KW 08: Wege zur Minderheitsregierung, Wie der Mittelstand den Fachkräftemangel bekämpft, Bio-Lebensmittel: Kleine Branche ganz groß

AUS POLITIK UND MITTELSTAND

Wege zur Minderheitsregierung: Der CDU-Wirtschaftsrat hat anlässlich des desaströsen Zustands der SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, eine Minderheitsregierung in Erwägung zu ziehen. „Die desaströse Verfassung, in der sich die SPD gerade befindet, stellt nicht die notwendige Vertrauensbasis für eine gemeinsame Regierung dar. Dieser Zustand mit immer mehr Kandidaten um den Parteivorsitz macht die Partei unkalkulierbar“, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger. Man unterstütze das Angebot von FDP-Chef Christian Lindner, eine unionsgeführte Minderheitsregierung zu unterstützen.
morgenpost.de

Wie der Mittelstand den Fachkräftemangel bekämpft: Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte belegt: mittelständischen Unternehmen fällt es leichter, mit dem Fachkräftemangel umzugehen. So zeigt sich der Mittelstand offener, Flüchtlinge einzustellen, es gibt deutlich mehr Frauen in Führungspositionen und auch beim Thema Home Office ist man wesentlich flexibler. Die Ursache für den Unterschied zur Großindustrie: der Mittelstand hat es bereits seit längerem schwerer, qualifiziertes Personal zu finden und ist daher kreativer und offener dafür, Neues auszuprobieren.
wiwo.de

Bio-Lebensmittel: Kleine Branche ganz groß: Die gute Wirtschaftslage, steigende Löhne und ein gesteigertes Bewusstsein in der Bevölkerung lassen die Verbraucher immer öfter zu hochwertigen Lebensmitteln greifen. Immer mehr Bauern steigen auf ökologische Landwirtschaft um. Im letzten Jahr wuchs der Markt für Biolebensmittel in Deutschland um sechs Prozent. Der Umsatz lag laut dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft erstmals bei über 10 Milliarden Euro.
faz.net

Weibliche Führungskräfte verdienen am meisten in der Textilindustrie: Das meiste Geld verdienen Geschäftsführerinnen in einem Bekleidungs- und Textilunternehmen: Dort bekommen sie im Schnitt ein Jahreseinkommen von 175.700 Euro, wie eine Auswertung des Portals „Gehalt.de“ zeigt. Schon deutlich weniger ist es in der Lebensmittelindustrie, die sich mit einem Durchschnittsgehalt von 141.500 Euro auf dem zweiten Platz findet – gefolgt vom Finanzbereich (136.442 Euro), der Pharmaindustrie (134.942 Euro) und der Unternehmensberatung (128.845 Euro). Über alle Branchen hinweg verdienen Frauen in einer Chefposition 94.873 Euro im Jahr.
tagesspiegel.de

Smart Gardening boomt: Der Trend zum Smart Home setzt sich auch im Außenbereich fort: Auf dem Medientag 2018 des Industrieverbands Garten, der am 14. Februar in der Kölner Messe stattfand, lag der Fokus deutlich auf den digitalen Produkten. So sind etwa App-gesteuerte Rasenmäher-Roboter oder smarte Bewässerungsanlagen gefragt. Genau Zahlen gäbe es zwar (noch) nicht, doch der Umsatz durch Smart Gardening Lösungen sei im Gegensatz zum Gesamtumsatz im vergangenen Jahr gewachsen, so Marktforscher Klaus Peter Teipel. Grund hierfür seien „die Steigerung an Ergonomie und Komfort“.
industry-of-things.de

Studie: keine Einsatzmöglichkeiten für IoT?: Das Marktforschungsinstitut IDC hat in seiner europaweiten Studie mit dem Titel „Mit Hilfe des Internets der Dinge (IoT) die Leistungsfähigkeit des Unternehmens optimieren“ Folgendes herausgefunden: Wer IoT bereits in seinem Unternehmen nutzt, konzentriert sich stärker auf die technologische Infrastruktur, während Nicht-Anwender die Datensicherheit priorisieren. Laut der Forscher gibt es unter den 550 Befragten eine „Kluft zwischen Besitzenden und Besitzlosen“. 41 Prozent der befragten Nicht-Nutzer gaben außerdem an, sie sehen in ihrem Unternehmen keine Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie, 37 Prozent denken nicht dass ihre Kunden daran interessiert sind.
cio.de

Zwielichtige Register-Anbieter haben es auf Unternehmen abgesehen wiwo.de
BMVW unterstützt Petition „Gesucht: Digitalminister (m/w)“ presseportal.de
Lebensmittelmarkt: Eigenmarken auf dem Vormarsch cio.de

AUS GEZÄHLT

18 Prozent der Führungskräfte im Mittelstand sind mittlerweile weiblich. In der Großindustrie sind es nur 8 Prozent.
she-works.de

RAT UND TAT

Kompetenzzentrum Berlin unterstützt den Mittelstand: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Mittelstandspräsident Mario Ohoven haben gemeinsam das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin besucht, das vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft eingerichtet wurde. Ihr Fazit: Mittelständische Unternehmen müssen die Chancen der Digitalisierung besser nutzen. „Wir wollen so kleine und mittlere Unternehmen mit konkreten Lösungen vor Ort unterstützen, die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen“, betonte Brigitte Zypries ihr Engagement.
presseportal.de

Einen Blick in die Glaskugel wagen: Bei der klassischen Business Intelligence werden die Ergebnisse der Vergangenheit und der Gegenwart untersucht. Mit der sogenannten Prognostischen Analytik werden hingegen mögliche Entwicklungen in der Zukunft antizipiert. Um die Methode jedoch sinnvoll und zielbringend einzusetzen, müssen einige Grundsätze beachtet werden: Es ist wichtig, die verwendeten Daten zu kennen und auch zu verstehen, sowie auch externe Daten zusätzlich zu integrieren. Die Analysten sollten über ein grundlegendes Verständnis für Statistik verfügen und möglichst auch die Arbeitsweise von Algorithmen nachvollziehen können. Und zuletzt ist es Aufgabe der Geschäftsführung, passende Prognosemodelle zu entwickeln und den entsprechenden Abteilungen zuzuweisen.
mittelstand-nachrichten.de

AUS GESPROCHEN

„Der frühere Bundespräsident Herzog sprach noch ermutigend von ,Laptop und Lederhose’. In der Berliner Groko findet sich nur noch die Lederhose. Das reicht nicht. Wir brauchen dringend einen digitalen Ruck im Bund.”
NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP) sieht wenig Digitales im Koalitionspapier der GroKo.
aachener-zeitung.de

AUS DER REIHE

Keine Lust aufs Gründen: Nach Angaben der KfW-Bank sind im letzte Jahr die Gründungen in Deutschland dramatisch um 14 Prozent zurückgegangen. Insgesamt gab es 115 000 weniger neue Unternehmen. Nur 323 000 Menschen machten sich 2017 im Nebenerwerb selbständig – ein Rückgang um 24 Prozent. Die Zahl der Vollerwerbsgründer ging um sechs Prozent auf 234 000 Menschen zurück. Hintergrund ist die „Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts“, wie die KfW-Bank am Mittwoch mitteilte.
ksta.de