Januar: Die erste Ausgabe des Newsletters „Mittelstandsperspektiven Startups“

Wie schaffen wir beim Mittelstand mehr Transparenz für das Startup-Thema? Diese Frage beschäftigt nicht nur mich sondern auch Startups, Mittelständler, Investoren und auch Politiker.

In den nächsten Newsletterausgaben präsentieren wir Ihnen kuratierte Inhalte: Nachrichten, Profile, Informationen aus der Welt von Mittelstand und Startups. Nehmen Sie unser Angebot an und kommen Sie mit auf die Reise. Nach und nach wird für Sie die Startup-Welt transparenter und Sie können noch besser entscheiden, wie Sie Ihre Rolle in dieser Welt definieren. Mit diesem Newsletterformat wollen wir die beiden Welten zusammenbringen:

Investieren, kooperieren, innovieren, inspirieren, acquirieren – es gibt so viele Anknüpfungspunkte und Mehrwerte. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Ihr Mirco Dragowski

AKTUELL

KfW-Studie – Innovation und Digitalisierung stocken in der Corona-Krise: Nach dem anfänglichen Digitalisierungs- und Innovationsschub im Zuge der Corona-Krise müssen mittelständische Unternehmen zunehmend ihre Aktivitäten in diesen Bereichen drosseln. Ein Viertel der Mittelständler berichten, dass sie ihre Innovations- und Digitalisierungsaktivitäten zurückgeschraubt haben. Lediglich zehn Prozent haben diese im Laufe der Krise weiter ausgebaut. Inbesonders größere mittelständische Unternehmen haben ihre Innovationskraft ausgebaut. Auffällig ist jedoch, dass bei denjenigen Firmen, die Umsatzeinbußen verbuchten, Forschung und Entwicklung sowie die Innovationskraft zurückging. Diese Tendenz könnte sich langfristig verstärken.
kfw.de

EY veröffentlicht Startup-Barometer: Die Beratungsgesellschaft EY hat in ihrem Startup-Barometer untersucht, wie sich die Anzahl der Finanzierungen sowie das Volumen der Investitionen in Startups im vergangenen Jahr entwickelt hat. Die Anzahl der Deals ist 2020 trotz der Corona-Krise im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent gestiegen – insgesamt gab es 743 Finanzierungsrunden in der Bundesrepublik. Allerdings fiel das Investitionsvolumen insgesamt um 15 Prozent. 2020 erreichte es 5,27 Milliarden Euro. Regionaler Spitzenreiter bleibt die Hauptstadt: Berlin hat mit 278 mehr Deals als Bayern (163) und Nordrhein-Westfale (60) zusammen verbucht. Die Branchen Mobility, Software und E-Commerce haben am meisten Finanzierung erhalten.
start-up-initiative.ey.com

German Israeli Network of Startups & Mittelstand gegründet: ELNET Deutschland e.V. ist ein Verein mit dem Ziel der Vertiefung der deutsch-israelischen Beziehungen. Im Zuge dieser Mission hat die Organisation das German Israeli Network of Startups & Mittelstand (GINSUM) ins Leben gerufen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und erhält zusätzliche Unterstützung von einer Reihe angesehener Partner. Dazu gehören unter anderem die Bertelsmann Stiftung, der Bundesverband Deutsche Startups, die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung, die Israel Economic & Trade Mission, Koeln.Business, NRWalley sowie der Verband kommunaler Unternehmen. Israelische Startups sollen sich mit dem deutschen Mittelstand vernetzen – auf diese Weise sollen innovative Synergien entstehen. GINSUM soll diverse Formate zur Vernetzung vorantreiben, Studien durchführen und eine Online-Plattform zum Austausch starten.
presseportal.de, jpost.com

Deutsche Gründer- und Innovationsstudie bestätigt positive Effekte von Kooperationen zwischen Startups und KMUs: Gründerszene, KPMG und HTW Berlin haben im Zuge der Deutschen Gründer- und Innovationsstudie (DGIS) ermittelt, wie es um die Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen steht und welche Faktoren dabei erfolgsvorsprechend sind. 77 Prozent der KMUs und Konzerne bestätigen, dass die Digitalisierung durch eine Kooperation mit einem Startup steigt. Weshalb Kooperationen für beide Seiten Sinn ergeben, belegt die Studie ebenfalls: Über die Hälfte der Startups möchte in puncto Marketing und Vertrieb kooperieren, über 80% der Etablierten suchen hingegen auf einen Mehrwert bei Technologien und Geschäftsmodellen ab. Vertrauen gilt auf beiden Seiten als größter Erfolgsfaktor. Mentalitätsunterschiede und die Bürokratie erschweren dabei die Kooperationen.
home.kpmg

Berliner Logistik-Startup wird zum Einhorn: Das Fracht-Startup Sennder konnte bereits im vergangenen Jahr 100 Millionen Dollar an Fundraising einsammeln. In einer aktuellen Finanzierungsrunde kam eine stolze Summe dazu: 160 Millionen Dollar erzielte Sennder. Co-Gründer David Nothacker erklärt sich den Erfolg des 2015 gegründeten Jungunternehmens mit der Notwendigkeit für digitale Lösungen in der Logistik-Branche: „Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine digitalisierte Logistikbranche ist. Im Laufe des Jahres 2020 haben wir unseren Spediteuren geholfen, ihre Rentabilität zu steigern, indem wir die operativen Margen in einer herausfordernden Zeit um bis zu 80 Prozent gesteigert haben. Sennder ist einzigartig positioniert, um die Digitalisierung der Branche voranzutreiben, was sowohl Verladern als auch Spediteuren zugute kommt.“
businessinsider.de, t3n.de

