KW 26: CDU-Wirtschaftsrat macht gegen Transfergemeinschaft mobil, Geschäftsklima: Schlechter, aber nicht aussichtslos, Mehr Beschäftigte von Insolvenzen betroffen

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

CDU-Wirtschaftsrat macht gegen Transfergemeinschaft mobil: Der Wirtschaftsrat der CDU wehrt sich gegen die EU-Reformpläne von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel  Macron. Die vereinbarte Linie in Sachen Euro-Reform sei „das falsche Signal an die Krisenstaaten“ heißt es in einer Stellungnahme: „Auch wenn die Umsetzung vieler Vorschläge unkonkret bleibt und die Projekte und ihre Lösung auf lange Zeitachsen geschoben werden: Klar ist, die Richtung stimmt nicht.“ Der Wirtschaftsrat fürchtet, das die EU in eine nicht umkehrbare Transfer- und Schuldengemeinschaft abrutscht. An die neue italienische Regierung sei dies das falsche Signal. Die Folgen könnten noch lange nach der Amtszeit von Merkel und Macron spürbar sein. „Wir dürfen die künftigen Generationen nicht mit noch mehr europäischen Geldtöpfen belasten, um damit Zustimmung zur Migrationspolitik zu bekommen“, so Wirtschaftsrat-Generalsekretär Steiger.
wiwo.de

Geschäftsklima: Schlechter, aber nicht aussichtslos: Deutsche Manager bewerten angesichts des Handelskonflikts mit den USA und den unabsehbaren Folgen für die Weltkonjunktur die Geschäftslage zunehmend schlechter. So fällt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni von 102,3 Punkten im Vormonat auf 101,8 Zähler. Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest würde der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft abflauen. Doch auch wenn die Manager ihre aktuelle Lage schlechter beurteilen, würden die Aussichten für die kommenden sechs Monate unverändert optimistisch beurteilt. „Die Parole lautet deshalb: Die Lage ist nicht hoffnungslos, schon bald sieht es wieder besser aus“, kommentiert Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank Liechtenstein die Ergebnisse des wichtigsten Frühindikators der deutschen Wirtschaft.
spiegel.de

9,35 Euro Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro steigen. Zum 1. Januar 2020 solle eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro folgen, wie die zuständige Kommission in einem am Dienstag in Berlin vorgelegten Beschluss empfiehlt. Die Linke kritisierte das Ergebnis: „Trotz der geplanten Erhöhung bleibt der Mindestlohn ein Mangellohn“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Susanne Ferschl. Kritik kam auch von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands: „Mit der jetzigen Koppelung an die vergangene Lohnentwicklung sind notwendige Anhebungen durch die Mindestlohnkommission nicht möglich“, erklärt der Bundesvorsitzende Andreas Luttmer-Bensmann.
tagesspiegel.de, spiegel.de

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Europäische Gesetze – besser mitgestalten und diskutieren, aber wie? Europäische Gesetze erhalten in Deutschland oft erst dann breite öffentliche Aufmerksamkeit, wenn sie in Kraft treten. Dabei werden die Gesetzesvorschläge bereits von Anfang an nicht nur in Brüssel, sondern auch in Berlin intensiv diskutiert. Donnerstag, 28. Juni um 19:30 Uhr im En Passant Schönhauser Allee 58, Berlin. Auf dem Podium: Reinhard Hönighaus, Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland / Leiter der Pressestelle und Prof. Dr. Christian-Henner Hentsch, Leiter Recht & Regulierung bei game – Verband der deutschen Games-Branche. Moderation: Matthias Bannas.
facebook.com

Frauen fordern Transparenz beim Gehalt nicht ein: Es scheint, als würden Frauen in Deutschland nicht wissen wollen, ob sie fair bezahlt werden. Ein halbes Jahr nach der Einführung des sperrig klingenden Entgelttransparenzgesetzes sehen die Unternehmen immer noch sehr wenig Interesse. Kaum eine Frau hakt nach. Dabei sollte ihre Bezahlung mit dem neuen Gesetz gerechter und vergleichbar werden. Seit Anfang diesen Jahres kann sich jeder Arbeitnehmer in Unternehmen mit mindestens 200 Beschäftigten erkundigen, nach welchen Kriterien sein Gehalt festgelegt worden ist. Und, fast noch wichtiger, er oder sie kann erfragen, wie viel Kollegen des jeweils anderen Geschlechts mit vergleichbaren Tätigkeiten verdienen.
tagesspiegel.de

