KW 47: Kommen die Steuersenkungen doch noch?, Deutsche Wirtschaft nennt Klimaziele „magisches Denken“, Seltene Einigkeit im Kampf gegen schwarze Null

Der nächste Bürokratiewahnsinn kommt nicht aus Brüssel sondern direkt aus dem Bundeskabinett in Berlin. Dort will man den Klimaschutz nicht ohne ausufernde bürokratische Begleitmusik auskommen lassen, die zugleich als Beschäftigungstherapie für alle deutschen Finanzämter dient. Ab dem 1. Januar 2020 herrscht nämlich Bon-Zwang in Deutschland. Das bedeutet, dass nach dem neuen "Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen", kurz Kassengesetz 2020, zukünftig bei jedem Brötchenkauf, aber auch beim Haareschneiden oder dem Kaugummi- oder Lolli-Erwerb im Späti oder am Kiosk ein Papierfetzen ausgereicht werden muss. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Mit der Menge der jährlich ausgedruckten Kassenbons könnte man 43 Fußballfelder bedecken, hat die „WELT“ ausgerechnet. Hintereinander gelegt ergäben sie eine Länge von 2,2 Millionen Kilometern, das reiche aus, um den Äquator 50 Mal mit…
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KW 46: KI-Forschungszentrum für den Mittelstand, Schwere Zeiten für den Mittelstand, Chancen für bayerische KMUs in China

In eigener Sache: Der Blick über den Tellerrand: mittelstandsperspektiven.de bietet Nachrichten aus Deutschland und Europa mit Zahlen, Daten und Fakten zur Mittelstandspolitik. Für unsere Leserinnen und Leser in Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren wir ab sofort mit NORDWIRTSCHAFT.DE, einer - wie der Name schon sagt – digitalen Plattform für die Wirtschaft im Norden. Dort liegt Stärke in der Verzahnung der regionalen Wirtschaft. Gemeinsam berichten wir über aktuelle Diskussionen und Entwicklungen in Politik, Institutionen und Verbänden. In der im südlichen Schleswig-Holstein erscheinenden „Holsteiner Allgemeinen Zeitung“ veröffentlicht darüber hinaus unser „Mittelstandsperspektiven“-Chefredakteur Thomas Philipp Reiter zukünftig regelmäßig eine Wirtschaftskolumne. Weitere Kooperationen in anderen Wirtschaftszentren Deutschlands werden folgen, denn Mittelständler wissen: Stillstand ist Rückschritt. Ihr Thomas Philipp Reiter AUS POLITIK UND MITTELSTAND KI-Forschungszentrum für den Mittelstand: Mit dem KI-Forschungszentrum "Lernende Systeme" am Cyber Valley in…
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KW 45:

Im schleswig-holsteinischen Rendsburg gibt es die „Praxis ohne Grenzen“. Dort behandeln sechs Ärzte und neun Helferinnen zweimal wöchentlich Kranke auch ohne Versicherungsschutz. Rendsburg ist dabei nur ein Beispiel von vielen, die es überall in Deutschland gibt. Das Alarmierende: in steigenden Maße befinden sich abgestürzte Mittelständler unter den Hilfesuchenden. Selbständige, die in unternehmerische Schieflage geraten und mit ihren Krankenversicherungsbeiträgen in Rückstand geraten sind. Dabei kommen allzu häufig auch mitversicherte Kinder unter die Räder und fallen aus dem Versicherungsschutz. Die Ärzte stellen den Krankenkassen dabei kein gutes Zeugnis aus: sehr häufig zeigten diese sogar bei angestrebten Ratenzahlungsvereinbarungen wenig Entgegenkommen. Dabei ist zuerst an die unternehmerische Selbstverantwortung der Betroffenen zu appellieren. Letztlich hat der Staat eine Verantwortung für alle, die durchs Raster fallen. Humanitäre Hilfe sollte für jeden da sein, auch für diejenigen…
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KW 44: Altmaier präsentiert neues Cloud-Projekt für Unternehmen, Mittelstandsverband will gegen Soli-Gesetz klagen, Wirtschaft nach thüringer Landtagswahl in Sorge

