KW 27: Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und was sie bedeutet, Sinneswandel der Kanzlerin, die digitale Strategie für Mittelständer

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft und was sie bedeutet:
Im Rotationsprinzip wechselt die EU-Ratspräsidentschaft alle sechs. Zu den Aufgaben gehören die Leitung des Rates der Europäischen Union, die Moderation bei Treffen und Arbeiten. Ab dem 1. Juli bis Ende des Jahres wird Deutschland diese Aufgaben übernehmen. Für den Mittelstand sollte Deutschland sich daher einsetzen, kleine Unternehmen zu schützen. Denn der kleinere Mittelstand ist insgesamt nicht nur sehr umsatzstark, sondern schafft und sichert Arbeitsplätze. Gerold Wenisch, Geschäftsführer eines mittelständigen Heizungstechnik Unternehmens, fordert, dass der enorme Wettbewerbsverzerrung zwischen den europäischen und chinesischen Rohstahlproduzenten ein Ende gemacht wird. Hierfür seien ordentliche Rahmenbedingungen zu setzen, um einen fairen Marktmechanismus für die europäischen Unternehmen zu ermöglichen.
marktundmittelstand.de

Der Sinneswandel der Kanzlerin : Merkels aktive Unterstützung für schuldenfinanzierte Hilfsprogramme zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise wird stark kritisiert, da sie vor allem den süd- und osteuropäische Staaten etwas bringen. Mit den „Wiederaufbaufonds“, der nicht nur günstige Kredite, sondern auch Zuschüsse gewähren soll, erntet Merkel nicht nur aus den eigenen harsche Kritik. Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, rügt, dass die bisher vorwiegend auf Marktwirtschaft und Eigenverantwortung basierende Europapolitik der Unionspartei bedauerlicherweise verworfen würde. Es drohe eine unkontrollierbare europäische Ausgabenpolitik, die für die Finanzierung, Steuererhöhungen und Standortverschlechterungen führen werde.
welt.de

Starke deutsche Familienunternehmen: Studie zu besten Familienunternehmen: In einer neuen Studie wurden die 50 sichtbarsten, innovativsten und beliebtesten Firmen mit einem Umsatz von 250 Millionen bis eine Milliarde Euro Deutschlands gekürt. Aldi und BMW kennt jeder. Das 1913 gegründete deutsche Bauunternehmen Dreßler, wird bereits in vierter Generation geleitet. Hubertus Dreßler leitet das Bauunternehmen aus Aschaffenburg, gemeinsam mit zwei weiteren Geschäftsführern. Sein Vater Karl sitzt im Aufsichtsrat. Damit das Familienunternehmen auch tatsächlich eines bleibt, haben sie sich eine Verfassung gesetzt. Hierfür wurde ein „Generationenpakt“ beschlossen, alles in geregelten Bahnen laufe, Dreßler. Je mehr Generationen, desto unübersichtlicher die Führung. Dreßler ist eines der Unternehmen, das außerhalb der Branche völlig unbekannt ist. Dabei ist Unternehmen mit einem Umsatz von 250 Millionen bis eine Milliarde Euro ein wichtiges Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
wiwo.de

Förderbescheid an Vasa: Im Aufbau der europäischen Batteriezellindustrie sieht Bundeswirtschaftsminister Altmaier einen starken Motor für neue Jobs in Deutschland. Bei den Themen Elektromobilität und Batteriezellproduktion ist ein Umbruch zu merken, da in die Einfuhren von Lithium nach Deutschland massig gestiegen wären. Die Bundesregierung hat zudem zusätzliches Geld für die Batterietechnik durch das Konjunkturprogramm zur Verfügung gestellt. Damit kann dann eine selbstständige und auch selbstbewusste neue Branche werden. Am Dienstag besuchte der Minister auch die Firma Varta im baden-württembergischen Ellwangen und übergab einen Förderbescheid in Höhe von 300 Millionen Euro.
dtoday.de

Konsumanstieg in Deutschland manager-magazin.de
Digitale Präsenz vor allem für lokale Unternehmen hilfreich <a
boerse-online.de
Ein Weltmarktführer aus der Provinz soll Deutschlands E-Mobilität retten tagesspiegel.de
Längere Öffnungszeiten um verlorene Umsätze nachzuholen? n-tv.de
Wirtschaft zwischen Anstieg und Unsicherheit sueddeutsche.de

