KW 15: Ohoven hält Impulsrede im Europäischen Parlament, Sachsen: Bestand schützen und keine Leuchtturm-Politik, CDU-Wirtschaftsrat: Politik steht vor einem Scherbenhaufen

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AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Ohoven hält Impulsrede im Europäischen Parlament: Mario Ohoven, Präsident des deutschen und auch des europäischen Mittelstands, hat am Mittwoch im Europäischen Parlament die Impulsrede zur offiziellen Gründung der Initiative „Re-Imagine Europa“ gehalten. Der Initiative gehören Politiker wie der frühere niederländische Premierminister Wim Kok, der ehemalige italienische Premier Enrico Letta oder der ehemalige Präsident des Europaparlaments Hans Pöttering an, desweiteren hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.“Re-Imagine Europa“ will Europa als globale Wirtschaftsmacht im 21. Jahrhundert stärken. „Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die mehr als 23 Millionen Klein- und Mittelbetriebe in Europa aktiv eingebunden werden. Wir brauchen in Zeiten von Brexit und Protektionismus mehr und ein besseres Europa“, betonte Ohoven in seiner Rede.
tagesspiegel.de

Sachsen: Bestand schützen und keine Leuchtturm-Politik: Der sächsische Mittelstand fordert ein Ende der Leuchtturmpolitik. Stattdessen solle der vernachlässigte ländliche Raum nachhaltig entwickelt werden, sagte Sachsens BVMW-Präsident Jochen Leonhardt. Auch von der vom Land angestrebten Neuansiedlungen von Unternehmen hält er wenig: „Das Land soll weniger auf Ansiedlungen setzen, sondern jene unterstützen, die da sind – etwa durch die Bereitstellung von Gewerbeflächen.“ Ein Jahr vor der Landtagswahl hat man zudem klare politische Forderungen formuliert: steuerliche Forschungsförderung, Abschaffung des Solidaritätszuschlags, ein Wagniskapitalgesetz und Bürokratieabbau.
sz-online.de

CDU-Wirtschaftsrat: Politik steht vor einem Scherbenhaufen: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer sei nach Ansicht des CDU-Wirtschaftsrates eine „herbe Quittung“ für Bund und Länder. Uneinigkeit und jahrzehntelange Lethargie hätten einen Scherbenhaufen verursacht. Nun gelte es, in einer Neuregelung die Verteuerung von Wohnraum zu verhindern: „Eigentümer und Mieter müssen vor Mehrbelastungen geschützt sein“, so Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates.
noz.de

Arbeitskosten sind in der EU immer noch sehr unterschiedlich: Im europäischen Vergleich ist die Arbeit in Deutschland teurer geworden. Während in Deutschland die Kosten je Stunde um 2,6 Prozent gestiegen sind und bei 34,10 Euro liegen, waren es europaweit 26,80 Euro pro Stunde bei einer Steigerung von 2,3 Prozent. Nur in Dänemark, Belgien, Luxemburg und Schweden sind die Kosten höher. Am billigsten ist Arbeit in Bulgarien (4,90 Euro), Rumänien (6,30) und Litauen (8,00). Steigende Gehälter sind Ausdruck einer guten Konjunktur. Die Gefahr: Steigen die Arbeitskosten schneller als die Produktivität, neigen Unternehmen dazu, Jobs abzubauen und stattdessen mehr Kapital einzusetzen.
faz.net

Studie: Deutschland braucht Zuwanderung: Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist auf Zuwanderung angewiesen. Wie sehr, das zeigt jetzt eine Studie des IW Köln. So sind zum Beispiel rund 200.000 Menschen aus Balkanländern außerhalb der EU in Deutschland zurzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt. So haben rund zwei Drittel der hier lebenden Albaner einen Job. Das Beispiel Balkan zeigt, dass die Integration leichter fällt, wenn die Menschen einige Zeit in dem Land leben. In den vergangenen fünf Jahren nahm die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten in Deutschland um fast drei Millionen zu, wovon fast die Hälfte Ausländer waren, davon zwei Drittel aus der EU. Weil nach dem Ende der Eurokrise die Zuwanderung aus EU-Ländern nachlasse, sei man in Zukunft verstärkt auf Zuwanderer außerhalb der EU angewiesen, so IW-Forscher Wido Geis.
sueddeutsche.de

