KW 28: Von diesem Ökosystem profitieren deutsche Start-ups, Kölner Start-up Ubirch entwickelt mit IBM den digitalen Impfpass, Start-ups fordern „Energiewende-Prämie“ fürs Smart Home

Liebe Brückenbauerinnen und Brückenbauer,

die Parlamentarische Sommerpause hat begonnen und die Bundestagswahlen stehen vor der Tür.

Wenn es um bessere Rahmenbedingungen für Startups geht, sprechen wir über die Zuwanderung von Talent, die unternehmens- und auch startupfreundlichere Ausgestaltung der öffentlichen Vergabe sowie die bessere Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Startups. Es gibt hier bereits Ansätze und Instrumente, jedoch wird dies einer der Schwerpunkte einer startupfreundlichen Bundesregierung sein. Sie und Du als Vertreterin und Vertreter des Mittelstands können sich heute schon fragen: Was kann ich für diesen Brückenbau tun, für mehr Innovationen für mein Unternehmen? Wir machen Ihnen und Euch gegenüber gerne die Netzwerke und Instrumente transparent, die regional, national oder international für den wichtigen Brückenbau hilfreich sind. Euch und Ihnen einen wunderbaren Sommer.

Ihr
Mirco Dragowski

AKTUELL

Wenig Frauen in Topetagen von Jungunternehmen vertreten: In den Vorständen von deutschen Start-ups sitzen insbesondere Männer. Unter den Jungunternehmen an der Frankfurter Börse ist der Frauenanteil im Vorstand zudem besonders niedrig. Einer Studie zufolge schaffen es Frauen bislang kaum in die Topetagen börsennotierter ehemaliger Start-ups wie Delivery Hero. Die Jungunternehmen würden den Konstruktionsfehler der vorhergehenden Generation wiederholen und ohne Frauen wachsen, schreiben die Geschäftsführer der gemeinnützigen Allbright-Stiftung, Wiebke Ankersen und Christian Berg, in der Studie. Die deutsch-schwedische Stiftung setzt sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft ein. Vor kurzem beschloss der Bundestag, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Firmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen in Zukunft mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss. Bei Neubesetzungen der Posten muss zudem darauf Rücksicht genommen werden.
n-tv.de, faz.net, t3n.de

Start-ups fordern „Energiewende-Prämie“ fürs Smart Home: Mehrere Startups fordern eine neue Kaufprämie für Smart-Home-Geräte, weil die Energiewende nur langsam vorangeht. Die Reaktion aus der Politik ist durchwachsen. Es ist ein außergewöhnlicher Pakt, den gleich fünf zum Teil miteinander konkurrierende Startups schließen. Nach Gründerszene-Informationen schließen sich der junge Ökostrom-Anbieter Tibber, die Smart-Home-Unternehmen Tado und Tink, der Berliner Heizanlagenbauer Thermondo und das Solar-Startup Enpal zu einer „EnerTech“-Allianz zusammen, um für noch mehr Technologieoffenheit beim Energiesparen zu lobbyieren. Die Firmen wollen als erstes politisches Ziel eine „Energiewende-Prämie“ für Verbraucher durchsetzen, dazu werden 500 Euro pro Haushalt gefordert. Jedoch laufen nicht alle Geschäfte der Anbieter zufriedenstellend genug, trotz steigendem Interesse am Klimaschutz. Tibber-Deutschlandchefin Nöldgen kritisiert, dass gesetzliche Hürden und fehlende Förderprogramme die Verbreitung der Technik ausbremsen würden. Der Rollout stocke aufgrund von fehlendem Pragmatismus der Bundesregierung und würde wegen eines Gerichtsurteils zurzeit sogar ganz auf Eis liegen, so Nöldgen.
welt.de, businessinsider.de

