KW 24: Scholz sagt Stahlbranche Hilfe bei Produktionsumstellung zu, Lebensmittelbranche – Dr.-Oetker-Gruppe kommt mit leichtem Minus aus Corona-Jahr, Deutsche Öl- und Gasförderung weiterhin abschwächend

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Scholz sagt Stahlbranche Hilfe bei Produktionsumstellung zu: Industriepolitik und Arbeitnehmerbelange stehen weit oben auf der SPD-Agenda. Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat der Stahlbranche die Unterstützung der Regierung beim Umbau hin zu einer klimaneutralen Produktion zugesichert. Scholz besuchte am Dienstag die Arcelormittal-Hütte in Bremen und sagte, dass die Weichen für die Zukunft der deutschen Stahlbranche jetzt gestellt würden. Zudem gebe es eine Nachfrage nach einer klimaneutralen Stahlproduktion. Scholz betonte auch, dass die Branche sich beim Umbau auf ein ausreichendes Energieangebot verlassen müsse. Zudem lobte er das Konzept von Arcelormittal, wonach in den beiden Flachstahlwerken in Bremen und im brandenburgischen Eisenhüttenstadt noch vor 2030 rund 3,5 Millionen Tonnen Stahl klimaneutral produziert und so jährlich über fünf Millionen Tonnen CO2-Emissionen gespart werden soll.
handelsblatt.com

Lebensmittelbranche – Dr.-Oetker-Gruppe kommt mit leichtem Minus aus Corona-Jahr: Im Jahr 2020 verbuchte die Dr.-Oetker-Gruppe einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro, ein Minus von rund einem Prozent im Vorjahresvergleich. Die Gruppe zieht ein gemischtes Fazit des durch die Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahres 2020. Die Geschäftsbereiche Bier und alkoholfreie Getränke litten ganz besonders unter den Corona-Maßnahmen, der Bereich der Nahrungsmittel mit Tiefkühlpizzen, Pudding und Kuchen, glich dieses Minus jedoch aus. Trotz aller Schwierigkeiten sei es der Oetker-Gruppe gelungen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und in einzelnen Bereichen sogar zu wachsen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Albert Christmann.
sueddeutsche.de, zeit.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Deutsche Öl- und Gasförderung weiterhin abschwächend: Die Förderung von Erdgas und Erdöl hierzulande ist weiter rückläufig. Gegenüber dem Jahr 2019 sank die Erdölproduktion im letzten Jahr um 1,4 Prozent auf 1,9 Millionen Tonnen und die Rohgasförderung um 15 Prozent auf 5,6 Milliarden Kubikmeter, wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Dienstag in Hannover verlauten ließ. Nicht nur die natürliche Erschöpfung der Lagerstätten spielten eine Rolle, sondern auch Wartungsarbeiten an der Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten bei Oldenburg. Das meiste Erdöl in Deutschland wird in Schleswig-Holstein gefördert, gefolgt von Niedersachsen. Die deutsche Erdölproduktion trug zuletzt noch zu zwei Prozent zur Deckung des inländischen Verbrauchs bei, beim Erdgas wurden 5,2 Prozent des Verbrauchs aus deutscher Förderung gedeckt.
welt.de, sueddeutsche.de

Hafenkran-Generation – Konecranes rüstet sich für Boom nach Corona: Hafenbetreiber investieren weltweit kräftig, dank steigender Frachtraten. Für den Düsseldorfer Standort des Kranherstellers Konecranes sind das sehr gute Nachrichten. Der finnische Kranhersteller rechnet insbesondere mit einem steigenden Umschlagsvolumen bei Schüttgut und bereitet sich zudem auf einen Aufschwung in der Hafenlogistik vor. Es seien steigende Auftragseingänge zu verzeichnen, erklärte Vorstandschef Rob Smith im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Nachfrage habe in den letzten Wochen wieder spürbar angezogen, das wolle man mit der neuen Produktreihe weiter beschleunigen. Die neue Reihe von Produkten soll am Standort Düsseldor gefertigt werden.
handelsblatt.com

