KW 20: Mittelstand braucht starke Bildung, Unternehmen können bei DGSVO auf Milde hoffen, Mehr Geld für Bauarbeiter

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AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Mittelstand braucht starke Bildung: Eine Bildungsallianz des Mittelstands bestehend aus Vertretern des Bildungsbereichs und der mittelständischen Wirtschaft bekennt sich zu Leistung, Differenzierung und Übergängen in die berufliche Bildung. Man stehe für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung und will eine faire Finanzierung für Bildungseinrichtungen in privater und staatlicher Trägerschaft. „Ohne qualitative differenzierte Bildungsabschlüsse, insbesondere ohne starke mittlere Bildung, die eine Grundvoraussetzung für einen gelingenden Übergang in die berufliche Bildung darstellt, kann es keinen zukunftsfähigen und leistungsfähigen deutschen Mittelstand geben!“, heißt es in einer Erklärung der beiden Gründungsinitiatoren Mario Ohoven (BVMW) und Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbandes.
presseportal.de

Unternehmen können bei DGSVO auf Milde hoffen: Bei Verstößen gegen die ab 25. Mai geltenden neuen EU-Datenschutzregeln (DGSVO) können Firmen zunächst auf Nachsicht hoffen. „Die nationalen Aufsichtsbehörden werden keine Sanktionsmaschinen sein“, so EU-Justizkommissarin Vera Jourova. Die Behörden würden zunächst vor allem beraten und helfen. Sie persönlich rechne erst in etwa zwei Jahren damit, dass alle Unternehmen die neuen Anforderungen erfüllen. Allerdings werde es keine Verlängerung der Übergangszeit geben. Wie hart nationale Behörden gegen Verstöße vorgehen würden, liege am Ende in deren Ermessen.
welt.de

Liberaler Mittelstand sieht bei DSGVO Bundesregierung in der Pflicht: Die deutsche Mittelstand ist schlecht auf auf die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorbereitet. Schuld daran ist nach Ansicht des Liberalen Mittelstandes die Bundesregierung. Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) fühlen sich 83 Prozent der Unternehmen von der Bundesregierung im Stich gelassen. „Die Umfrage bestätigt unsere Gespräche in kleinen und mittleren Unternehmen, die von den neuen Regelungen der DSGVO völlig verunsichert sind. Die Bundesregierung hat es verschlafen, den Mittelstand bei der Umsetzung des Bürokratiemonsters DSGVO einzubeziehen“, so Thomas L. Kemmerich, Bundesvorsitzender des Liberalen Mittelstands.
verbaende.com

Mehr Geld für Bauarbeiter: Unter der Schlichtung des ehemaligen Wirtschaftsministers Wolfgang Clement haben sich die Tarifparteien der Bauwirtschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Rund 800.000 Bauarbeiter in Deutschland kriegen in Zukunft mehr Geld. So gibt es eine Lohnerhöhung von mindestens 5,7 Prozent. Die Ost-Einkommen sollen etwas mehr an die West-Einkommen angeglichen werden. Dies sei der „beste Tarifabschluss in Deutschland in diesem Jahr“ zeigte sich der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zufrieden. „Wir haben die Kuh vom Eis geholt“, fand der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Uwe Nostitz.
spiegel.de

Unternehmen wollen vermehrt auch Langzeitarbeitslose einstellen: Immer mehr Betriebe würden auch Langzeitarbeitslosen eine Chance geben. So sind nach einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 44 Prozent der Unternehmen dazu bereit. 34 Prozent stellen nur Bewerber ein, die unter einem Jahr arbeitslos waren. 14 Prozent würden arbeitslose Bewerber gar nicht berücksichtigen. Die Daten stammen aus dem Jahr 2016 und zeigen, dass die Flexibilität der Unternehmen in den Jahren zwischen 2011 und 2016 um 11 Prozent zugenommen hat. Dabei zeigt sich auch, das vor allem kleinere Betriebe bei der Auswahl ihrer Belegschaft kompromissbereiter sind.
spiegel.de

Korruption: Vor allem der Nachwuchs lässt sich gern schmieren: Deutschlands Unternehmen leiden weiter unter Betrügereien und Korruption. 18 Prozent der im Winter von der Unternehmensberatung Ernst&Young (E&Y) befragten Firmen berichten, dass sie in den vergangenen zwei Jahren von größeren Betrugs- und Korruptionsfällen betroffen waren. Bei der letzten Umfrage vor zwei Jahren waren es nur 14 Prozent. „Trotzdem gibt es in Deutschland kein strukturelles Problem. Das ist kein Zeichen für eine überbordende Kriminalität in den Unternehmen“, sagt E&Y-Experte Stefan Heißner. Grund zur Entwarnung gebe es aber nicht. Weil immer neue Felder für Betrügereien anfällig seien. Weil jüngere Menschen der Umfrage zufolge weltweit eher zu unethischem Verhalten bereit sind. Sie würden etwa gegen Zahlung eines Bargeldbetrages die Lage ihres Unternehmens besser darstellen, als sie tatsächlich ist. Jeder Fünfte aus dieser Gruppe könne sich das vorstellen, bei den über 35-Jährigen sei es nur jeder Achte.
tagesspiegel.de

