs Freddy“ heißt das System hier, damit können die Kunden mit wenigen Klicks ihre Geldkarte sperren oder nach Antworten auf Probleme beim Onlinebanking fragen.
digitalpresent.tagesspiegel.de