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Deutscher Gewerkschaftsbund und Armutskonferenz fordern mehr bezahlbaren Wohnraum: Angesichts immer weiter steigender Mietkosten hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen einen sechsjährigen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen gefordert. In großen niedersächsischen Städten müssten Haushalte laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung oft mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens für die Warmmiete bezahlen, teilte der DGB am Dienstag mit. Insbesondere Beschäftigte mit geringem und mittlerem Einkommen müssten einen großen Anteil ihres Einkommens an den Vermieter zahlen, erklärte DGB-Landeschef Mehrdad Payandeh. Es reiche nicht aus, dass die Landesregierung den sozialen Wohnungsbau fördere. Die CDU müsse ihre „Blockadehaltung“ gegen eine Landeswohnungsbaugesellschaft aufgeben, und die Regierung müsse zudem die Kommunen stärken, damit diese den lokalen Wohnungsmarkt gestalten können. Unter dem Strich fehlten beispielsweise in Hannover 39.290 bezahlbare Wohnungen, in Braunschweig 11.524 und in Oldenburg 10.732.
sueddeutsche.de, zeit.de

Kurzmeldungen

Deutsche Wirtschaft: Globale Lieferengpässe bremsen Wachstum n-tv.de
Chipkrise: Daimler schickt erneut tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit spiegel.de
Corona-Pandemie: 16 Millionen Haushalte kämpfen mit Einkommensverlusten spiegel.de
Konjunktur: IWH-Institut hebt Wachstumsprognose für Deutschland nach oben handelsblatt.com
China: Anti-Sanktionsgesetz beunruhigt Wirtschaft hierzulande welt.de

RAT UND TAT

Corona beeinträchtigt die IT-Sicherheit in KMU’s: Die Bewertungsplattform für Unternehmenssoftware, Capterra, veröffentlichte eine Studie zum Stand der IT-Sicherheit in deutschen KMU. Dazu wurden IT-Entscheider aus mittelständischen und kleinen Unternehmen befragt, um Einblicke in die derzeit größten IT-Risiken, die Entwicklung der Angriffe während der Pandemie und den allgemeinen Sicherheitsstandard zu geben. 47 Prozent der Unternehmen investierten aufgrund von Corona mehr in die IT-Sicherheit, 36 Prozent nutzen bereits KI für ihre IT-Sicherheit und weitere 44 Prozent sind an der Technologie interessiert. Die Nutzung biometrischer Sicherheitsmaßnahmen ist im Jahr 2020 zudem um 30 Prozent gestiegen. Die meistgenannten Bedrohungen sind E-Mail-Phishing, Leichtsinn der Endnutzer und gezielte Cyberangriffe. Die Krise hat auch dazu geführt, dass viele Sicherheitsanwendungen erstmalig in KMU eingesetzt wurden.
it-daily.net

Wachstum durch E-Mobilität im deutschen Batteriemarkt: Im letzten Jahr ist der deutsche Batteriemarkt um 35 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro gewachsen, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Mittwoch in Frankfurt verlauten ließ. Bei den für die E-Mobilität wichtigen Batteriezellen ist die Industrie aber weiterhin auf ausländische Hersteller angewiesen. Das Segment der Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise in E-Autos zum Einsatz kommen, wuchs binnen Jahresfrist um 63 Prozent und alleine das macht mit drei Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus. Um die Klimaziele der Regierung zu erreichen, gelten die Elektro-Autos als wichtiger Baustein, der Kauf von E-Autos wird zudem mit Prämien gefördert, um die noch geringe Verbreitung der Fahrzeuge zu aktivieren.
handelsblatt.com

