KW 1: Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz stellen Pläne für die Wirtschaft vor, Forscher senken Wachstumsprognosen der Wirtschaft, Wie die Digitalisierung der Unternehmnensverwaltung gelingt

AUS POLITIK UND WIRTSCHAFT

Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz stellen Pläne für die Wirtschaft vor: Armin Laschet, Norbert Röttgen und Friedrich Merz, die drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz, haben den Parteimitgliedern ihre Pläne für die deutsche Wirtschaft vorgestellt. Merz, der als wirtschaftskompetent gilt, setzt sich für eine nachhaltige Finanzpolitik ein. So forderte er unter anderem eine Rückkehr der Schuldenbremse im Jahr 2022. Weiterhin setzt er sich für ein Zusammenspiel zwischen Ökologie und Ökonomie ein. Diese dürften „keine Gegensätze“ sein. Norbert Röttgen betonte in seinem Brief an die CDU-Mitglieder die Bedeutung des unternehmerischen Mittelstands. Dieser brauche „wieder mehr Luft zum Atmen und verdient bürokratische und finanzielle Entlastung“. Wichtig für Röttgen ist auch, den Rückstand in der Digitalisierung aufzuholen. Dies soll durch „Bildung, Ausbildung und Infrastruktur“ erreicht werden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet setzt sich für ein „Modernisierungsjahrzehnt“ ein. Laschet will Gründer fördern und einen Bürokratieabbau anstoßen.
handelsblatt.com

Forscher senken Wachstumsprognosen der Wirtschaft: Einige Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen wegen der zweiten Corona-Welle und des anhaltenden Lockdowns angepasst. So senkt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Wachstumsvorhersage für das Bruttoinlandsprodukt von 5,2 auf nur noch 3,5 Prozent. Die Hans-Böckler-Stiftung glaubt hingegen an ein Wachstum „um spürbar über vier Prozent“. Laut DIW könnte das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal um zwei Prozent sinken. Sollt die Infektionswelle im Februar weiter anhalten, könnte die Wirtschaft auch im zweiten Quartal des Jahres 2021 weiter leiden, so DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Auch die Wirtschaftsweisen gehen inzwischen von einer pessimistischen Entwicklung aus. Im November des vorangegangenen Jahres hatte der Sachverständigenrat noch ein BIP-Wachstum von 3,7 Prozent vorausgesagt. Laut dem Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, sei diese Prognose inzwischen nicht mehr haltbar.
spiegel.de

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Uhrenwerk Weimar: Eine international angesehene Marke, deren Ursprung sich bis in das Jahr 1950 zurückverfolgen lässt, kehrt zurück. Inspiriert von Henry van de Velde und dem Bauhaus entsteht das neue “Uhrenwerk Weimar” in der Tradition einer Verbindung aus Kultur und Kompetenz, die in Weimar erfunden wurde, aber heute auf der ganzen Welt zuhause ist. Gemeinsam mit dem Antwerpener Designer Ronald Steffen wurden drei Armbanduhren-Modelle entwickelt: “Henry van de Velde”, “Luftbrücke Berlin” und “Royal Union”.
uhrenwerk-weimar.de

Friseurkette Klier kämpft um Neustart: Die Corona-Pandemie hat der Sanierung der Friseurkette Klier einen vorläufigen Strich durch die Rechnung gemacht. War die Jahresbilanz des Unternehmens bis ins zweite Quartal des Jahres 2020 dank der Schließung nicht profitabler Standorte noch positiv, so musste im Dezember des vergangenen Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Dies konnte auch ein Überbrückungskredit der KfW in Höhe von zehn Millionen Euro nicht verhindern. Trotzdem blickt das Management positiv in die Zukunft. „Unser Ziel ist es, das Unternehmen zu stabilisieren und seinen Fortbestand zu sichern“, sagt Unternehmenschef Michael Melzer. Viele der Shops des Familienunternehmens müssen trotzdem geschlossen werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen noch rund 8500 Angestellte. Mit den Vermietern der Geschäfte werden jetzt Verhandlungen über Mietkürzungen geführt, um möglichst viele Standorte offen lassen zu können. Angemessene Mieten seien notwendig, so Melzer. Viele der Vermieter seien schon einsichtig. Kritik an den Schließungen kam von der Gewerkschaft Verdi. Teilweise seien Geschäfte ohne Vorwarnung in kürzester Zeit geschlossen worden.
handelsblatt.com