In der vergangenen Woche hat sich der Deutsche Bundestag mit einer Deformation befasst: dem sogenannten Mittelstandsbauch. Mit diesem Begriff soll bildhaft beschrieben werden, dass die im deutschen Mittelstand erwirtschafteten kleineren und mittleren Einkommen besonders hoch besteuert werden und deren Steuerlast im progressiven Steuertarif besonders schnell ansteigt. Wer sich mit Fleiß eine Gehaltserhöhung erarbeitet, sollte vom Staat belohnt und nicht bestraft werden. Von Lohnerhöhungen und Weihnachtsgeld profitiert Finanzminister Scholz am meisten. Das ist leistungsfeindlich und ungerecht. Steuern sollten vielmehr leistungsgerecht und chancenorientiert umgestaltet werden. Schade nur dass diese wichtige Debatte nur wenig Widerhall in der deutschen Medienlandschaft fand. Hauptthema dort war das Klimapaket der Bundesregierung. Dafür will die Große Koalition 54 Milliarden Euro ausgeben. Steuergeld, versteht sich. Eine produktive Woche wünscht Thomas Philipp Reiter AUS POLITIK UND MITTELSTAND Altmaier präsentiert neues…
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KW 43: Mittelstandsverband will gegen Soli-Gesetz klagen, Wie Bürokratie Unternehmen das Leben schwermacht, Längere Öffnungszeiten für Bäckereien

Für den deutschen Mittelstand ist die Bundesregierung eine „lame duck“. Jüngstes Beispiel ist die Botschaft des Bundeswirtschaftsministers Altmaier, dass er zwar für Entlastungen sorgen möchte. Wie diese konkret aussehen sollen lässt er offen. Gleichzeitig sieht er trotz der aktuellen Wirtschaftsschwäche keine Notwendigkeit für ein Konjunkturprogramm. Die Lage der Wirtschaft sei derzeit nicht einheitlich schlecht. Auch dieser Saarländer ergeht sich in Allgemeinplätzen: „Wir brauchen mehr Ludwig Erhard. Wir müssen bereit sein, Bürokratie abzubauen. Wir müssen bereit sein, Steuern zu senken, damit das dann wieder reinvestiert werden kann in die Unternehmen.“ Konkrete Vorschläge zur Umsetzung bleibt Altmaier schuldig, der sich immer mehr zum Ankündigungsminister einer Bundesregierung auf Abruf entwickelt. AUS POLITIK UND MITTELSTAND Mittelstandsverband will gegen Soli-Gesetz klagen: Sollte Finanzminister Olaf Scholz sein Gesetz zur Teilabschaffung des Solidaritätszuschlages durch den Bundestag bringen,…
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KW 42: Kanzlerin besorgt um Maschinenbau, Chemieindustrie durch Mobilitätswende bedroht, Schaeffler baut stellen ab, SAP mit neuer Spitze

Starke mittelständische Unternehmen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Führungskultur aus. Nur wer sein Bestes gibt, kann von den anderen Gefolgschaft erwarten. Doch was heißt Führung heutzutage? Sie fängt vor allem beim Unternehmer selbst an. Kein Mensch ist perfekt, doch der aufrichtige Wille zählt. Abgeschmierte Karrieren wie Middelhoff oder Winterkorn? Von denen lesen wir. Von denen, die sich verpflichtet fühlen, die überzeugend und erfolgreich führen, wissen in der Regel nur wenige Eingeweihte. Erfolgreiche Mittelständler müssen sich entscheiden, wo sie stehen wollen. In den Klatschspalten oder inmitten von Menschen, die ihnen begeistert folgen. Mittelstandsperspektiven richten sich an letztere. -Thomas Philipp Reiter AUS POLITIK UND MITTELSTAND Kanzlerin Merkel besorgt über Maschinenbau: Am Dienstagvormittag drückte Kanzlerin Angela Merkel auf einer Veranstaltung des Maschinenbau-Verbands VDMA ihre Besorgnis über die Konjunktur aus. Die Branche fungiere wie…
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KW 41: Rezession, Wettbewerbsfähigkeit, Sustainable Finance