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Wirtschaftsinstitut fordert – Corona-Schulden durch mehr Arbeit ausgleichen: Die öffentlichen Kassen wurden von der Corona-Pandemie sehr stark beansprucht. Nun stellt sich die Frage, wie das Geld wieder reinkommen soll. Einen Vorschlag hat das Institut für deutsche Wirtschaft gemacht. Längere Arbeitszeiten und verkürzter Urlaub soll für Ausgleich sorgen, denn der Staat sucht neue Geldquellen für die Corona-Schulden. Die Ökonomen des arbeitgebernahen Wirtschaftsinstituts IW schlagen deshalb vor, bei der Arbeitsproduktivität anzusetzen. Mehrarbeit soll „schlummernde Wachstumspotenziale“ wecken und Steuererhöhungen sollen dadurch vermieden werden. Wegen den Hilfsprogrammen in der Pandemie sind die Staatsschulden rasant gestiegen. Um die Krisenfolgen zu bewältigen, sollten alle mit anpacken, fordert IW-Chef Michael Hüther. Laut den Ökonomen sollen die Arbeitnehmer den Schuldenberg durch mehr Arbeit und weniger Urlaub abtragen: Eine Arbeitswoche sollte ihrer Überzeugung nach mindestens 36 Stunden betragen (statt durchschnittlich 34 im Jahr 2019). Zudem fordern sie den Wegfall von anderthalb Wochen Urlaub. Die Experten sind davon überzeugt, dass die Wirtschaftsleistung so deutlich gesteigert wird und Steuererhöhungen vermieden werden können.
n-tv.de, focus.de

Unternehmen entlasten, Wachstumskräfte stärken: BVMW Chefvolkswirt Dr. Hans-Jürgen Völz erklärt zu der heute vorgestellten Konjunkturprognose des ifo Instituts, das jüngste Konjunkturprognosen Anlass zur Sorge gebe und das der benötigte Wachstumsschub dieses Jahr schwächer ausfalle. Statt die Wirtschaft mit einem Lieferkettengesetz unter Generalverdacht zu stellen und mit neuer Bürokratie zu überziehen, solle sie besser Steuern und Abgaben reduzieren, den Solidaritätszuschlag für alle abschaffen und ein Bürokratieentlastungsgesetz auf den Weg bringen, das diesen Namen verdiene. In der Post-Corona-Agenda des Mittelstands werden zudem zehn konkrete Felder aufgezeigt, in denen die Regierung zwingend die richtigen Weichenstellungen für Wachstum und Beschäftigung vornehmen müsse. Es sei höchste Zeit, dass die Belange des Mittelstands ernst genommen werden. Dazu gehören zum Beispiel: Einen staatlichen Transformations- und einen speziellen Eigenkapitalfonds für mittelständische Unternehmen, ein innovations- und investitionsfreundliches Abgabesystem, Regulierungsmoratorium und Bürokratieentlastungsgesetz.
bvmw.de

AUS GESPROCHEN

Die finanziellen Lasten aus der Pandemie können wir jahrzehntelang vor uns herschieben – oder wir nutzen Potenziale, die bisher brachliegen. Viele Frauen beispielsweise arbeiten unfreiwillig in Teilzeit, weil Kitaplätze fehlen. Allein für die unter Dreijährigen fehlen 340.000 Betreuungsplätze. Diese Versäumnisse aus den vergangenen Jahrzehnten kommen uns jetzt teuer zu stehen. Um die Krisenfolgen zu bewältigen, müssen wir jetzt alle mit anpacken.

erklärte IW-Chefökonom Michael Hüther zu dem Vorschlag, mehr Arbeit und weniger Urlaub gegen Corona-Schulden umzusetzen.
n-tv.de

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livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt
livestreaming-berlin.tv

AUS DER REIHE

Trump taucht gut gelaunt auf Trauerfeier auf: Ab und an kommen skurrile Geschichten aus dem neuen Leben Trumps in seinem Ferienclub Mar-a-Lago in Florida ans Licht. Der neueste Zwischenfall soll laut eines Berichts der „Bloomberg Businessweek“ das Hereinplatzen in eine Trauerfeier gewesen sein. Und das Ganze unangekündigt und mit guter Laune. Er hielt scheinbar auch eine Rede auf den Verstorben, den er noch nicht mal kannte.
focus.de

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