RAT UND TAT

Digitale Präsenz lohnt sich: Aufgrund des Corona-Lockdowns haben viele Unternehmen plötzlich neue Online-Services angeboten, die von den Kunden auch angenommen wurden. Die Nachfrage nach digitalen Möglichkeiten lokaler Anbieter ist da und das Potential für kleine und mittelständische Unternehmen ist hoch. Das sollte genutzt werden. Laut einer aktuellen Umfrage von Greven Medien haben 16 % der Deutschen einen neuen lokalen Dienstleister für sich entdeckt, den sie vorher überhaupt nicht kannten oder bis dahin nicht genutzt haben. Denn seit des Ausbruch suchten Verbraucher aktiv und stärker nach Online-Services örtlicher Dienstleister, um diese zu unterstützen. Nach Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien, hätten Klein- und mittelständische Unternehmen einen entscheidenden Vorteil, da sie nah am Konsumenten seien und Entscheidungen meist schnell und ohne große Umwege treffen könnten. Daher sollte auch nach der Corona-Krise auf digitales Marketing gesetzt werden. Es werde sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Nachfrage und der Wunsch, lokale Händler zu unterstützen, sei immer noch da.
finanznachrichten.de

Die digitale Strategie für Mittelständer: Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich viele Bereiche im Leben geändert. Oft fällt es schwer, auch darin positive Effekte zu sehen. Für den Mittelstand in Deuschland ergeben sich jedoch tatsächlich aus dieser Krise einige Chancen: Es liegt auf der Hand, dass das Aufschieben der Digitalisierung Unternehmen ins Hintertreffen geraten lässt. Corona könnte man daher auch als eine Art Antrieb sehen, der es erleichtert, Veränderungen einzuleiten, die Produktivität zu erhöhen und Umsatzeinbußen zu kompensieren. Daher heißt es, technologisch konstant am Ball bleiben, denn was vor 20 Jahren drei Vollzeitstellen auslastete, wird heute mit einem Klick durch die Clouddienste von Amazon oder Microsoft erledigt. Das zwingt Mitarbeiter nicht nur in zähe Arbeitsprozesse, sondern senkt auch die Produktivität und erhöht Kosten.
manager-magazin.de

Social Media als Präsenz nutzen: Gründerin nutze während des Corona-Lockdowns Instagram für ihren Laden – und das erfolreich. Die Inhaberin Andrea Ennen des „Van Nord“ in Berlin führt ein kleines Warenhaus, in dem man Sachen zum Wohnen, Kleidung, Handtaschen und andere Accessoires, Schmuck und Beauty findet. Alles „hochwertige Produkte“, so Ennen. Schon als kleines Mädchen hatte den Wunsch einen eigenen Laden zu führen. Diesen hat sie sich erfüllt. Doch dann kam im März Corona. Shutdown, Ladenschluss. Ware, Mode, Beauty und alles weitere was sich anbot auf ihrem Instagram-Account zu zeigen, hat sie zusammen mit einer Kollegin umgesetzt. Über Paypal konnten die Kunden dann zahlen. Zwar kam nicht ganz so viel rein wie normalerweise, aber die Monatsmiete konnte so über diesen Social–Media-Umweg bezahlt werden. Als am am 22. April, die Geschäfte in Berlin wieder öffnen durften, war „der Laden war voll“, sagt sie. Dank ihrer Stammkundschaft, die sie sich über die Jahre aufgebaut hatte.
tagesspiegel.de

Auswirkungen der Pandemie – fruchtbarer Boden für Cyberkriminalität: Die Studie ECSO Barometer 2020 verdeutlicht, die Pandemie einen einen sehr fruchtbaren Boden für Cyberkriminalität geschaffen hat und dabei besonders die Sicherheit von kleinen und mittelständischen Unternehmen in einem schwierigen betrieblichen, geschäftlichen und finanziellen Umfeld bedroht. Daher ist es vor allem wichtig, den Schutz und die Widerstandsfähigkeit des digitalen Ökosystems zu gewährleisten. Die größten Sorgen liegen bei Zunahme von Betrugsdelikten, Cyberkriminalität und Cyberangriffen, eingeschränkte Kapazität von Diensten, die aus der Ferne erbracht werden können, und das zweifelhafte Vertrauen in die Remote-Datensicherheit aber auch bei den Herausforderungen der Einrichtung von Remote-Arbeitsplätzen.
computerwelt.at

AUS GESPROCHEN

Der deutsche Mittelstand zeigt sich bis zuletzt in guter betriebswirtschaftlicher Verfassung

Andreas Martin, Vorstand des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hält die mittelständische Wirtschaft bilanziell für gut gerüstet.
springerprofessional.de

AUS DER REIHE