Mehr Beschäftigte von Insolvenzen betroffen: Zwar geht die Zahl der Insolvenzen insgesamt zurück, doch nach Auskunft der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sind deutlich mehr Mitarbeiter betroffen und von Arbeitslosigkeit bedroht. Der Hintergrund: Unter den von Insolvenz bedrohten Unternehmen sind auch größere Betriebe dabei. So waren seit Jahresbeginn 120.000 Beschäftigte betroffen. Das entspricht einer Steigerung von 18,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Insolvenzen sank zeitgleich um 3,3 Prozent.
spiegel.de, sueddeutsche.de

Webinar zu digitalen Transformation im Mittelstand cloudcomputing-insider.de
Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg general-anzeiger-bonn.de

AUS GEZÄHLT

31 Prozent der Unternehmen, die im China-Geschäft aktiv sind, haben bereits die chinesische Währung Renminbi in ihren Zahlungsverkehr integriert.
springerprofessional.de

RAT UND TAT

Google Pay kommt nach Deutschland:  Google startet zusammen mit der Commerzbank seinen Bezahlservice in Deutschland. Ein schweres Unterfangen, denn nur sieben Prozent der Deutschen nutzen bislang das Smartphone zum Bezahlen, man liebt hierzulande das Bargeld und ist neuen Entwicklungen prinzipiell skeptisch gegenüber. Doch Google hat prinzipiell gute Voraussetzungen – Millionen nutzen bereits Google-Dienste und auch das mobile Betriebssystem Android ist weit verbreitet. O2, die Telekom, die Otto-Tochter Yapital und jüngst auch Vodafone haben sich bereits die Zähne ausgebissen. Auf dem Markt befinden sich derzeit Bezahl-Apps von Payback, Paypal, Edeka oder der Deutschen Bank.
sueddeutsche.de

Start-ups und Mittelstand – Voneinander lernen: Der Mittelstand hat die Startup-Szene für sich entdeckt. Doch die Zusammenarbeit ist auch von unterschiedlichen Mentalitäten und Missverständnissen geprägt. Startups haben begrenzte Ressourcen und müssen sich fokussieren. Sie können und sie wollen nicht jeden Auftrag annehmen. Im Mittelstand macht oft das mittlere Management Probleme, verdiente Mitarbeiter tun sich schwer, von eingespielten Verhaltensmustern abzuweichen und offen für Neues zu sein.
handelsblatt.com

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AUS GESPROCHEN

„Unsere Mitglieder sind für den Schutz von Außengrenzen. Wir sind aber für offene Binnengrenzen. Bei Grenzkontrollen würden in nur wenigen Stunden Staus entstehen, langfristig würde das der Wirtschaft 15 Milliarden Euro kosten.”

Mittelstandspräsident Mario Ohoven ist sich sicher, schließt Innenminister Seehofer die Grenzen, wird das teuer.
n.tv.de

AUS DER REIHE

Goldrausch: Bakterien sollen Edelmetalle „schürfen“. Geht es nach den hessischen Biotech-Mittelständlern Brain und Cyplus soll der weltweite Abbau von Edelmetallen umweltfreundlicher werden. Bislang waschen Bergbauunternehmen zum Beispiel Gold und Silber mit giftigen Chemikalien aus dem Gestein. Diese Technik soll jetzt abgeschafft werden. Dazu wurden in der Natur vorkommende Bakterien im Labor weiterentwickelt. Guido Meurer von der Brain-Geschäftsleitung sieht einen „bahnbrechenden biologischen Prozess für eine neue Aufarbeitungstechnologie“. Das sogenannte Green Mining werde angesichts zunehmender Rohstoffknappheit immer wichtiger.
faz.net