Neuer Robotik Verband gegründet: Um die Robotertechnik in deutschen mittelständischen Unternehmen zu fördern, hat sich unter der Deutsche Robotik Verband e.V. gegründet. Erster Vorsitzender des neuen Verbands ist Helmut Schmid, der zuvor für Universal Robots die Region West- und Nordeuropa geleitet hatte. Kleine Unternehmen seien „das Herz der deutschen Industrie“, so Schmid. Viele von ihnen seien bereit, „ihre Zukunft und die des Standortes mit Hilfe von Robotern zu sichern“. Insbesondere dem Fachkräftemangel könne dank dem Einsatz der Robotik entgegen gewirkt werden. Der Verband will unter anderem den Trend zum Eigenbau von Robotertechnik in den Fokus rücken. Olaf Gehrels, Sprecher des Verbandes nennt hierzu „‚Do-it-Yourself‘ als schnelle und preiswerte Möglichkeit der Realisierung“. Der neue Verband will Unternehmen mit neutraler Beratung unterstützen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen vor allem junge Unternehmen und Start-ups.
automationspraxis.industrie.de

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ETL – Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe mit Tipps zum Jahreswechsel: Ein turbulentes Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Und egal ob Unternehmer, Selbstständige, Arbeitnehmer oder Familien – im neuen Jahr erwarten Sie zahlreiche steuerrechtliche Änderungen. Ob Soli-Wegfall, Wiedereinführung der degressiven AfA, Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag oder Steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen und Home-Office: Mit den Ratschlägen der ETL umgehen Sie potenzielle Fallstricke und lernen Möglichkeiten kennen, zu einem zumindest in steuerlicher Hinsicht versöhnlichen Jahresausklang zu finden.
youtube.com

Verlängerter Lockdown trifft Einzelhändler schwer: In Bayern hatte der Sportartikelhändler Udo Siebzehnrübl angekündigt, zwei seiner fünf Intersport-Läden trotz Lockdown öffnen zu wollen. Seit März hatte der Unternehmer nur 15.000 Euro staatliche Hilfe bekommen. Besonders kritisierte er die Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn im September 2020, den Einzelhandel nicht mehr schließen zu wollen. Viele Einzelhändler hätten sich deshalb mit Winterware eingedeckt, die nun nicht mehr abgesetzt werden könne. Inzwischen zog der Unternehmer seine Ankündigung zwar wieder zurück, der Unmut bei den Einzelhändlern bleibt jedoch bestehen. „Viele schimpfen über die Politik“, bestätigt auch Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern. Laut einer Umfrage des Handelsverbands sehen sich derzeit zwei Drittel der Geschäfte in den Innenstädten existenziell bedroht. „Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können“, forderte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. Andernfalls zeichne sich „eine Pleitewelle ab, wie wir sie noch nicht erlebt haben“.
faz.net, spiegel.de

Kurzmeldungen
Mittelstandsverbund warnt vor Verbot von „Click & Collect“ marktundmittelstand.de
Mittelstand will mehr Unterstützung für Kulturschaffende hasepost.de
Einzelhandel verzeichnet größtes Umsatzplus seit 1994 spiegel.de
Arbeitgeberpräsident: Weg zur wirtschaftlichen Erholung lang rtl.de

RAT UND TAT

Inhaber sollten frühzeitig über die Unternehmensnachfolge nachdenken: Immer mehr Inhaber mittelständischer Unternehmen suchen nach einer geeigneten Nachfolge. Eine Studie der Förderbank KfW aus 2019 schätzt, dass bis 2021 mehr als 150.000 Chefs einen Nachfolger gesucht haben. Damit die Suche gelingt, gibt es einiges zu beachten. So ist es von großer Bedeutung, dass sich Inhaber möglichst früh Gedanken um die Nachfolge machen. Im besten Fall sollten Unternehmer schon zehn Jahre vor dem geplanten Ruhestand mit der Suche beginnen. Hilfreich ist es außerdem, eine grundlegende Bestandsaufnahme durchzuführen. Stärken und Schwächen des Unternehmens sollten analysiert werden, um herauszufinden, was noch zu tun ist, bevor das Unternehmen an die Nachfolge übergeben wird. Außerdem kann es nicht schaden, sich mit geeignetem Rechtsschutz zu beschäftigen, um Uneinigkeiten zwischen den beiden Parteien zu klären.
produktion.de