Anna Maria Braun plädiert für Diversity für neue Impulse: Seit rund zwei Jahren ist Anna Maria Braun Chefin des traditionsreichen Medizinunternehmens B.Braun. Die Managerin erklärt im Podcast, dass Antworten auf die Komplexität des globalisierten Marktes aus dem Unternehmen heraus kommen müssen. Insbesondere in Krisenzeiten hätten viele Menschen nach einer starken Führungsfigur zu suchen, die die Richtung vorgibt – angesichts der Geschwindigkeit und Vernetzung der Welt könne dies jedoch niemand alleine mehr stemmen. Um innovativ zu sein, bräuchte es eine Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven und Meinungen. Innovation, so Braun, könne man nicht outsourcen. Diese Meinungsvielfalt müsse sich auch im Management widerspiegeln.
capital.de

KURZMELDUNGEN

  • Start-ups aus Europa bringen Investoren höhere Renditen als die Konkurrenz aus dem Silicon Valley handelsblatt.com
  • Deutscher Robotik-Verband treibt Robotik im Mittelstand automationspraxis.industrie.de
  • Teamviewer übernimmt österreichisches Startup Xaleon t3n.de
  • 5 neue Startups, die Aufmerksamkeit verdient haben deutsche-startups.de
  • Anlagetrend Fintech: An dieses deutsche Startup glaubt Starinvestor Peter Thiel finanzen.net

CASE DES MONATS

Wie Lana Labs den Berliner Wasserbetrieben zu mehr Transparenz verhalf

Das Berliner Startup Lana Labs bietet KI-gestützte Analyse von Geschäfts- und Produktionsprozessen an. Mit der LANA-Software können Unternehmen Process-Mining bei sich im Hause ohne vertieftes Fachkenntnisse implementieren und erhalten auf Grundlage der Daten die Möglichkeit ihre Prozesse zu optimieren.

Mit diesem Angebot könnte Lana Labs die Berliner Wasserbetriebe überzeugen. Das Wasserversorgungsunternehmen hat in einem interneren Verfahren zwischen 2015 und 2018 Workflows gebündelt und Prozesse angeschoben. Bei der Suche nach einem Dienstleister, der prozessorientiertes Controlling anbietet, bewarb sich Lana Labs auf die Stellenausschreibung der Berliner Wasserwerke. Für das städtische Unternehmen war insbesondere die IT-Sicherheit essenziell, da es kritische Infrastruktur verantwortet.

Die Berliner Wasserbetriebe nutzen für den Hausanschlussprozess die LANA-Software, die ihnen dabei hilft anhand von digitalen Spuren im IT-System Prozesse auszuwerten. Der direkte Mehrwert entsteht bei der vollständigen Visualisierung des Prozesses, der eine Steuerung vereinfacht. Anhand dessen können Controller erkennen, an welchen Stellen der Prozess hakt. Die händische Suche und Verarbeitung von Daten entfällt dabei. Informationen zur Auftragsabwicklung oder Zahlungsvorgängen werden durch LANA gebündelt.

Für Anna Grünwald aus dem Prozess- und Finanzcontrolling der Berliner Wasserbetriebe ist eines der größten Learnings, dass sich in unerwartete Datenschätze im Hintergrund eines Unternehmens befinden. Diese gilt es für die Optimierung der eignen Vorgänge zu nutzen.

Lana Labs ist eine Ausgründung aus dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und beschäftigt 30 Mitarbeiter in der Hauptstadt.
lanalabs.com

ZITAT DES MONATS

Mit dem PKV-Fonds treiben wir die digitale Transformation des deutschen Gesundheitswesens voran und sorgen dafür, dass digitale Innovationen schneller in der Versorgung ankommen.

Markus Müschenich, Gründer von Flying Health, verwaltet den PKV-Investitionsfonds in Höhe von 100 Millionen Euro für die E-Health-Branche und glaubt fest an das Potenzial medizinischer Innovationen.
businessinsider.de

ZAHL DES MONATS

In Deutschland gibt es 247 KI-Startups. Davon gehen 73,9 Prozent eine Kooperationen mit etablierten Unternehmen ein.
vc-magazin.de

NETZWERK DES MONATS

Das Digitallabor Wirtschaft 4.0 begleitet Unternehmen bei der digitalen Transformation: Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen bei den großen digitalen Themen der Zeit: Es geht um digitale Arbeit, digitale Bildung und digitale Wirtschaft. Das Digitallabor Wirtschaft 4.0 ist dafür zuständig, dass neue Informationen bei den vielfältigen Wirtschaftsakteuren ankommen, der Austausch von Erfahrung und Expertise möglich wird und die Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft der Zukunft im Sinne der Unternehmen gestaltet werden. Dabei greift das Digitallabor Wirtschaft 4.0 auf die Dynamik der Hauptstadtregion zurück, wo sich Investoren, Jungunternehmer und politische Entscheider im regen Austausch miteinander befinden.
uvb-online.de

OLDSCHOOL

Wie viel wird ein Volocopter-Flug kosten? Das Flugtaxi-Startup Volocopter bietet bereits jetzt die Reservierung für Flüge an. Die ersten 1000 Flugtaxi-Pioniere können VoloFirst-Ticket im Wert von 300 Euro erwerben. Der kommerzielle Betrieb soll 2025 starten. Erste Testflüge mit dem Zweisitzer fanden bereits in Singapur, Deutschland und Dubai statt.
trendingtopics.at

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