Start-ups erhöhen Beschäftigtenzahl in der Pandemie: Die Pandemie hat bisher nicht auf die Beschäftigtenzahl von Startups hierzulande durchgeschlagen. Durchschnittlich haben Startups zurzeit 24 Beschäftigte. Letztes Jahr lag die Zahl mit 21 noch leicht darunter. In jedem fünften Startup (21 Prozent) arbeiten 20 oder mehr Menschen, aber in rund der Hälfte (49 Prozent) auch weniger als zehn. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage unter mehr als 200 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Neben guten und innovativen Ideen seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für viele Startups ein entscheidender Bestand. Es sei ein gutes Zeichen, dass im letzten Corona-Jahr die Beschäftigtenzahl nicht reduziert wurde, obwohl viele Startups von der Krise wirtschaftlich hart getroffen wurden, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Die trotz Krise sogar leicht gestiegene Beschäftigtenzahl sei auch deshalb erfreulich, weil Startups vor allem hochqualifizierte Stellen schaffen würden, etwa für Software-Entwicklerinnen und -Entwickler. Auch im nächsten Jahr könnte die Beschäftigtenzahl bei Startups weiterhin steigen. In 6 von 10 (62 Prozent) Startups gibt es derzeit unbesetzte Stellen, im Schnitt sind bei einem Startup jeweils drei Positionen ausgeschrieben.
it-daily.net

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Von diesem Ökosystem profitieren deutsche Start-ups: Deutsche Start-ups stehen häufig im Schatten der Einhörner aus den USA. Eine neue Studie zeigt nun aber, dass die deutsche Start-up-Kultur besonders in der Kooperation mit etablierten Weltmarktführern glänzt. Dies liegt an der Ausrichtung innerhalb der Wirtschaft Deutschlands begründet. Seit über 15 Jahren sinkt die Gründerquote in Deutschland stetig. Lag sie 2004 noch bei 2,5 Prozent ist sie 2020 bei etwa einem Prozent angekommen. Viele Start-ups erhalten jedoch Unterstützung durch etablierte Dax-Unternehmen. Die Verbindung ist auch geografisch sichtbar, da sich die fünf führenden Start-up-Regionen Berlin, Rhein-Ruhr, Hamburg, Stuttgart/Karlsruhe und München alle in großen Clustern des industriellen Mittelstandes befinden.
wiwo.de

Hausgerätehersteller Miele kauft Mehrheit an Grill-Startup Otto Wilde: Miele kaufte sich erst vor einem Monat bei der Rezepte-App Kptncook ein. Nun übernimmt das mittelständische Unternehmen mit Otto Wilde aus Düsseldorf das nächste Food-Startup. Bereits 75,1 Prozent an dem Familienunternehmen hat Miele erworben und auch die Beteiligung des Business Angels und einige Prozente der Wilde-Familie übernommen. Die verbliebenen Anteile bleiben dem Gründerteam rund um Otto Wilde, Sohn Nils, Schwiegertochter Julia sowie Familienfreund Alexander Luik, die zuvor 70 Prozent hielten. Das Düsseldorfer Start-up schloss im Juni 2020 eine Crowdfinanzierung über knapp 4,5 Millionen Euro ab.
businessinsider.de

Siemens kauft französisches Software-Start-up für Strömungssimulation: Das 2015 gegründete französische Start-up Nextflow Software hat sich auf partikelbasierte Strömungssimulationen spezialisiert. Nun wurde es von Siemens gekauft und wird damit Teil der Siemens Digital Industries Software. Abgeschlossen wurde die Transaktion am 1. Juni 2021, die Vertragsbedingungen wurden nicht offengelegt. Durch die Nextflow Software kann dank netzfreier CFD-Funktionen die Analyse komplexer transienter Applikationen beschleunigt werden. Analysten können mit der Integration der Smoothed-Particle Hydrodynamics-Technologie (SPH) von Nextflow Software in das Simcenter-Portfoliov netzfreie und netzbasierte Lösungsansätze nutzen und damit von den Stärken beider Softwarelösungen profitieren. Auch eröffnen sich neue Anwendungsbereiche.
industry-of-things.de

Kurzmeldungen

  • Storebox: Wiener Logistik-Startup schnappt sich Ikea als Partner trendingtopics.at
  • REWE Group stärkt mittels “Pick & Go” Partner­schaft mit Trigo Vision Ltd. rewe-group.com
  • Volocopter: Flugtaxi-Bauer kauft DG Flugzeugbau zu
  • Bjdw veröffentlicht Positionspapier zu den Börsengängen deutscher Start-ups bmwi.de
  • KfW-Gründungsmonitor 2021 beschäftigt sich mit der Gründungstätigkeit 2020 kfw.de
  • Rheinische Post betreibt Start-up-Podcast Gründerzeit spotify.com
  • KI Bundesverband veröffentlicht Positionspapier für die Legislaturperiode 2021-25 ki-verband.de

