KW 10: Dorothea Bär – Taktgeberin der Digitalisierung, Frauen im Mittelstand, Die Furcht vor Fahrverboten

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Dorothea Bär – Taktgeberin der Digitalisierung: Kein Digitalministerium aber immerhin eine Staatsministerin für Digitales. Der Branchverband Bitkom gibt sich erleichtert: „Die Digitalisierung muss einen festen Platz am Kabinettstisch haben“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg und forderte das Amt mit allen Rechten und Ressourcen auszustatten, um die Digitalpolitik der Bundesregierung erfolgreich koordinieren und beschleunigen zu können. Die designierte Staatsministerin Dorothea Bär mahnt derweil mehr Tempo an. Insbesondere den Unternehmen wolle sie helfen „Champions League zu spielen, Weltmeister zu sein“. Sie selbst sieht sich in der Rolle des „Taktgebers“.
sueddeutsche.de

Frauen im Mittelstand: Im Mittelstand steigt der Anteil der Chefinnen nur langsam und zwar laut Unternehmensberatung EY im vergangenen Jahr von 15 auf 16,3 Prozent. Immerhin mehr als bei börsennotierenden Unternehmen. Dort liegt der Anteil bei nur 7,3 Prozent. Bei den Dax-Unternehmen sind es 13 Prozent. Dennoch: Im Mittelstand hätten „nach wie vor mehrheitlich Männer das Sagen“, erklärte EY-Partnerin Elfriede Eckl. So besteht bei jedem dritten Mittelständler die Führungsriege nur aus Männern. Und wenn eine Frau in der Geschäftsführung sitzt, ist sie dort dann oft die einzige Frau. 35 Prozent der Mittelständler sagen: es sei schwierig, geeignete Frauen für ihr Unternehmen zu finden.
stern.de

Die Furcht vor Fahrverboten: Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Fahrverboten für Diesel und die Diskussion um eine blaue Plakette verunsichern den Mittelstand. Eine Umfrage der Kloepfel Group ergab: 67 Prozent der Unternehmen rechnen mit Lieferschwierigkeiten. Nur neun Prozent sehen sich für eine Welt ohne Diesel gut aufgestellt. 52 Prozent rechnen mit Umsatzeinbußen. 48 Prozent sehen gar ihr Geschäft gefährdet.
produktion.de

CDU-Wirtschaftsrat: EEG-Förderung abschaffen: Der CDU-Wirtschaftsrat will die EEG-Förderung für neue Ökostromanlagen abschaffen. Das wurde auf der 16. Klausurtagung zur Energie- und Umweltpolitik Anfang März beschossen. Die Forderung ist Teil des Positionspapiers „Energie-Agenda 2030 – Die Energiewende zum Treiber für Wachstum und Innovationen machen“, das dem designierten neuen Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier (CDU) überreicht wurde. Das EEG habe sein Aufgabe erfüllt, die Erneuerbaren seien wettbewerbsfähig, heißt es darin.
energie-und-management.de

Koalition will Arbeit auf Abruf einschränken: Die Große Koalition und Gewerkschaften wollen mit strengeren Vorschriften gegen Arbeit auf Abruf vorgehen. Die Planungs- und Einkommenssicherheit der Arbeitnehmer solle verbessert werden, der Rahmen des Erlaubten enger. So sollen in Zukunft 20 Stunden als minimale Beschäftigung gesetzlich vorgeschrieben werden. Vor allem in der Gastronomie und im Handel wird mit Stand-by-Kräften reger Kundenandrang bewältigt. Für Gewerkschafter gilt die Abrufarbeit als Form der Ausbeutung. Sie verlagere die Unternehmerrisiken auf die Arbeitnehmer.
faz.net

Nachhaltiger Tourismus auf der ITB: Angesichts der Belastungen für Umwelt und Klima und der nicht immer positiven Auswirkungen für die Ökonomie vor Ort gerät auf der diesjährigen ITB, die noch bis Sonntag in Berlin ihre Tore geöffnet hat, Nachhaltigkeit in den Fokus. Das sieht man schon am Gastland: Mit Mecklenburg-Pommern liegt der Fokus auf regionalem Tourismus. In den Jahren davor waren es noch die Malediven (2016) und Botswana (2017). Auch die ITB selbst will in diesem Jahr erstmals klimaneutral sein.
tagesspiegel.de