Korrekturen bei der KWK gefordert: Das SPD-Wirtschaftsforum und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordern Korrekturen bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Im Zentrum der Kritik steht, dass die geplanten Sonderausschreibungen für Wind- und Solarenergie im Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums gestrichen wurde. „Das 100-Tage-Gesetz muss deutlich nachgebessert werden, sollen die Potentiale der Kraft-Wärme-Kopplung entsprechend dem heutigen KWKG gehoben werden“, erklären die Vizevorsitzende des SPD-Wirtschaftsforums Ines Zenke und Fachforenleiter Kommunales Michael Wübbels. Wübbels ist zusätzlich Hauptgeschäftsführer des Verbandes VKU. Das Gesetz verfehle das Ziel, gasbefeuerte KWK-Anlagen zu modernisieren und Kohle-KWK auf das umweltfreundlichere Gas umzurüsten.
energate-messenger.de

Forscher: Auch verschlüsselte Emails sind nicht sicher welt.de
CDU-Wirtschafts: Teilzeitgesetz ist Einstellungshemmnis für Frauen abendblatt.de
Premium-Produkte als Falle für den Mittelstand capital.de

AUS GEZÄHLT

45.000 Lastwagenfahrer fehlen den Speditionen in Deutschland.
faz.net

RAT UND TAT

Schöne neue Bürowelt: Bei der Gestaltung von Büros ist derzeit wieder einmal ein Kulturwandel zu beobachten. Büros erinnern immer mehr an Lofts oder Hotels. Mitarbeiter buchen sich morgens einen Raum, checken ein, besprechen sich später in der Lounge. Unternehmen wie Accenture, Apple, Google und Microsoft haben es vorgemacht. Deutsche Konzerne wie BMW, Adidas und Siemens sind ihnen nach und nach gefolgt. Die Mitarbeiter haben keinen fest zugeteilten Arbeitsplatz mehr, mit ihrem Kalender, ihren Urlaubsbildern, ihrer Kaffeetasse. Stattdessen buchen sie sich morgens einen freien Platz vor Ort, über eine App oder ein Computerprogramm. Doch unumstritten ist das nicht. Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sagt: Das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern sei bei einer festen Sitzordnung etwas besser. Betriebsärzte meinen: Menschen seien zufriedener, wenn sie ihrem Arbeitsplatz eine persönliche Note geben könnten.
tagesspiegel.de

Deutschlands Unternehmen engagieren sich: Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge engagieren sich zwei von drei deutschen Unternehmen gesellschaftlich. So spenden 45 Prozent aller Unternehmen regelmäßig Geld, 23 Prozent leisten regelmäßig Sachspenden. Im Einzelfall stellen Unternehmen auch Mitarbeiter für ehrenamtliche Tätigkeiten ab oder stellen Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung. 61 Prozent der großen Konzerne (mehr als 10.000 Mitarbeiter) haben eigene Engagementprojekte. Die Bereiche, in denen Unternehmen tätig werden, sind vielfältig. 58 Prozent engagieren sich im Sport, 46 Prozent geben Geld für Bildung und Erziehung aus, ein Drittel engagiert sich für soziale Belange, ein Viertel für Kunst und Kultur.
faz.net

AUS GESPROCHEN

„Da wird Gegenwart verwaltet, aber nicht Zukunft gestaltet. Die Bundesregierung hat weniger die Notwendigkeiten für erfolgreiches Wirtschaften als vielmehr die sozialpolitische Rundumversorgung im Blick.”

Dem Handwerk geht es gut, die Aussichten sind optimistisch. Dennoch übt der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, scharfe Kritik an der Politik der Bundesregierung.
spiegel.de

AUS DER REIHE

Rente mit 30: Junge Tech-Cracks in den USA haben einen Traum: Ein gutes Einstiegsgehalt, zehn Jahre arbeiten, sparsam leben und dann mit Anfang 30 die Freiheit genießen. Die FIRE-Bewegung findet immer mehr Anhänger. Fire steht für „Financial Independence, Retire Early“. Ratgeber geben Tips, wie man mit der „Vier Prozent Regel“ jedes Jahr etwas abzwackt. Computerprogramme errechnen, vie viel Geld noch zur finanziellen Unabhängigkeit fehlt. Star der Szene ist Mr. Money Mustache, der auf seinem Blog von der finanziellen Unabhängigkeit schwärmt und allerlei Tools und Leitfäden anbietet. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der Kanadier Peter Adeney – er hatte sich 600.000 Dollar angespart, investierte das Geld in einen riesigen Pensionsfonds und kaufte sich ein Haus im Wert von 200.000 Dollar.
welt.de