KW 25: Schlechtes Zeugnis für die GroKo, FDP fordert sofortige Nachbesserung beim Datenschutz, Deutschland tippt

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Schlechtes Zeugnis für die GroKo: Besonders Familienunternehmen sind mit der bisherigen Arbeit der Koalition nicht zufrieden. Dies ergab eine Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer“. Demnach wurde die Arbeit von Merkel und Co mit der Schulnote 4,2 bewertet. Positiv formuliert: Da ist noch Luft nach oben. „Die Regierung scheint mir wie unsere Jungs beim ersten WM-Spiel: stehend k.o., ohne Spielplan“, sagte Unternehmer Martin Herrenknecht. Die Versetzung ist gefährdet.
handelsblatt.com

FDP fordert sofortige Nachbesserung beim Datenschutz: Beim Schutz des deutschen Mittelstands vor der Abmahnindustrie setze die Bundesregierung Kieselsteine und keine Meilensteine sagen Manfred Todtenhausen und Thomas L. Kemmerich von der FDP-Bundestagsfraktion und dort für Handwerk und Mittelstand zuständig. Die Koalition müsse entsprechende Anpassungen des Datenschutzgesetzes vornehmen. Diese müsse sofort wirken, um die große Unsicherheit in vielen Betrieben zu beenden. „Die Abmahnindustrie muss endlich in die Schranken verwiesen werden“, so Manfred Todtenhausen.
fdp-thueringen.de

Deutschland tippt: Wie auch immer der Fußballgott in diesen Tagen entscheidet, die Tippspiel-Plattform Kicktipp.de steht schon jetzt als einer der Gewinner der Fußball-WM fest. Letzte Woche rangierte die Kicktipp-App auf Platz Eins im Download-Ranking. Rund fünf Millionen Menschen haben sich alleine in den vergangenen Wochen für eine Kicktipp-Tipprunde im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft in Russland angemeldet. Etwa 500.000 davon tun dies innerhalb von Profipaketen, also bei kostenpflichtigen Tipprunden, die von Firmen für Kunden oder Mitarbeiter gebucht werden. „Da ist querbeet alles dabei“, erzählt Kicktipp-Gründer Janning Vygen. „Von der Anwaltskanzlei über Getränkemärkte bis zum Dax-Konzern.“
wiwo.de

Ladendiebe verursachen Milliardenschaden: Im vergangenen Jahr sind dem Einzelhandel durch Ladendiebstähle ein Schaden von 3,5 Milliarden Euro entstanden. Dies geht aus einer Umfrage des EHI-Retail-Instituts hervor. Dem Staat gingen so 475 Millionen Euro an Mehrwertsteuer verloren. Vor allem kleine Produkte wie Alkohol, Parfum oder Videospiele wurden geklaut. Rund 0,32 Prozent ihres Umsatzes wendeten Unternehmen in den letzten zwei Jahren dafür auf, um Ladendiebstahl zu verhindern. Auch das sind Kosten in Milliardenhöhe. „Der Aufwand der Einzelhändler bei der Bekämpfung des Ladendiebstahls erhöht sich regelmäßig“, sagt ein Verbandssprecher. „Insbesondere professionelle Täter reagieren nämlich schnell auf neue Präventionsmaßnahmen des Einzelhandels.“
spiegel.de, tagesspiegel.de, wiwo.de

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Berlin und New York schließen Wirtschaftspakt: Berlin und New York City zählen nicht nur zu den jeweils beliebtesten Tourismuszielen in Europa beziehungsweise den USA. Die beiden Metropolen sind auch wichtige Zentren der Gründerszene – und speziell auf dem Feld der Gesundheitswirtschaft stark aufgestellt. Vor diesem Hintergrund wollen die Stadtverwaltungen künftig gemeinsam die lokale Wirtschaft vorantreiben. Die Spitzen der Standortfördergesellschaften Berlin Partner und New York City Economic Development Corporation haben am Montagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Berlin eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Diese sieht unter anderem die Gründung einer „Daten-Allianz“ vor: „Wo es möglich ist“, wollen Berlin und New York Daten austauschen, die für Investoren interessant sein könnten – und die bei der digitalen Vernetzung der Städte im Rahmen einer „Smart-City-Strategie“ helfen.
tagesspiegel.de