AUS POLITIK UND MITTELSTAND Auf dem Weg in die Rezession?: Die deutsche Industrie ist auf dem besten Wege in eine Rezession zu rutschen. Zumindest geben die aktuellen Zahlen keinen Grund hoffnungsvoll in die nächste Zeit zu blicken. Laut Statistischem Bundesamt gingen die Arbeitsaufträge im verarbeitenden Gewerbe im August um 0,6 Prozent zurück. Erwartet waren eigentlich nur 0,3 Prozent. Und auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) musste negative Zahlen vermelden. Beobachter machen vor allem die Handelskonflikte und den Brexit für die schlechten Zahlen verantwortlich. Zumindest für den Brexit gibt es auch konkrete Zahlen. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Dienstleistungen, Außenhandel (BGA), sprach im Interview mit der Rheinischen Post von 3,5 Milliarden Euro, die sich "in Luft aufgelöst" hätten. tagesschau.de (Industrie), Rheinische Post (Brexit) Deutschland fällt bei Wettbewerbsfähigkeit zurück:…
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KW13: CDU-Ministerien nehmen kaum Mittelständler auf Delegationsreisen mit, Einwanderungsgesetz auf unbestimmte Zeit verschoben, Europäisch-Afrikanische Mittelstandsallianz gegründet

AUS POLITIK UND MITTELSTAND CDU-Ministerien nehmen kaum Mittelständler auf Delegationsreisen mit: Auf Delegationsreisen des Bundeswirtschafts-, des Landwirtschafts- und Bildungsministeriums sind Vertreter von KMU seltene Gäste. Dabei hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier noch bei seinem Amtsantritt angekündigt, sein Ministerium nun vor allem auf den Mittelstand ausrichten zu wollen. Wie aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage des wirtschaftspolitischen Sprechers der FDP, Reinhard Houben, hervorgeht, stammt kaum ein Drittel der Unternehmer auf Delegationsreisen aus kleinen und mittleren Unternehmen. Bei anderen CDU-geführten Ministerien sieht die Lage sogar noch drastischer aus: Auf Reisen des Bildungs- und des Landwirtschaftsministeriums waren überhaupt keine Vertreter von KMU anzutreffen. „Wie schon bei der planwirtschaftlichen Industriestrategie von Peter Altmaier zeigt sich, dass die Union sich zunehmend vom deutschen Mittelstand abwendet“, kritisiert FDP-Mann Houben. Ausgewogener macht es das Umwelt- sowie das Arbeitsministerium. Dort…
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KW12: Mittelstand gegen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank, Fachkräfte sogar in Konjunkturflaute rar, EU-Parlament fordert klimaneutrale Wirtschaft bis 2050

AUS POLITIK UND MITTELSTAND Mittelstand gegen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank: Der deutsche Mittelstand steht einer möglichen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank sehr kritisch gegenüber, wie die großen Mittelstandsverbände verlauten liessen. So wünscht sich beispielsweise Reinhold von Eben-Worlée, Verbandspräsident der Familienunternehmer, grundsätzlich mehr Wettbewerb. Eine Fusion würde die Dynamik verringern. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. Ohoven ist skeptisch, dass die Fusion zweier angeschlagener Bankhäuser zu einer stärkeren Bank führt. Doch gerade ein leistungsfähiges und wirtschaftlich gesundes deutsches Bankhaus mit weltweiten Aktivitäten sei der erste Ansprechpartner für Mittelständler, die weltweit agieren. Auch die Exportwirtschaft brauche große Banken, die im Wettbewerb miteinander stehen. Finanzminister Olaf Scholz hingegen hat mehrfach die Bedeutung einer starken deutschen Großbank betont und kritisiert, dass es in den vergangenen Jahren in Deutschland keine Industriepolitik in…
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KW11: Zukunftszentren sollen Mittelstand fit für Digitalisierung machen, Top 100 der erfolgreichsten kleinen und mittleren Unternehmen, was eine Übernahmegründung für Vorteile bietet

AUS POLITIK UND MITTELSTAND Zukunftszentren sollen Mittelstand fit für Digitalisierung machen: Vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen fällt der Umstieg auf digitale Verwaltungs- und Produktionsprozesse nicht leicht, da die dafür nötigen Personalabteilungen meist kleiner ausfallen als in großen Konzernen, die sich digitale Strategien ausarbeiten lassen. Daher will nun das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit einem Förderprogramm helfen. In sogenannten Zukunftszentren sollen KMU mit Weiterbildungen und Beratungen für den digitalen Wandel gewappnet werden. Im Herbst soll feststehen, wer gefördert wird. 36 Millionen Euro gibt es dann für die folgenden zwei Jahre vom Bund und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, dazu kommen regionale Mittel. Die Zukunftszentren sollen allerdings erst in den neuen Bundesländern entstehen, da es für die Fördermittel Vorgaben gibt. Der zuständige Staatssekretär Björn Böhning erklärt, dass Unternehmen so lernen können, welche Qualifikationen…
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