Für Elektriker ist Smart Home bereits Routine: Die Marktforscher von BauInfoConsult haben Elektroinstallateure aus sieben europäischen Ländern zu ihren Erfahrungen mit Smart-Home-Technologien befragt, und festgestellt, dass sie vor allem in Deutschland und den Niederlanden zum Alltag der Handwerker gehören. Doch auch in den anderen Ländern „installiert eine klare Mehrheit der Elektrohandwerker bereits heute regelmäßig smarte Lösungen bei ihren Kunden“. In Deutschland und den Niederlanden trifft dies bereits auf über 75 Prozent der Elektriker zu, Polen, Großbritannien und Belgien liegen mit etwa zwei Dritteln der Befragten im Mittelfeld; das Schlusslicht bilden Spanien und Frankreich.
enbausa.de

Markt für IoT-Sicherheit verdoppelt sich bis 2021 crn.de
Deutsche Post: Elektrolieferwagen kommen künftig von Ford wired.de
Baugewerbe: Höchster Anstieg der Preise seit November 2007 spiegel.de
Roland-Berger-Studie: Deutschland braucht 5G-Netz  t3n.de

AUS GEZÄHLT

40 Prozent der von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und des Tübinger Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) befragten mittelständischen Unternehmen beurteilen nach dem Brexit Großbritannien als Absatzmarkt negativ. Damit schneidet das Land aus Sicht der Firmen noch schlechter ab als die Regionen Nahost und Nordafrika.
handelsblatt.com

RAT UND TAT

IoT-Lösungen von Microsoft: In den kommenden vier Jahren möchte das Unternehmen insgesamt fünf Milliarden US-Dollar in das Internet der Dinge investieren. „Unsere Mission ist es, IoT-Technologien für alle Geschäftskunden und Organisationen verfügbar zu machen und ihnen den Einstieg in das Internet der Dinge konsequent zu erleichtern,“ so IoT Business Lead bei Microsoft Deutschland, Anna Notholt. Die Kunden sollen nicht nur die Möglichkeit bekommen, Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung zu transformieren, sondern auch „komplett neue digitale Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle [zu] entwickeln“.
horizont.net

Bewerbungsgespräch mit dem Computer: Das Versicherungsunternehmen Talanx setzt bei der Personalauswahl in Zukunft auf künstliche Intelligenz. Anstelle von teuren und aufwändigen Assessment-Centern, soll ein halbstündiges Telefonat zwischen Bewerber und Computer den passenden Kandidaten auswählen. Mittels Sprachuntersuchung erstellt der Algorithmus-Test des „Precire“-Programms eine Persönlichkeitsanalyse, und trifft so eine Vorauswahl von potentiellen Mitarbeitern, die zur Firmenkultur passen. Im vergangenen Jahr wurde das System testweise parallel zu den Assessment-Centern eingesetzt, und erreichte „extrem hohe Übereinstimmungen“. Das Aachener StartUp „Precire“ hatte das Spracherkennungs-Programm ursprünglich für Call-Center oder Zeitarbeitsfirmen entwickelt. Tina Voß von der gleichnamigen Zeitarbeitsfirma ist zwiegespalten: „Ich finde das Programm ebenso interessant wie beängstigend.“
handelsblatt.com

AUS GESPROCHEN

„Frei nach Ludwig Erhard: Im Zeitalter der Digitalisierung ist Qualifikation für alle die Grundlage für Wohlstand für alle. Davon muss sich die SPD leiten lassen. Sie muss massive Investitionen in Bildung und Fortbildung durchsetzen.”

Harald Christ, Gründer des SPD-Wirtschaftsforums, hält lebenslange Qualifikation für den Schlüssel zu einer erfolgreichen Sozialpolitik und wirbt in der SPD für eine breit Unterstützung der designierten Parteichefin Andrea Nahles.
tagesspiegel.de

AUS DER REIHE

Briefträger sollen Senioren betreuen: Die Deutsche Post will Briefträger in einem Pilotprojekt auch für die Betreuung älterer Menschen einsetzen. Die Post-Mitarbeiter sollen in den kommenden Monaten regelmäßig bei den Senioren klingeln, fragen, ob es ihnen gut geht, Bargeld vorbeibringen und sie über Hilfsdienste der Wohlfahrtsverbände informieren. Die neuen Dienstleistungen, für die die Post mit den Johannitern kooperiert, sind Teil eines bundesweiten Pilotprojekts für gebrechliche ältere Leute. Der Start des Post- und Johanniter-Services „Post Persönlich“ ist für Mitte Mai vorgesehen. Gegen eine noch unbestimmte Gebühr sollen Briefträger alle paar Tage kurz mit den Rentnern sprechen und dann eine beruhigende SMS an Angehörige senden oder im Notfall die Johanniter-Sanitäter rufen.
spiegel.de, sueddeutsche.de

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