Weltfrauentag: Lohnunterschiede in Deutschland größer als in den meisten EU-Ländern rp-online.de
Facebook: „Trip Consideration“ bietet Werbemöglichkeit für Reiseanbieter t3n.de
Smart Home: Mittelständler Gira investiert in Tech-Startup Senic gruenderszene.de
TÜV SÜD und DFKI arbeiten an „TÜV für Künstliche Intelligenz“ it-daily.net

AUS GEZÄHLT

28 Prozent der Beschäftigten im IT-Bereich waren 2017 Frauen – ein Anstieg um vier Prozent seit 2015. Das hat der Branchenverband Bitkom im Rahmen einer aktuellen Umfrage herausgefunden.
golem.de

RAT UND TAT

2018 könnte IoT-Jahr werden: Die amerikanische Design-Agentur Infographic Design Team hat 2018 zum IoT-Jahr ausgerufen. Die Autoren haben die sechs wichtigsten Trends der kommenden Jahre herausgearbeitet, und in einer anschaulichen Infografik zusammengefasst. Konkret sehen sie in den folgenden Anwendungsbereichen das größte Potential: Im Gesundheitssektor sollen die Ausgaben für IoT-Anwendungen bis 2020 auf 117 Milliarden Dollar ansteigen, bei den Mobilgeräten wird bereits in diesem Jahr die Marke von fünf Milliarden vernetzter Geräte erreicht werden – Prognose steigend. Auch bei GPS-Technologien, Sicherheitssystemen sowie im Automobil-Sektor und in der Fertigungsindustrie prognostizieren die Autoren Wachstumssprünge im Bereich IoT.
blog.wiwo.de

Smart Contracts sind keine sichere Sache: Smart Contracts auf Basis von Blockchain-Technologien wie Ethereum werden derzeit als sehr sicher gefeiert und bilden die Grundlage für viele Kryptowährungen. Forscher haben stichprobenartig fast eine Milliarde dieser Smart Contracts untersucht und 34.000 Sicherheitslücken gefunden. Veröffentlicht hat den entsprechenden Fachaufsatz der Informatiker Ilya Sergey zusammen mit einem Kollegen. Er erklärt den Vorgang: „Die Forscher hätten sozusagen willkürlich Knöpfe gedrückt und registriert, wann das zu so nicht vorgesehenen Reaktionen der Maschine führte“, da bislang noch nicht einmal bekannt sei, welche Art Lücken auftreten können. „Ich glaube, dass noch viele Lücken entdeckt und formal klassifiziert werden müssen,“ befürchtet der Experte.
heise.de

AUS GESPROCHEN

„Doch was bringt einem ein Flugtaxi, wenn es da auch nur Internet in Edge-Geschwindigkeit gibt?”

FDP-Chef Christian Lindner kritisiert in einer Rede im Rahmen der Internet World Expo in München die künftige Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär.
t3n.de

„Mit der heutigen Entscheidung kehren nun für die Wirtschaft nach einem fast sechsmonatigen politischen Stillstand endlich wieder Ruhe sowie Planungs- und Rechtssicherheit zurück.”

Das SPD-Wirtschaftsforum begrüßt den Ausgang des SPD-Mitgliederentscheids und die Bildung einer neuen Großen Koalition.
stuttgarter-nachrichten.de

AU DER REIHE

Mittelstand entdeckt Hollywood: Produktplatzierungen im Film – das war lange Zeit eine Domäne der Großunternehmen. So fuhr James Bond BMW und nutzte Sony-Smartphones. Doch auch Mittelständler entdecken zunehmend das Hollywood für sich. Der Kölner Kofferhersteller Remowa ist mittlerweile regelmäßig in US-Produktionen zu sehen und das Münchener start-up Terra Canis bewarb sein Premium-Hundefutter im Jugendfilm „Connie und Co“. Und es soll einfacher werden, denn der EU-Rat ist derzeit dabei, die juristische Grauzone zwischen Produktplatzierung und Schleichwerbung mit der Nivellierung der „EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste“ zu beseitigen.
finanznachrichten.de