Alles auf Zucker: Süßigkeiten gehen immer. Lange Zeit galt dies als ehernes Gesetz. Doch der Trend zu mehr Gesundheit und die Diskussion um die Schädlichkeit von Zucker erschüttern eine ganze Branche. Jeder Teil der Wertschöpfungskette ist betroffen: Supermarktketten testen Light-Produkte, Lebensmittelhersteller verändern die Rezeptur ihrer Waren, Zuckerproduzenten suchen ihr Heil in neuen Märkten. Rübenbauern geraten in die Defensive und kämpfen ums Überleben. In Großbritannien Norwegen, Mexiko und Südafrika gibt es bereits Zuckersteuern. Vielen Regulierern gelten diese Maßnahmen als Vorbild. Die große Koalition will für die „Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten“ noch in diesem Jahr „gemeinsam mit den Beteiligten ein Konzept erarbeiten“.
wiwo.de

Bezahlen per Smartphone: Volksbanken überholen Google Pay handelsblatt.com
Kanzleramt arbeitet an Garantie für schnelles Internet welt.de
Winora-Group ist „Top-Arbeitgeber“ im Mittelstand mainpost.de

AUS GEZÄHLT

32 Prozent der vom Digitalverband Bitkom befragten Mittelständler nennen Zeitmangel aus Grund dafür, warum man mit der Einführung digitaler Geschäftsmodelle nicht vorankommt.
mitteltandswiki.de

RAT UND TAT

Gefährliche Trägheit: Der Fluch des Gewohnten verhindert in vielen Unternehmen Innovation, sagt Roland Albrecht, Geschäftsführer der Markenagentur GoYa!. Die beständige Vitalität im Marketing sei kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit angesichts einer sich schnell verändernden Gesellschaft. Was die Marke selbst angehe, sei Evolution oft besser als Revolution. Es gelte Neues zuzulassen und das Gute vom Alten zu bewahren. Das Neue wirke dabei attraktiv, das differenzierte Andere bringe Unternehmen voran. „Das haben wir schon immer so gemacht“ eher nicht.
welt.de

Revolution des Einkaufens in China: In China wird fast nur noch mit dem Smartphone bezahlt. Treibende Kraft dahinter ist die chinesische Internet-Macht Alibaba. Die Bezahl-App Alipay wird von 520 Millionen Chinesen, also jedem dritten im Land genutzt. Den Online-Markt dominiert der Konzern mit Taobao, einer Kreuzung aus Ebay und Amazon. Jetzt will man die Offline-Welt erobern und schreitet dabei so schnell voran wie kaum ein anderer Internethändler in der Welt. In der Millionenmetropole Hangzhou wurde ein eigenes Einkaufzentrum eröffnet. Die Supermarktkette Hema ist bereits in 13 chinesischen Städten mit 43 Filialen am Start. Dort können Kunden online bestellen, vor Ort kaufen oder sich im Umfeld von 30 Minuten Fahrzeit liefern lassen.
spiegel.de

AUS GESPROCHEN

„Wir sollten besonnen reagieren, an den WTO-Regeln festhalten, die Situation nicht eskalieren, im Dialog bleiben.”

Michael Ziesemer, Präsident des Elektroindustrieverbandes ZVEI, hat die EU zu maßvollen Reaktionen auf die Strafzölle der USA aufgefordert.
tagesspiegel.de

AUS DER REIHE

Kann ich bei Ihnen mein Handy laden?: Fast hundert Jahre lang hat die Steckdose eher wenig Beachtung gefunden – doch seitdem sich die Menschen vom Smartphone abhängig gemacht haben, sind sie süchtig nach Strom. Das haben auch etliche Unternehmen erkannt. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 23,6 Millionen Smartphones verkauft – und 3,4 Millionen Powerbanks. Für den mobilen Reserveakku mit USB-Kabel haben die Deutschen nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK 54 Millionen Euro ausgegeben. Es gibt inzwischen Portemonnaies mit integrierter Powerbank und smarte Koffer, mit denen das Smartphone aufgeladen werden kann. Gürtelschnallen mit USB-Anschluss, Jeans mit einem Akku am Hosenbund und Jacken, die über Solarzellen verfügen, mit denen sie erst sich selbst und dann das Handy beleben. Doch noch kann sich das schlichte Ladekabel behaupten. Bei Amazon zählt es zu den Topsellern. Und auch für die Furcht, ohne Smartphone zu sein, gibt es seit 2012 einen medizinischen Begriff: „Nomophobie“.
tagesspiegel.de