Werbetrend TikTok: Rund elf Millionen Menschen nutzen den Social-Media-Dienst TikTok in Deutschland. Immer mehr Unternehmen passen sich dem Trend an und werben auf der Plattform. Neben Mercedes-Benz setzt unter anderem der Chips-Produzent Funny-Frisch auf TikTok-Werbung. Für Unternehmen lohnt sich TikTok als Werbeplattform vor allem dann, „wenn man die Generation Z als Kundschaft hat oder sich als Unternehmen erlauben kann, für die Zukunft zu planen“, glaubt Adil Sbai, CEO der Marketing-Plattform WeCreate. Bei TikTok könne insbesondere die Kundschaft von morgen erreicht werden.
wiwo.de

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Ihre Botschaft gut hörbar: Podcasts führen Ihren Siegeszug fort und bieten für Unternehmen, Medienhäuser und Privatpersonen eine neue Bandbreite an Möglichkeiten Menschen zu erreichen. In unserem Podcast-Studio in Berlin-Mitte können Sie Ihre eigenen Audio-Formate aufzeichnen. Gerne unterstützen wir Sie von der Konzeption bis zur Postproduktion und dem Vertrieb.
Kommen wir in Kontakt: podcastproduktion.berlin

Wie die Digitalisierung der Unternehmnensverwaltung gelingt: Trotz fortschreitender Digitalisierung setzen viele Unternehmen weiterhin auf die Zettelwirtschaft. Dabei schaden veraltete Ablagesysteme nicht nur der Effizienz sondern wegen des hohen  Papierverbrauchs auch der Umwelt. Unternehmen, die ihre Unterlagen digitalisieren, sind deutlich weniger Anfällig für Fehler und Verzögerungen. Bei der Umstellung auf die digitale Verwaltung stellt sich unter anderem die Frage, ob rückwirkend alle vorhandenen Dokumente digitalisiert werden müssen. Ist dies nicht der Fall, könnte es ausreichen, nur alle künftigen Dokumente zu digitalisieren. Geht es an die Digitalisierung der Dokumente, kann ein sogenanntes Dokumentenmanagementsystem (DMS) hilfreich sein, um alte Dokumente digital verwalten zu können. Schließlich müssen Unternehmen darüber nachdenken, wie sie die digital erfassten Papiervorlagen entsorgen. Hier gilt es zu beachten, dass einige steuerrelevante Dokumente in der Originalform erhalten werden müssen.
handelsjournal.de

Kriminelle Hacker erpressen Mittelstand: Etwa die Hälfte aller Unternehmen weltweit wurde 2020 Opfer eines sogenannten Ransomware-Angriffs, bei dem Firmen von Hackern erpresst werden. Für das Jahr 2019 beziffert der Verband Bitkom den Schaden durch Cyberkriminalität auf 100 Milliarden Euro. Trotzdem sind viele Unternehmen nur unzureichend auf digitale Angriffe vorbereitet. Im vergangenen Jahr wurde insbesondere die Hacker-Gruppe „Clop“ dem deutschen Mittelstand zum Verhängnis. Von mindestens acht Unternehmen ist bekannt, dass sie von dieser Gruppe angegriffen wurden. Zu ihnen zählt auch der Maschinenbauer Netzsch. Im diesem Fall konnte das Unternehmen den Hackern zuvorkommen. Der Internetzugang wurde abgeschaltet, sobald die Attacke bemerkt wurde. So konnte verhindert werden, dass ein großer Teil der Daten verschlüsselt wurde. Ein Back-up vom Vortag sorgte dafür, dass das mittelständische Unternehmen kaum wertvolle Daten verlor.
sueddeutsche.de

AUS GESPROCHEN

Unser stationäres Geschäft ist durch die on/off-Strategie bis an die Grenze des Machbaren belastet.

Michael Busch, CEO und geschäftsführender Gesellschafter der Buchhandelskette Thalia, über die Folgen des Lockdowns.
wiwo.de

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AUS DER REIHE

Callcenter wegen unerlaubter Werbung zu hoher Strafe verurteilt: Ein Hamburger Callcenter, das unter anderem für Mobilcom-debitel und Sky Deutschland warb, muss wegen unerlaubter Telefonwerbung ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro zahlen. Die Firma hatte Produkte wie Zeitschriften, Video-on-Demand-Dienste und Sicherheitssoftware verkauft. Nach dem Telefonat wurden den Angerufenen teilweise Zusatzdienstleistungen untergeschoben worden, für die die Kunden nicht gezahlt hatten. Für Sky Deutschland Fernsehen führte das Callcenter Kundenakquise durch, obwohl keine Werbeeinwilligung der Angerufenen vorlag. Einige Betroffene fühlten sich massiv belästigt. Neben dem Callcenter müssen auch Mobilcom-debitel und Sky Deutschland Strafen in Höhe von 145.000 Euro bzw. 250.000 Euro zahlen.
spiegel.de