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CASE DES MONATS

Kölner Start-up Ubirch entwickelt mit IBM den digitalen Impfpass: Das Bundesgesundheitsministerium hat im Rahmen eines „Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb“ das beste Angebot für einen digitalen Impfnachweis für alle, die gegen Covid-19 geimpft werden, gesucht. Von 29 kontaktierten Unternehmen beteiligten sich sieben. Die Kölner Firma Ubirch (51 Prozent) mit ihrem Blockchain-basierten System und IBM (49 Prozent) erhielten den Zuschlag. Beim Ubirch-System erhält jede geimpfte Person einen QR-Code im Impfzentrum oder beim Hausarzt. Dieser setzt sich aus personenbezogenen Daten wie Name, Impfdatum und Impfstoff sowie einer Zufallszahl zusammen. Nach Angaben des Unternehmens wird aus diesen Daten ein anonymer Fingerabdruck generiert, der nicht erratbar ist und kryptografisch signiert wird. Zudem wird er in insgesamt fünf Blockchains hinterlegt. Wird der QR-Code etwa beim Grenzübertritt oder bei Zugangskontrollen eingelesen, sieht die kontrollierende Person Name, Vorname, Geburtsdatum und Ausweisnummer und kann diese mit dem Personalausweis abgleichen. Zugleich wird im Hintergrund abgefragt, ob es passend zum QR-Code einen Eintrag in der Blockchain des Ubirch-Systems gibt. Somit werden personenbezogene Daten und Impfdaten nicht zentral im System gespeichert.
zeit.de, spiegel.de, faz.net

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ZITAT DES MONATS

Wer in Zukunft erfolgreich sein will, kommt an Gründerinnen nicht vorbei. Mit unseren Investments gehen wir schon mal vor.

Stefanie Bschorr hat mit 60 anderen Gründerinnen das Netzwerk „encourageventures“ gegründet, um gezielt weibliche Start-up Gründungen zu fördern.
tagesspiegel.de

ZAHL DES MONATS

Mehr als 50 Prozent der deutschen Mittelständler haben laut Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020 der Telekom die Digitalisierung in ihre Strategie implementiert. Die Umsetzung scheitert jedoch meist.
it-zoom.de

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Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

NETZWERK DES MONATS

InnovatorsNet:
Das InnovatorsNet stellt einen exklusiven Zugang zum gesamten Innovationsnetzwerk der AiF FTK dar und ist der Türöffner zu wichtigen nationalen wie internationalen Innovatoren aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Es bietet zu jeder Branche und jedem Forschungsthema relevante Trends, belastbare Zugänge, Expertise und Angebote aus dem AiF FTK Innovationsnetzwerk. In diesem Netzwerk können sich Innovatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft vereinen. Auf eine Mitgliedschaft bewerben können sich innovative Unternehmen, Start-ups und Forschungsstellen.
aif-ftk-gmbh.de

OLDSCHOOL

Journi-App erstellt Fotobücher mit künstlicher Intelligenz: Das Wiener Start-up Journi hat es trotz großer Konkurrenz geschafft, sich mit dem Druck von digitalen Bildern profitabel aufzustellen. Beim Zusammenstellen der Fotos hilft zudem ein lernender Algorithmus der App. Während ihres Industriedesignstudiums war Bianca Busetti eine unter wenigen Frauen und auch später in ihrem ersten Job als UX-Designern fast nur von Männern umgeben. Die heute 30-Jährige interessiert sich seit ihrer Kindheit für technische Dinge, ist Hobbyarchitektin und verbringt ihre Freizeit auf dem Motorrad. Nun ist sie die Gründerin eines KI-basierten Start-ups, das per App aus digitalen Schnappschüssen Fotobücher erstellt und gedruckt nach Hause liefert. Das im Jahr 2014 von Busetti, Andreas Röttl und Christian Papauschek gegründete Unternehmen Journi macht nach eigenen Angaben sieben Millionen Euro Umsatz im Jahr mit Fotobüchern.
welt.de

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